Montag, 13. Februar 2012

Erfahrung ist der beste Lehrmeister. Nur das Schulgeld ist teuer. - Ältere Mitarbeiter

Der Geschäftsführer des Zulieferers verpackte seine Hiobsbotschaft in Zuckerguss: »Wir wollen den Jüngeren die Chance geben, mehr Verantwortung zu übernehmen.« Im Klartext hieß das: Mitarbeiter von über 55 Jahren sollten mit einer Abfindung vom Hof gejagt werden. Die Logik dahinter breitet sich in Firmen wie eine Seuche aus: Weil ältere Arbeitnehmer die höchsten Gehälter bekommen, scheint ihre Entlassung die höchste Einsparung zu bringen.

Hat mal jemand überlegt, dass man mit derselben Logik auch das gesamte Top-Management rauswerfen könnte? Vielleicht wäre das die bessere Idee, denn die Milchmädchen-Manager übersehen: Je älter ein Mitarbeiter ist, je länger er für die Firma arbeitet, desto kostbarer ist seine Erfahrung. Wer weiß, wie der schwierige Großkunde tickt? Nur derjenige, der ihn seit Jahrzehnten betreut und ihm die Wünsche von den Augen abliest. Wer weiß, welche Projektideen schon vor Jahrzehnten gescheitert sind, weil sie sich mit der Kultur der Firma stoßen? Nicht der Neuling, der mal eben an Bord der Firma springt, sondern derjenige, der schon etliche Tiefs durchsegelt und für seinen Lehrmeister, die Erfahrung, viel teures Schulgeld bezahlt hat (um es mit Thomas Carlyle zu sagen).
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Die älteren Mitarbeiter sind die Einheimischen im Land der Firma. Sie können jüngeren Mitarbeitern, auch frischen Managern, mehr über die Firma, die Fettnäpfe und das Fach vermitteln, als es der beste Trainer von außerhalb könnte. Wer Teams aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern bildet, schafft eine glückliche und nachweisbar effektive Symbiose. Der Pioniergeist paart sich mit der Erfahrung. Daraus können Spitzenleistungen wachsen.

Dagegen gleicht die Entlassung der Älteren einer Selbstzerfleischung. So habe ich in einem norddeutschen Konzern erlebt, dass ältere Ingenieure reihenweise in die Frührente gescheucht wurden. Doch ein halbes Jahr später stand ein schwieriges Projekt mit einem Stammkunden aus Fernost an. Und die Nachwuchs-Ingenieure bekamen es einfach nicht auf die Reihe. Wen hätten sie auch fragen sollen? Also ging der Konzern auf die frisch Verrenteten zu und bekniete sie, als freie Berater das Projekt zu begleiten. Die Honorare, die jetzt gefordert wurden, lagen weit über den ehemaligen Gehältern. Doch das Projekt, das um ein Haar zum Verlust des Kunden geführt hätte, lief bald wieder rund. Und die Jungen hatten viel fürs nächste Mal gelernt.

Quelle: Personalpolitik: Das Zitat... und Ihr Gewinn | Karriere | ZEIT ONLINE

Vorstellungsgespräch: Das Zitat... und Ihr Gewinn | Karriere | ZEIT ONLINE

Albert Camus sagt: Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.

Der Personalchef fragt mit Unschuldsmiene: »Mal angenommen, Sie wären der Geschäftsführer Ihrer jetzigen Firma – welche Veränderungen würden Sie an seiner Stelle anschieben?« Was er nicht fragt, aber heimlich doch gefragt hat, ist etwas anderes: »Sollen wir als neuer Arbeitgeber nur eine Fluchtburg sein?« Und: »Neigen Sie zur Quertreiberei – oder unterstützen Sie den Kurs, der von oben vorgegeben wird?«

Eine andere Lieblingsfrage im Vorstellungsgespräch: »Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?« Gemeint ist: »Verraten Sie uns, ob die vakante Position tatsächlich reizvoll für Sie ist.« Oder der Bewerber wird scheinheilig gefragt: »In welchen Bereichen könnten wir Sie durch Fortbildungen am meisten unterstützen?« Gemeint ist: »Legen Sie Ihre Schwächen offen!« Wer auf diese Frage ehrlich und ausführlich antwortet, kickt sich selbst aus dem Rennen.
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Ähnlich heimtückisch sind projektive Fragen: »Was hätten Ihre Kollegen wohl an der Betriebskultur Ihrer aktuellen Firma zu kritisieren?« Man hofft, dass der Bewerber seine eigene Kritik nun in fremde Münder legt. Und jedes kritische Wort fällt ihm selbst auf die Füße!

Ich frage mich: Muss dieses Schattenboxen wirklich sein? Was wäre eigentlich verkehrt daran, wenn ein Personaler ganz direkt fragte: »In welchen Punkten gehen Sie mit Ihrem Geschäftsführer konform? Und was sehen Sie anders?« Sage mir bitte keiner: »Das wäre zu billig!« Denn was bringen abgewetzte Standardfragen? Nichts als abgewetzte Standardantworten, die aus (oft schlechten) Bewerbungsratgebern nachgeplappert werden. Unechte Fragen beschwören unechte Antworten herauf. Ein Trauerspiel für Firmen und Bewerber.

Ich kenne mittelständische Unternehmen, deren Inhaber sich bei Einstellungsgesprächen von ihrem gesunden Menschenverstand leiten lassen – und das ist ein gutes Werkzeug. Sie fragen das, was sie wissen wollen, in klaren Worten. Und sie bekommen verblüffend klare Antworten. Frei nach Albert Camus: Die einzige Art, gegen die Pest der Heuchelei zu kämpfen, sind ehrliche Fragen!

Eine Beziehung kann nur so gut sein wie die Basis, auf der sie eingegangen wird. Wenn das Vorstellungs- nur ein Verstellungsgespräch ist – wie soll dann die Arbeits-Ehe glücken?

Quelle: Vorstellungsgespräch: Das Zitat... und Ihr Gewinn | Karriere | ZEIT ONLINE

Samstag, 4. Februar 2012

Kortisol - Stresshormon wirkt viel schneller als bisher angenommen

DerStandard online 24. Jänner 2012 10:12

Stress könnte sich beim Menschen weitaus umfassender auf die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung auswirken als bisher angenommen. Forschern der Universität Trier unter der Federführung des Psychobiologen Hartmut Schächinger ist in Zusammenarbeit mit dem Brüderkrankenhaus Trier erstmals der Nachweis einer raschen Wirkung des Stresshormons Kortisol auf den Thalamus gelungen. Damit würde Kortisol beim Menschen die thalamische Informationsverarbeitung von Stressereignissen nahezu unmittelbar beeinflussen und nicht - wie bisher angenommen - frühestens nach 20 Minuten. Dieser Befund wurde in der neuesten Ausgabe des renommierten "Journal of Neuroscience" publiziert. Die Gehirnstruktur des Thalamus ist für viele kognitive Prozesse äußerst wichtig, u.a. für die Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung.

Physiologische und kognitive Reaktionen

Stress ist ein psychobiologisches Phänomen. Während Stress kommt es zu physiologischen und kognitiven Reaktionen. Mit diesen soll eine vorteilhafte Anpassung des Individuums an das Stress auslösende Ereignis begünstigt werden. Zwar wird im Rahmen einer Stressreaktion Kortisol schon innerhalb von Minuten in den Blutkreislauf freigesetzt. Bisher wurde jedoch vermutet, dass Kortisol nur relativ langsam im Gehirn wirken kann. Grund für diese Vermutung liefern Untersuchungen, die belegen, dass die durch Kortisol ausgelösten molekularbiologischen Prozesse frühestens nach 20 Minuten zu spezifischen Funktionsänderungen der Zellen führen können. Damit wäre ein Einfluss des Stresshormons Kortisol auf die unmittelbare kognitive Verarbeitung des Stress auslösenden Ereignisses ausgeschlossen.

Funktionsänderungen innerhalb weniger Minuten

Mit dem jetzt publizierten interdisziplinären Forschungsprojekt konnte jedoch in mehreren unabhängigen Experimenten gezeigt werden, dass Kortisol innerhalb weniger Minuten Funktionsänderungen im Thalamus hervorruft. Der Thalamus ist eine sehr wichtige Gehirnstruktur, die bei der Verarbeitung fast aller Wahrnehmungen eine Rolle spielt. Zudem ist der Thalamus an der Regulation von Wachheit und Aufmerksamkeit beteiligt. Die Forschungsergebnisse zeigen daher, dass das im Rahmen einer Stresssituation ausgeschüttete Hormon Kortisol sehr wohl einen Einfluss auf die kognitive Verarbeitung des Stress auslösenden Ereignisses ausüben könnte. (red, derStandard.at)

Die Angst vor dem Chef « Karriere.DiePresse.com

Ist der Chef wirklich der unbeliebteste Gesprächspartner und welche Folgen hat das? Diese Frage wurde in prominent besetzter Runde beim k47-Businesstalk diskutiert.

Die Angst vor dem Chef « Karriere.DiePresse.com

Kein "kältefrei" für Arbeiter im Freien - Arbeitsrecht - derStandard.at › Karriere

Kein "kältefrei" für Arbeiter im Freien - Arbeitsrecht - derStandard.at › Karriere

"Wie Ochsen, denen ins Maul geschaut wird" - Umgang mit Bewerbern

"Wie Ochsen, denen ins Maul geschaut wird" - Recruiting - derStandard.at › Karriere

Der Umgang mit Bewerbern lässt sehr zu wünschen übrig, ergibt eine Untersuchung - Personal-Professor Armin Trost ruft Firmen zum Perspektivwechsel auf


Samstag, 28. Januar 2012

Kongress: Burnout - Ursachen und Folgen 27.1./28.1.2012 Palais Ferstel Wien

Die letzten 2 Tage auf dem Burnout-Kongress des Anton-Poksch-Instituts waren sehr interessant.

Es wurde von allen Vortragenden die Meinung vertreten, dass es noch immer keine eindeutige Definition von Burnout gibt. Relative Übereinstimmung gab es bei der Meinung, dass Burnout ein Prozess ist und sich langsam, manchmal über Jahre, entwickelt.

Die Überschneidungen mit Arbeitssucht (Arbeitssucht - workaholism erfüllt alle Kriterien einer Sucht) sind sehr groß. Die Abgrenzung zur "Erschöpfungsdepression" ist schwieriger, aber auch hier gibt es große Überschneidungen. Bei Burnout und Arbeitssucht gibt es, ähnlich wie bei Süchten, auch körperliche Entzugserscheinungen!

Allgemein kann man sagen, dass es wie bei vielen Krankheiten, einen fließenden Übergang zwischen Gesundheit und Krankheit gibt. Michael Musalek ist der Ansicht, dass ab Freudenbergerstufe 7 die Krankheit Burnout beginnt.

Eindeutig ist die Wechselwirkung zwischen verschiedensten Größen in einigen Vorträgen beschrieben worden. Sei es nun die Komorbidität (Begleiterkrankungen), die Auslöser, aber auch im Verlauf einen Burnout-Prozesse auftreten können. Aber es sind auch verschiedenste äußere Bedingungen (Arbeitgeber, KollegInnen, Mobbing, Umweltvariable i.w.S.) in ihrer Wechselwirkung mit dem Individuum.

Zur Diagnostik von Burnout wurde in den meisten Vorträgen auf das MBI (Maslach Burnout Inventory) und einige andere Testverfahren hingewiesen. Der AVEM ( Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) wurde nur am Rande von einem Vortragenden erwähnt.

Herwig Scholz thematisierte auch, ob Prophylaxe in Unternehmen/Systemen möglich ist und vertritt die Meinung, dass dies nur in gut funktionierenden Systemen möglich ist, sonst ist er sehr skeptisch.

Über die Burnout-Behandlung hat M. Lehofer vorgetragen, dass es in der Therapie vor allem um LOSLASSEN geht. Hier spielt die STURHEIT eine wesentliche Rolle, dies steht im engen Zusammenhang mit dem Selbstwert oder der Selbstwirksamkeit. Je höher der Selbstwert ist, um so geringer ist die Sturheit bzw der Widerstand vor den Veränderungen, die in der Therapie zur Überwindung eines Burnouts nötig sind. Das Loslassen (von Gewohnheiten, Glaubenssätzen, Antreibern, ...) verursacht Angst. Daher ist es in der Therapie von besonderer Bedeutung die eigenen Ressourcen zu steigern und Energiequellen zu finden bzw die vorhandene Energie richtig einzusetzen. Hier können passive Methoden (meditieren) kontraproduktiv sein, besser ist es am Auffinden und Nutzbarmachen von Energiequellen zu arbeiten (Musalek).

In Unternehmen könnten betriebliche Sozialarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Burnout-Prophylaxe bringen (G. Blemenschitz). Betriebssozialarbeit ist aber in Österreich noch vollkommen unterentwickelt, es gibt nur einige Beispiele aus dem Ausland.

Christian HARING hat darauf hingewiesen, dass Burnout ein gutes Beispiel dafür ist, dass gesellschaftliche Probleme individualisiert und am Individuum behandelt werden. Kurz wurde auch diskutiert, dass die derzeitige Wirtschaftskrise ein Burnout des Wirtschaftssystem ist.

U. Andorfer ist in ihrem Vortrag über Burnout und Psychotrauma intensiv darauf eingegangen, wie wichtig die Selbstfürsorge und die Achtsamkeit für die Burnout-Prophylaxe und -behandlung ist.

Dienstag, 24. Januar 2012

Das perfekte Bewerbungsfoto - Mein Interview auf karriere.at

s sorgt bei jeder Bewerbung für Unsicherheit: Das Bewerbungsfoto! Dieses kleine unscheinbare Bild am oberen Ende des Lebenslaufes ist Ihr erster Eindruck beim Personalverantwortlichen. Es kann verdeutlichen, wie ernst Sie die angestrebte Position nehmen. Ein gutes Bewerbungsfoto kann Ihre Professionalität unterstreichen, im negativsten Fall auch zum Ausscheiden aus dem Bewerbungsverfahren führen. Darum sollte es mit Bedacht gewählt werden. Aber wie schwer ist es, ein gutes Bewerbungsfoto zu bekommen? Gar nicht! Unsere Profis geben Ihnen praktische Tipps, die Ihr Bewerbungsfoto zum Türöffner machen!

Es zählt zu den heißen Eisen im Bewerbungsverfahren: Das Bewerbungsfoto. Wie macht man es richtig? Worauf achtet man? Und was kann man alles falsch machen? So viel Gerede um ein Bild, das noch nicht einmal rechtlich notwendig ist. Ja, sie haben richtig gelesen – laut dem Gleichbehandlungsgesetz darf ein Arbeitgeber bei einer Bewerbung kein Foto von Ihnen verlangen. Schließlich sollen Ihre beruflichen Qualifikationen zählen und nicht Ihr Aussehen auf einem Bild.

Dennoch, ein passendes Bewerbungsfoto ist ein Türöffner, weiß auch Bewerbungscoach Mag. Franz Bauer: “Ein gutes Bewerbungsfoto hat weiterhin eine sehr große Bedeutung. Wenn Sie ein professionelles Bewerbungsfoto verwenden, dann zeigen Sie dem potenziellen Arbeitgeber, wie wichtig Ihnen der Job ist. Wir leben in einer visuell dominierten Welt und das Foto transportiert oft mehr als der geschriebene Text.”..........

hier weiterlesen auf karriere.at


Montag, 23. Januar 2012

Informieren Sie sich über Ihren neuen Arbeitgeber - bewerten Sie Ihren alten Arbeitgeber

Immer öfter werden Unternehmen auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen im Internet bewertet. Das Ziel der Portale ist, dass Jobsuchende bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz unterstützt werden. Aber auch die Unternehmen können von dem Feedback ihrer Mitarbeiter profitieren.

http://www.kununu.com/

http://www.kelzen.com/de/

http://www.arbeitgebercheck.at/



Donnerstag, 19. Januar 2012

Trends in der Arbeitswelt - Bewerbungstrends

02.01.2012 | 09:25 | Fabian Greiler (DiePresse.com)

Immer rascher ändern sich gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen und beeinflussen damit maßgeblich die eigene Karriere. Das Berater- und Coachingnetzwerk Karriereexperten.com hat die wichtigsten Trends für das Jahr 2012 analysiert.

Wenig überraschend präsentieren sich die Aussichten für den Arbeitsmarkt im neuen Jahr. Der Trend soll weiter zu stark steigenden Gehälter für hochqualifizierte Fachkräfte gehen und zu niedrigen Löhne am anderen Ende. Besonders gefragt sind Ingenieure und Informatiker, die neben ihren inhaltlichen Spezifikationen auch Methodenwissen und kommunikative Fähigkeiten mitbringen. Überhaupt wird vermehrt Wert auf soziale Kompetenzen gelegt, damit sind etwa Fähigkeiten bei Körpersprache und Stimmeinsatz gemeint. Gerade Führungskräfte sollen dadurch andere Menschen besser einschätzen und selbst gezielt Signale aussenden können. Wegen dem Fachkräftemangel professionalisieren die Unternehmen zunehmend ihr Recruiting: Von der Anwerbung von spanischen Spezialisten bis hin zu „Employer Branding" reiche da die Palette. Für die Jobsuchende werden hingegen Arbeitgeber-Bewertungsportale wie kununu.com immer selbstverständlicher. Fachkräfte würden allerdings noch nicht selbstbewusst genug ihre Möglichkeiten nutzen. Bei der Bewerbung sollten sie daher ihre konkrete Berufs- und Lebensziele gegenüber dem Arbeitgeber formulieren.

Bewerbungsverfahren werden online abgewickelt

E-Assessment-Center und Online-Auswahlverfahren sind der neue Trend. Sogar Vorstellungsgespräche über Skype setzen sich langsam durch. Auch bei den Bewerbungen tut sich etwas. Besonders beliebt ist das Webtool Vizualize.me, das den Lebenslauf in Infografiken darstellen kann. Zwar werden die Bewerbungen 2012 frischer und frecher, aber gerade deswegen nicht qualitativ besser. Bewerbungen sollten immer konkrete Informationen enthalten und Leistungen möglichst mit Zahlen und Fakten dargelegt werden. Dass die Bewerber mehr Zeit in ihre Lebensläufe investieren, könnte allerdings auch am zunehmend schwierigen Berufseinstieg liegen. Für die junge Generation zählen deshalb Spitzennoten, ein schneller Karriereeinstieg und genaue Zielvorstellungen. Dabei bleibe aber oft die nötige Gelassenheit auf der Strecke. Irgendwann macht sich der Stress aber bemerkbar. Burnout war 2011 ein großes Thema, 2012 sollen Trainings zur Burnout-Prophylaxe ein Renner werden.

Facebook als Stellenmarkt

Bei der Jugend macht sich noch ein Phänomen bemerkbar: Facebook wird für sie zum beliebtesten Stellenmarkt. Allerdings bleibt das soziale Netzwerk für weiterführende Karrieren bedeutungslos. Darunter sind aber nicht nur mehr Führungslaufbahnen zu verstehen. Die Karrieremöglichkeiten fächern sich auf, zunehmend etablieren sich Experten-, Spezialisten- und Projektlaufbahnen. Einen neuen Trend gibt es auch beim mittleren Management: Es verliert seinen Ruf als Übergangsposition und wird stärker als zentraler Baustein für den Unternehmenserfolg erkannt. Daher würde diese Ebene auch vermehrt als echtes Karriereziel gesehen.

Personalabbau: Outplacement-Anfragen ziehen an

13.01.2012 | 10:19 | Andrea Lehky (Die Presse)

Nach der Kündigung ein Outplacement-Angebot zu bekommen, gleicht dem ersten Sonnenstrahl nach der Regenzeit. Wer zugreift, hat ein fast 100-prozentiges Ticket für den nächsten Job.

Das AMS beschönigt nicht. Ja, die Arbeitslosenzahl steigt wieder an, bestätigt AMS-Sprecherin Beate Sprenger. Im Jahresschnitt 2012 werden bis zu 15.000 Personen mehr als im Vorjahr ohne Job dastehen. Aber so schlimm wie 2009 wird es nicht werden. Da stieg die Arbeitslosigkeit um 48.000 Personen.
Damals haben Unternehmen das Instrument des Outplacements für sich entdeckt. Langjährige und verdiente Leider-nicht-mehr-Mitarbeiter werden erst emotional aufgefangen und dann professionell und straff in eine neue Zukunft geleitet.

Trennungsbewältigung, Situationsanalyse, Berufsorientierung, Zielarbeit und aktive Arbeitssuche heißt das dann im Beraterdeutsch und bedeutet: alles, bis auf die Jobsuche. Um die muss man sich selbst kümmern.

Natürlich sind Unternehmen bei dieser finanziell aufwendigen letzten Gabe nicht von reinem Gutmenschentum getrieben. Dahinter steht (auch) das Motiv, weder das interne Betriebsklima noch die öffentliche Reputation mit Patzen auf der weißen Weste zu belasten. Denn ein solcherart wertgeschätzter Exmitarbeiter wird sein Leid weder dem Anwalt noch den Medien klagen.

Erfolgsgarant

Die Erfolgsquote gibt dem Trennungsinstrument Outplacement recht. Mehr als 95 Prozent der Betreuten finden eine neue Anstellung, wagen den gut vorbereiteten Schritt in die Selbstständigkeit oder entdecken Arbeitsformen für sich, die ihnen als Nine-to-five-Worker noch unbekannt waren.
Seit Herbst steigt die Nachfrage wieder, bestätigt Konrad Fankhauser, Geschäftsführer von „Die Berater“. Wobei er themenbedingt nicht von riesigen Zahlen redet – der Segen wird denkbar selektiv vergeben. Im Vorjahr hat er 15 Projekte mit ein bis 20 Teilnehmern abgewickelt.

Doch im kurzen Jänner sind schon zwei, bitte diskret zu behandelnde, Anfragen eingetrudelt. Auffallend: Vor drei Jahren stand grundsätzliche Prozessberatung im Vordergrund – wie setze ich das Projekt auf, wie kommuniziere ich schonend Personalabbau? Heute geht es um konkrete Teilsegmente, etwa die Akzeptanz des Betriebsrates oder den exakten Angebotsumfang: „Die Personalisten sind fit“, erkennt Fankhauser an, „sie fragen auf hoher Ebene.“ Auch nach dem Preis: 3200 Euro kostet seine Open-End-Variante pro Person. Unter „Open End“ wird der Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses verstanden, egal, wie lang das dauert.

Comeback-Spekulationen

Frühere Generationen wären nicht zurück in die alte Firma gegangen, weiß DBM-Geschäftsführer Walter Reisenzein: „Die Jungen sind da großzügiger.“ Auch diesen Hintergedanken haben Arbeitgeber im Kopf, wenn sie es sich nicht mit ihren Leuten verscherzen wollen. Sogenannte Bumerangstrategien sind im Kommen: „Wenn die Auftragslage schwächelt, will man im Guten auseinandergehen, damit die Spezialisten später mit den Aufträgen wiederkommen.“

Aktuell sind Finanzdienstleister die größten Nachfrager (Reisenzein: „Wie schon der Hannes Androsch sagte: We are overbanked“), meist wegen Fusionen und Restrukturierungsprojekten. Plus 30 Prozent Anfragen verzeichnet der Outplacement-Berater, der pro Jahr etwa 100 Klienten in eine neue Zukunft begleitet. 10.000 Euro pro Person kostet das unbefristete Service bei ihm. Der Vertrag ist erfüllt, wenn der Betreute seine Probezeit im neuen Job oder die ersten drei Monate Selbstständigkeit überstanden hat.

Newplacement

Auf eine spezielle Variante fokussiert der oberösterreichische Berater Alexander Norman: „Newplacement zielt nicht nur auf die Trennung ab, sondern auf weitere Verwendung im Unternehmensumfeld.“ Anlass sind oft kurzfristig stornierte Aufträge, die sofortige Personalanpassung erfordern: „Die Betroffenen finden oft selbst die Lösungsidee und arbeiten auf Projekt- oder Werksvertragsbasis und im zwischenbetrieblichen Austausch weiter.“

Monatlich verzeichnet Norman mit 20 Anfragen ebenfalls um ein Drittel mehr. Neu: Sie kommen zunehmend aus mittelständischen und gewerblichen Betrieben und betreffen längst nicht mehr Nadelstreif-Professionen. Kostenpunkt: 6000 Euro für ein halbes Jahr.

Es geht auch billiger: Frauen ab 40 Jahren und Männer ab 45 Jahren können sich ein befristetes Outplacement vom AMS Wien oder NÖ finanzieren lassen, wo sie von EUSPUG-Chef Josef Siess gecoacht werden. Dessen Beobachtung: „Der Auswahlprozess aufseiten der Unternehmen wird immer langwieriger. Noch ein Interview und noch eines – ein halbes Jahr hingehalten werden ist ganz normal.“ Eine Tortur für die Arbeitssuchenden, die nach Monaten des „Selbstmarketings“ – und nichts anderes ist Outplacement – nur eines wollen: endlich wieder ins Leisten kommen.

Outplacement oder Stiftung?
Outplacement ist ein Eigen- marketingkonzept, das Gekündigten hilft, beruflich wieder Fuß zu fassen. Explizit ist die Stellenvermittlung nicht Teil des Leistungspaketes, wohl aber die Nutzung sämtlicher Ressourcen des Beraters (z. B. sein Netzwerk). Der Arbeitsaufwand für den Betreuten (Self Assessments, Recherche, Bewerbungen) entspricht dem eines Fulltime-Jobs. Finanziert wird das Outplacement vom früheren Arbeitgeber, oft als Teil der Abfertigung. In der Alternative einer Stiftung, die vor allem bei größeren Personengruppen in Erwägung gezogen wird, werden diese über einen längeren Zeitraum (meist zwei Jahre) finanziell aufgefangen. Die Arbeitssuche gestaltet sich jedoch umso schwieriger, je länger die Betroffenen dem Markt fernblieben.


("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2012)

Dienstag, 17. Januar 2012

Wie war Ihre letzte Bewerbung?

Hier können Sie aus Bewerbersicht Unternehmen bewerten.

http://www.bewerbersicht.com/


Gehaltscheck: So viel verdient Österreich

Die ÖSTERREICH-Tabelle zeigt die durchschnittlichen Gehälter für 2010 nach Branchen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es kaum ein Plus.

Gehaltsübersicht Österreich 2010

Gehälter, alphabetisch nach Berufsbezeichnung:Berufsbezeichnung Mittleres Bruttojahresgehalt in €
AbteilungsleiterIn (Akad.) 43.100
AbteilungsleiterIn EDV 109.000
AbteilungsleiterIn Einkauf 104.000
AbteilungsleiterIn Finanz 107.500
AbteilungsleiterIn Forschung 72.000
AbteilungsleiterIn Personal 91.000
AbteilungsleiterIn Produktion 96.000
AbteilungsleiterIn Verwaltung 83.000
AckerbauerIn 7.590
Airline-MitarbeiterIn 47.200
AllgemeinmedizinerIn 75.470
Angelernte ArbeiterInnen 23.200
BaggerfahrerIn 30.300
Bank-Schalterbedienstete 35.900
BarkeeperIn 11.470
BauhilfsarbeiterIn 21.725
BilanzbuchhalterIn 56.000
BuchhalterIn 40.500
Bundespräsident 319.872
Bundesrats-Mitglieder 57.120
Bundesrats-Mitglieder 57.120
Büro-Hilfskräfte 11.940
BüromaschinenherstellerIn 32.800
ControllerIn 60.500
DatenbankdesignerIn 66.300
DatenbankverwalterIn 48.200
DeichgräberIn 16.000
Dermatologe 111.110
Dipl. Krankenschwester 32.025
DruckerIn 27.420
EDV-Hotline-SupporterIn 34.700
EDV-ProjektmanagerIn 62.700
EinkäuferIn 59.000
EinkaufsleiterIn 118.000
EinzelhändlerIn 21.300
ElektrikerIn 30.500
FacharbeiterIn 27.620
FahrzeugbauerIn 26.700
FahrzeughändlerIn 24.550
FischerIn 17.985
Forstwirt 21.800
FrühstückspensionsbesitzerIn 10.500
GabelstaplerfahrerIn 28.000
GärtnerInnen 15.950
Geschäftsführung 125.000
HauptabteilungsleiterIn (Akad.) 48.600
Haushaltshilfe 11.200
HausmeisterIn 25.351
HilfsarbeiterIn allgemein 18.998
HilfsarbeiterIn Lager 16.534
HNO-Arzt 111.110
Hotelangestellte 12.530
ImmobilienmaklerIn 24.000
Interne Revision 56.500
IT & EDV Leiterin 119.000
IT-Consulting 66.300
KanzlerIn 285.600
KassierInnen Einzelhandel 14.130
KellnerInnen 11.470
KfZ-MechanikerIn 27.300
Kindergärtnerin 18.600
Koch 23.050
KöchInnen 17.640
KraftfahrzeugfahrerIn 27.630
KulturveranstalterIn 16.490
KunststoffverarbeiterIn 38.450
Laborassistenz (Akad.) 47.500
Laborassistenz (qual.) 38.000
LagerverwalterIn 41.500
Landeshauptleute 228.480
Landesräte 205.632
LehrerInnen Primär 37.902
LehrerInnen Sekundär 47.685
LeiterIn Finanzen 121.000
LeiterIn Forschung 127.000
LeiterIn Recht 119.000
LeiterIn Verwaltung 114.000
Lkw-FahrerIn 27.680
LogistikplanerIn 53.000
Lohnverrechnung 53.000
MarketingleiterIn 120.000
MaschinenbauerIn 34.200
MaterialwirtschafterIn 51.450
MaurerIn 27.070
MeisterIn 33.600
MeisterIn 35.500
MesstechnikerIn 35.800
MetallverarbeiterIn 49.800
MinisterIn 228.480
MöbeltischlerIn 24.600
Modistin 13.900
MontiererInnen 29.700
Nat.-Rat-Abgeordnete 114.240
Nat.-Rat-Abgeordnete 114.240
Nationalratspräsident 239.904
NetzwerkbetreuerIn 49.100
OptikerIn 35.900
Orthopäde 111.110
Pflege-Hilfskräfte 22.993
PolizistInnen (ohne Kripo) 43.552
Produktion 23.200
ProduktionsleiterIn Bau 49.100
ProduktionsleiterIn Industrie 53.185
ProduktionsleiterIn Metall 49.700
Rechnungshof-Präs. 205.632
Rechnungswesen 27.685
ReferatsleiterIn (Akad.) 34.200
Reinigungspersonal 12.900
SachbearbeiterIn 39.500
Schlosser/MechanikerIn 31.720
SchmuckdesignerIn 14.500
SchneiderIn 11.600
Sekretariatskräfte 22.576
Sektionschef (Akad.) 54.500
SoldatIn 35.200
Sozialversicherungsang. 35.500
SpitalsärztInnen 71.310
Staatssekretäre 205.632
Supply´Chain ManagerIn 59.000
System-ProgrammiererIn 65.000
TankstellenbesitzerIn 24.550
Techn. Entwicklung (Akad.) 42.000
Tierarzt 36.600
TransportarbeiterIn 21.663
VerkäuferIn 15.730
VersicherungsmaklerIn 16.345
Vertragsbedienstete 27.082
VizekanzlerIn 251.328
Volksanwälte 182.784
Volksanwälte 182.784
VorarbeiterIn, MeisterIn 35.340
Vorstandsvorsitzender 205.000
WaldarbeiterIn 29.690
WerbeleiterIn 112.000
WerkzeugmacherIn 29.200
Zahnarzt 96.300

Gehälter, nach Höhe sortiert:Berufsbezeichnung Mittleres Bruttojahresgehalt in €
AckerbauerIn 7.590
FrühstückspensionsbesitzerIn 10.500
Haushaltshilfe 11.200
KellnerInnen 11.470
BarkeeperIn 11.470
SchneiderIn 11.600
Büro-Hilfskräfte 11.940
Hotelangestellte 12.530
Reinigungspersonal 12.900
Modistin 13.900
KassierInnen Einzelhandel 14.130
SchmuckdesignerIn 14.500
VerkäuferIn 15.730
GärtnerInnen 15.950
DeichgräberIn 16.000
VersicherungsmaklerIn 16.345
KulturveranstalterIn 16.490
HilfsarbeiterIn Lager 16.534
KöchInnen 17.640
FischerIn 17.985
Kindergärtnerin 18.600
HilfsarbeiterIn allgemein 18.998
EinzelhändlerIn 21.300
TransportarbeiterIn 21.663
BauhilfsarbeiterIn 21.725
Forstwirt 21.800
Sekretariatskräfte 22.576
Pflege-Hilfskräfte 22.993
Koch 23.050
Angelernte ArbeiterInnen 23.200
Produktion 23.200
ImmobilienmaklerIn 24.000
FahrzeughändlerIn 24.550
TankstellenbesitzerIn 24.550
MöbeltischlerIn 24.600
HausmeisterIn 25.351
FahrzeugbauerIn 26.700
MaurerIn 27.070
Vertragsbedienstete 27.082
KfZ-MechanikerIn 27.300
DruckerIn 27.420
FacharbeiterIn 27.620
KraftfahrzeugfahrerIn 27.630
Lkw-FahrerIn 27.680
Rechnungswesen 27.685
GabelstaplerfahrerIn 28.000
WerkzeugmacherIn 29.200
WaldarbeiterIn 29.690
MontiererInnen 29.700
BaggerfahrerIn 30.300
ElektrikerIn 30.500
Schlosser/MechanikerIn 31.720
Dipl. Krankenschwester 32.025
BüromaschinenherstellerIn 32.800
MeisterIn 33.600
ReferatsleiterIn (Akad.) 34.200
MaschinenbauerIn 34.200
EDV-Hotline-SupporterIn 34.700
SoldatIn 35.200
VorarbeiterIn, MeisterIn 35.340
MeisterIn 35.500
Sozialversicherungsang. 35.500
MesstechnikerIn 35.800
Bank-Schalterbedienstete 35.900
OptikerIn 35.900
Tierarzt 36.600
LehrerInnen Primär 37.902
Laborassistenz (qual.) 38.000
KunststoffverarbeiterIn 38.450
SachbearbeiterIn 39.500
BuchhalterIn 40.500
LagerverwalterIn 41.500
Techn. Entwicklung (Akad.) 42.000
AbteilungsleiterIn (Akad.) 43.100
PolizistInnen (ohne Kripo) 43.552
Airline-MitarbeiterIn 47.200
Laborassistenz (Akad.) 47.500
LehrerInnen Sekundär 47.685
DatenbankverwalterIn 48.200
HauptabteilungsleiterIn (Akad.) 48.600
NetzwerkbetreuerIn 49.100
ProduktionsleiterIn Bau 49.100
ProduktionsleiterIn Metall 49.700
MetallverarbeiterIn 49.800
MaterialwirtschafterIn 51.450
LogistikplanerIn 53.000
Lohnverrechnung 53.000
ProduktionsleiterIn Industrie 53.185
Sektionschef (Akad.) 54.500
BilanzbuchhalterIn 56.000
Interne Revision 56.500
Bundesrats-Mitglieder 57.120
Bundesrats-Mitglieder 57.120
EinkäuferIn 59.000
Supply´Chain ManagerIn 59.000
ControllerIn 60.500
EDV-ProjektmanagerIn 62.700
System-ProgrammiererIn 65.000
IT-Consulting 66.300
DatenbankdesignerIn 66.300
SpitalsärztInnen 71.310
AbteilungsleiterIn Forschung 72.000
AllgemeinmedizinerIn 75.470
AbteilungsleiterIn Verwaltung 83.000
AbteilungsleiterIn Personal 91.000
AbteilungsleiterIn Produktion 96.000
Zahnarzt 96.300
AbteilungsleiterIn Einkauf 104.000
AbteilungsleiterIn Finanz 107.500
AbteilungsleiterIn EDV 109.000
Dermatologe 111.110
HNO-Arzt 111.110
Orthopäde 111.110
WerbeleiterIn 112.000
LeiterIn Verwaltung 114.000
Nat.-Rat-Abgeordnete 114.240
Nat.-Rat-Abgeordnete 114.240
EinkaufsleiterIn 118.000
IT & EDV Leiterin 119.000
LeiterIn Recht 119.000
MarketingleiterIn 120.000
LeiterIn Finanzen 121.000
Geschäftsführung 125.000
LeiterIn Forschung 127.000
Volksanwälte 182.784
Volksanwälte 182.784
Vorstandsvorsitzender 205.000
Rechnungshof-Präs. 205.632
Staatssekretäre 205.632
Landesräte 205.632
MinisterIn 228.480
Landeshauptleute 228.480
Nationalratspräsident 239.904
VizekanzlerIn 251.328
KanzlerIn 285.600
Bundespräsident 319.872

Quellen:

[1] Die Daten stammen aus http://money.oe24.at/Service/Gehaltscheck-So-viel-verdient-Oesterreich/785437
[2] http://www.mqs.at/index_files/CompensationAustria_09-02-20.pdf


IT & EDV, Materialwirtschaft

IT-Consulting 66.300
Datenbankdesigner 66.300
Datenbankverwalter 48.200
EDV-Projektmanager 62.700
EDV-Hotline-Supporter 34.700
System-Programmierer 65.000
Netzwerkbetreuer 49.100
Einkäufer 59.000
Lagerverwalter 41.500
Logistikplaner 53.000
Materialwirtschafter 51.450
Supply Chain Manager 59.000

Finanzen

Bilanzbuchhalter 56.000
Buchhalter 40.500
Controller 60.500
Lohnverrechnung 53.000
Interne Revision 56.500
Sachbearbeiter 39.500
Rechnungswesen 27.685

Produktion

Produktionsleiter Industrie 53.185
Produktionsleiter Bau 49.100
Produktionsleiter Metall 49.700
VorarbeiterIn
MeisterIn 35.500
MontiererInnen 29.700
FacharbeiterIn 27.620
Angelernte ArbeiterInnen 23.200

Öffentlicher Dienst

LehrerInnen Sekundar 47.685
LehrerInnen Primar 37.902
SpitalsärztInnen 71.310
Dipl. Krankenschwester 32.025
Pflege-Hilfskräfte 22.993
PolizistInnen (ohne Kripo) 43.552
Kindergärtnerin 18.600
Vertragsbedienstete 27.082
MeisterIn 33.600
ReferatsleiterIn (Akad.) 34.200
AbteilungsleiterIn (Akad.) 43.100
Hauptabteilungsleiter (Akad.) 48.600
Sektionschef (Akad.) 54.500
SoldatIn 35.200
Sozialversicherungsang. 35.500

Hilfsarbeitskräfte

Reinigungspersonal 12.900
Hilfsarbeiter allgemein18.998
Produktion 23.200
HilfsarbeiterIn Lager 16.534
TransportarbeiterIn 21.663
HausmeisterIn 25.351
BauhilfsarbeiterIn 21.725

Land- und Forstwirtschaft

GärtnerInnen 15.950
Waldarbeiter 29.690
Ackerbauer 7.590
FischerIn 17.985

Verkauf

Büro
VerkäuferIn 15.730
Sekretariatskräfte 22.576
Bank-Schalterbedienstete 35.900
KassierInnen Einzelhandel 14.130
Büro-Hilfskräfte 11.940

Gastronomie

KellnerInnen 11.470
KöchInnen 17.640
Barkeeper 11.470
Hotelangestellte 12.530

Handwerksberufe

Schlosser/Mechaniker 31.720
Maurer 27.070
Elektriker 30.500
Möbeltischler 24.600
KfZ-Mechaniker 27.300
Werkzeugmacher 29.200
VorarbeiterIn, MeisterIn 35.340
Drucker 27.420

Transportgewerbe

KraftfahrzeugfahrerIn 27.630
Lkw-Fahrer 27.680
Baggerfahrer 30.300
GabelstaplerfahrerIn 28.000
Airline-MitarbeiterIn 47.200

Selbstständige

Büromaschinenhersteller 32.800
Einzelhändler 21.300
Deichgräber 16.000
Fahrzeugbauer 26.700
Fahrzeughändler 24.550
Frühstückspensionsbesitzer 10.500
Forstwirt 21.800
Haushaltshilfe 11.200
Immobilienmakler 24.000
Koch 23.050
Kulturveranstalter 16.490
Kunststoffverarbeiter 38.450
Maschinenbauer 34.200
Messtechniker 35.800
Metallverarbeiter 49.800
Modistin 13.900
Optiker 35.900
Schmuckdesigner 14.500
SchneiderIn 11.600
Tankstellenbesitzer 24.550
Versicherungsmakler 16.345

Ärzte (selbstständig)

Allgemeinmediziner 75.470
Dermatologe 111.110
HNO-Arzt 111.110
Orthopäde 111.110
Tierarzt 36.600
Zahnarzt 96.300

Forschung

Laborassistenz (qual.) 38.000
Laborassistenz (Akad.) 47.500
Techn. Entwicklung (Akad.) 42.000

Führungskräfte

Vorstandsvorsitzender 205.000
Geschäftsführung 125.000
Marketingleiter 120.000
IT & EDV-Leiter 119.000
Leiter Forschung 127.000
Leiter Recht 119.000
Leiter Finanzen 121.000
Einkaufsleiter 118.000
Leiter Verwaltung 114.000
Werbeleiter 112.000
Abteilungsleiter EDV 109.000
Abteilungsleiter Finanz 107.500
Abteilungsleiter Personal 91.000
AL Produktion 96.000
AL Forschung 72.000
AL Einkauf 104.000
AL Verwaltung 83.000

Politiker

Bundespräsident 319.872
Kanzler 285.600
Vizekanzler 251.328
Nationalratspräsident 239.904
Minister 228.480
Landeshauptleute 228.480
Rechnungshof-Präs. 205.632
Staatssekretäre 205.632
Landesräte 205.632
Volksanwälte 182.784
Nat.-Rat-Abgeordnete 114.240
Bundesrats-Mitglieder 57.120


Montag, 16. Januar 2012

Der Lebenslauf als buntes Datenkonvolut

Mit Tools wie Visualize.me können Bewerber ihren Lebenslauf als Infografik darstellen. Allerdings ist der Service ausbaufähig

http://derstandard.at/1326249065212

Auf hongkiat.com gibt es einige interessante Beispiele für kreative Lebensläufe.

Wenn Sie also in einem kreativen Beruf arbeiten und Ihren Design-Ideen bei einer Bewerbung freien Lauf lassen wollen, dann lassen Sie sich nicht bremsen.

Sollten Sie jedoch in einer konservativen, traditionellen und seriös auftretenden Branche arbeiten, dann empfehle ich Ihnen bei einer klassischen Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf zu bleiben. Stecken Sie in solchen Branche Ihre Kreativität in die Gestaltung der Texte.


Montag, 2. Januar 2012

Mobbing ist ein Gruppenphänomen

Mobbing ist einer Studie von Organisationspsychologen der Freien Universität Berlin zufolge ein Gruppenphänomen. Wie Jens Eisermann und Elisabetta De Costanzo vom Arbeitsbereich Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität erstmals empirisch belegten, .....

Mobbing ist ein Gruppenphänomen

... So trete das Phänomen seltener in Abteilungen auf, in denen sich die Führungskräfte gesprächsbereit zeigten und Mitarbeitern bei den für sie relevanten Entscheidungen ein Mitspracherecht hätten. ...



Samstag, 31. Dezember 2011

Anziehend, nicht abstoßend wirken im Reden - Auftreten im Job - derStandard.at › Karriere

Ein Wort gibt das andere - So einiges kann schiefgehen, werden die Fallen im Gespräch nicht bedacht, so Psychologe Friedemann Schulz von Thun

Anziehend, nicht abstoßend wirken im Reden - Auftreten im Job - derStandard.at › Karriere

Geld ist ein "kurzfristiger Zufriedenmacher" - Mitarbeiterbindung

Geld ist ein "kurzfristiger Zufriedenmacher" - Mitarbeiterbindung

Mutter Goethes Neujahrsrezept

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber
von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus
einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn
und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus
hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen
Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse reichlich mit Liebe
übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit
Sträußchen kleinster Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit und
einer guten, erquickenden Tasse Tee.

Samstag, 10. Dezember 2011

Interimsmanager - Zeitmanager - Taskmanagement


AustriaTaskManagement bietet Unternehmen die Möglichkeit, qualifizierte Experten als Manager auf Zeit für ein bestimmtes Projekt einzusetzen. Mit diesem befristeten Einsatz können Sie das benötigte Know-how oder die benötigte Personalressource just in time und just for time in Ihr Unternehmen holen.



Die P+P Interim Management GmbH ist Anbieter von Interim Management mit speziellem Fokus auf Österreich und Mittel- und Osteuropa. Als Management-Dienstleister seiner österreichischen und osteuropäischen Kunden bietet das Unternehmen ausgewählte und erfahrene Manager auf Zeit an, die in der Lage sind, Aufgaben und Projekte der oberen Führungsebenen resultatorientiert umzusetzen. P+P Interim Management ist ein Unternehmen der Pendl & Piswanger Gruppe.




Aus- und Weiterbildung - Portale und Übersichten


seminar.at
Seminare, Kurse und Trainingstermine aus unterschiedlichsten Bereichen

aucen.ac.at
Plattform für universitäre Weiterbildung und universitäre Personalentwicklung

bibi-atlas.at
welche Organisationen  bieten in welcher Region zu welchen Schwerpunkten für welche Zielgruppen Beratung und Orientierung an

postgraduate.at
Ausführliche Informationen zu Masterprogrammen (MBA, MSc, LLM,...) und Lehrgängen in Österreich (mit Fernstudium)

Notrufe und Telefonberatung - Wien


Verzeichnis verschiedener Telefonnotruf- und Beratungsdienste in Wien


Donnerstag, 8. Dezember 2011

Wenn jemand deprimiert ist.......

Hier finden Sie ein paar gute Hinweise, was Sie als Angehörige/r oder FreundIn tun können.
Aber beachten Sie, dass Sie niemals der/die Therapeut/in sein können und professionelle fachliche Hilfe (Arzt/TherapeutIn) unbedingt notwendig ist.

Wenn jemand deprimiert ist....

Dienstag, 6. Dezember 2011

Betablocker verhindern negative Auswirkungen von Stress

Gestresste Personen verfallen in Gewohnheiten und verhalten sich nicht zielgerichtet. Dass dafür der Botenstoff Noradrenalin entscheidend ist, berichten Bochumer Wissenschaftler um Dr. Lars Schwabe (RUB-Fakultät für Psychologie) in Journal of Neuroscience. Stoppt man die Wirkung von Noradrenalin durch Betablocker, bleibt der Stresseffekt aus. “Die Ergebnisse können bedeutend für Substanzabhängigkeiten sein, für die Stress ein zentraler Risikofaktor ist”, sagt Schwabe. “Sie zeichnen sich durch eingeschliffene Routinen und Gewohnheiten aus.”

Betablocker verhindern negative Auswirkungen von Stress

Quelle: http://psychologienachrichten.de/


Sonntag, 4. Dezember 2011

Sokrates - 3 Siebe

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und war voll Aufregung: “Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund …”"Halt ein!”, unterbrach ihn der Weise, “hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?”"Drei Siebe?”, fragte der andere voll Verwunderung.”Ja, guter Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht.

Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen und …”

“So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen -so doch wenigstens gut?”
Zögernd sagte der andere: “Nein, das nicht, im Gegenteil …”

“Hm”, unterbrach ihn der Weise, “so lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt!”
“Notwendig nun gerade nicht …”

“Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!”

Samstag, 3. Dezember 2011

Projekt „Absprung“

Das Projekt „Absprung“ von Jugend am Werk bietet Menschen mit Behinderung die Chance, einen Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt zu erlangen.

Nach einer ersten Orientierungsphase erfolgt die Vermittlung auf Praktikumsstellen in Firmen, bei denen die berufliche Eignung erprobt und getestet wird. IntegrationsbegleiterInnen unterstützen die TeilnehmerInnen bei der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen und begleiten diese. Im Anschluss an diese Praktika kann es im Rahmen des Projektes zu einer Arbeitskräfteüberlassung kommen, die auch bis zu einer Festanstellung im jeweiligen Betrieb führen kann.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine Bewilligung durch den Fonds Soziales Wien – ProjektmitarbeiterInnen bieten bei der Abklärung gerne Unterstützung an. Gefördert wird das Projekt vom Fonds Soziales Wien und vom Bundessozialamt Wien.




Mittwoch, 30. November 2011

Ausgebrannt

Die totale Erschöpfung: Niemand kann auf Dauer alle Aufgaben immer noch besser, noch schneller und noch gewinnbringender erledigen, ohne dabei sich selbst und/oder andere auszubeuten

http://derstandard.at/1322531358382/Burn-out-Falle-Ausgebrannt

Sozialversicherung bedrängt Neue Selbstständige

Immer öfter werden Ein-Personen-Unternehmer als freie Dienstnehmer klassifiziert, was die Abgabenlast erhöht

Bereits vor einigen Jahren versuchte der Gesetzgeber, den geänderten Rahmenbedingungen der Arbeitswelt Rechnung zu tragen. Unternehmen hielten sich bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zurück, kündigten ältere, aber erfahrene Arbeitnehmer und lagerten im Gegenzug unterschiedliche Dienstleistungen an externe Anbieter aus. Das Sozialsystem stand unter gehörigem Druck.

Das Ergebnis war der sogenannte Neue Selbstständige. Dieser, ein Ein-Personen-Unternehmer, sollte die Vorzüge des Kleinunternehmertums mit den Vorteilen einer gewissen arbeits- und sozialrechtlichen Absicherung verbinden.

Gedacht war diese Konstruktion etwa für Autoren, technische Zeichner, Therapeuten, freiberufliche Wissenschafter, Journalisten, Angehörige der Pflegeberufe, Künstler ohne Dienstverhältnisse oder Vereinsfunktionäre. Mittlerweile fallen auch Fahrradkuriere, Airport-Driver oder Tennislehrer unter diese Regelung - alle immer dann, wenn sie bestimmte, aber für den Nichtjuristen kaum bekannte Kriterien erfüllen.

Das Problem steckt wie immer im Detail. Wo ist die Abgrenzung vom weisungsfreien Neuen Selbst-ständigen zum weisungsgebunden Angestellten? Die Unterscheidung scheint aufs Erste banal zu sein, tatsächlich sind in ihr erhebliche finanzielle Fallen verborgen. Diese scheint die Sozialversicherung nun konsequent zuschnappen lassen zu wollen.

Der Neue Selbstständige erbringt seine Leistungen im Regelfall im Rahmen eines Werkvertrages: Er kann seine Arbeitszeit frei wählen und untersteht niemandem. Im Gegenzug ist er völlig frei in seiner Leistungsverpflichtung, kann sich bei der Erbringung des bei ihm bestellten Werks vertreten lassen und muss für Gewährleistungs- und Mängelpflichten voll und ganz einstehen. Er schuldet keine bestimmte zeitliche Verfügbarkeit und keine persönliche Arbeitspflicht, sondern ausschließlich das bei ihm bestellte Ergebnis.

Eigene Betriebsmittel

Die notwendigen Mittel, die er für die Erbringung seiner Leistung benötigt - etwa PC, Fahrrad oder Tennisschläger - muss der Neue Selbstständige beibringen (sofern dies überhaupt möglich ist). Dafür darf er über die Erbringung seines Werkes Rechnung legen und muss seine Einkünfte steuerrechtlich veranlagen. Zusammengefasst könnte man sagen: Wer einen "Chef" hat, der ihm sagt, wo es langgeht, ist kein Selbstständiger mehr.

Und genau in dieser Frage spießt es sich für die Sozialversicherung. Denn durch das Konstrukt des Neuen Selbstständigen entgehen ihr bedeutende Beiträge, etwa die Arbeitgeberanteile, die diese für Angestellte berappen müssen. Dafür hat die Sozialversicherung das Schlagwort der "Scheinwerkverträge" geprägt. Sie stellt auf den sogenannten wahren wirtschaftlichen Gehalt ab, negiert Vertragswerke zwischen Auftraggebern und -nehmern und beurteilt in letzter Konsequenz praktisch gar kein selbstständiges Vertragsverhältnis mehr als solches. Sobald nur irgendein Abgrenzungskriterium nicht mehr passt, wird sofort der Beitrag für einen freien Dienstnehmer vorgeschrieben, obwohl der Verwaltungsgerichtshof bereits 1997 forderte, dass die Gesamtheit aller Abgrenzungskriterien zu bewerten ist.

Trotzdem gab es allein in den letzten beiden Jahren mehrere Verfahren, in denen faktisch nur das Abgrenzungskriterium der fehlenden eigenen Betriebsmittel herangezogen wurde: Der Tennislehrer, der keinen eigenen Tennisplatz hat, auf dem er Stunden geben kann, darf danach in Zukunft kein Neuer Selbstständiger mehr sein. Dasselbe gilt für die Pflegerin, die kein eigenes Spital betreibt, in dem sie Patienten pflegen kann, und den Instruktor am Flugsimulator, der keines dieser Millionen Euro teuren Geräte sein Eigen nennt. Hier wird eine neue Spruchpraxis eingeführt, deren Grundlage für den Juristen nicht nachvollziehbar ist.

Die Betroffenen hätten zwar die Möglichkeit, in langen Verfahren Recht zu bekommen, mussten aber oft schon aus finanziellen Gründen davon Abstand nehmen. Immerhin gibt es im Verwaltungsverfahren keinen bzw. im Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof nur einen ungenügenden Kostenersatz - und die Beiträge, um die es meistens geht, sind eher gering und erreichen nicht einmal ansatzweise die voraussichtlichen Verfahrens- und Anwaltskosten.

Deshalb gibt es auch keine aktuelle Entscheidungen, die der Rechtsansicht der Sozialversicherung widersprechen, obwohl die Anzahl der Beitragsvorschreibungen an Neue Selbstständige im Steigen ist. Offensichtlich hat die Sozialversicherung so hohe Finanzierungslücken, dass sie gewillt ist, das Rechtsinstitut des Neuen Selbstständigen faktisch zu Fall zu bringen. (Gerald Gries, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 30.11.2011)

Müssen Bewerber Versicherungsdaten preisgeben?

Der Versicherungsdatenauszug ist quasi ein "Kontoauszug der Sozialversicherungsdaten".
Darf ein potenzieller Arbeitgeber einen Versicherungsdatenauszug vom Arbeitnehmer verlangen?

Darf ein potenzieller Arbeitgeber einen Versicherungsdatenauszug vom Arbeitnehmer verlangen? Diese Frage stellte uns User Norbert G. im Rahmen der Serie "Sie fragen - Wir antworten". "Ich bin derzeit arbeitslos und bewerbe mich bei vielen Firmen und Institutionen. Unternehmen verlangen immer wieder diesen Auszug von mir. Dort stehen ja sehr sensible Daten. Darf der Arbeitgeber das?"

Bekanntes Problem

Dass nach dem Versicherungsdatenauszug im Rahmen von Bewerbungen oft gefragt wird, kann AK-Arbeitsrechtsexperte Günter Köstelbauer bestätigen: " Das wird telefonisch oft bei unseren Beratern nachgefragt."

Sensible Daten

Auf dem Dokument sind alle früheren Arbeitsverhältnisse dokumentiert - ersichtlich ist bei welchen Arbeitgebern man gemeldet war. Angeführt sind aber auch Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld sowie Bezüge von Wochen-, Karenz- oder Krankengeld. Letzteres erhält man im Falle einer längeren Krankheit.

"Prinzipiell sind das Angaben, die den potenziellen Arbeitgeber nichts angehen", sagt Köstelbauer. Allerdings kläre das Dokument auch über Vordienstzeiten auf, die im Falle einer neuen Anstellung für die Einstufung im Kollektivvertrag benötigt würden. Dienstzeugnisse erfüllten diesen Zweck aber auch.

Keine Pflicht

"Bewerber sind nicht verpflichtet, den Versicherungsdatenauszug auszuhändigen, es ist keine absolute Notwendigkeit", sagt der AK-Experte. Allerdings sei das auch eine Zwickmühle für Jobsuchende: Die Frage sei, ob der unbequeme Bewerber nicht aussortiert wird, wenn er nicht bereit ist, den Auszug zu bringen. Und das lasse sich schlecht beweisen. (mat, derStandard.at, 28.11.2011)

DerStandard - Sie-fragen---Wir-antworten-Muessen-Bewerber-Versicherungsdaten-preisgeben

Beamtin vermutete Gewalt an Kindern: Wegen übler Nachrede verurteilt

http://derstandard.at/1319183763945/Debatte-ueber-Zivilcourage-Beamtin-vermutete-Gewalt-an-Kindern-Wegen-uebler-Nachrede-verurteilt

Sonntag, 27. November 2011

Jeder zweite Schüler schweigt über Mobbing

Fast jeder zweite Schüler, der von anderen Kindern und Jugendlichen gemobbt wird, spricht nicht darüber. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung, die bei einer Tagung in Salzburg präsentiert wurde.

An fast allen Schulen werden einzelne Kinder systematisch niedergemacht, da sind sich alle Experten einig. Doch fast die Hälfte aller Opfer spricht nicht darüber - das zeigen Studien. Wenn jemand Hilfe sucht, dann vor allem bei Freunden. Weit abgeschlagen kommen die Eltern. Nur neun Prozent aller Betroffenen wenden sich mit ihren Sorgen an einen Lehrer.
Mehr Eingreifen von Lehrern erwünscht

Dieser Vertrauenswert für die Lehrer müsse steigen, betonten alle Fachleute bei der Anti-Mobbing-Tagung in Salzburg. Der Großteil der Schüler wolle, dass mehr auf Mobbing geachtet wird. Das ergab eine Umfrage, die die Studentin Daniela Schober mit zwei Kolleginnen unter mehr als 400 Kindern durchführte: „Wir haben die Schüler befragt, wer ihrer Meinung nach etwas gegen Mobbing tun sollte. 70 Prozent äußern sich dahingehend, dass die Lehrer etwas machen müssten, dass sie früher hinschauen und intervenieren müssten.“

Viele Schüler würden sich außerdem strengere Strafen in Mobbing-Fällen wünschen, sagte Schober.
Landesschulrat will Pädagogen in die Pflicht nehmen

Herbert Gimpl, Präsident des Salzburger Landesschulrats, will die Lehrer in die Pflicht nehmen: „Das Thema ist nicht nur zentral bei der Lehrer-Erstausbildung, wo ich glaube, dass wir doch einige Änderungen in der inhaltlichen Ausrichtung der Curricula machen müssen. Dann ist es natürlich auch noch ein zentrales Thema der Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.“

Aber nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb müsse es künftig mehr Anlaufstellen für Mobbing-Opfer geben, fordert die Salzburger Kinder- und Jugendanwaltschaft.

Quelle: http://salzburg.orf.at/news/stories/2510385/

Sonntag, 20. November 2011

Förderungen und Infoquellen für Unternehmensgründer

Mikrokredite
Der Mikrokredit ist ein verzinster, zurückzuzahlender Kredit für kleine Projekte. Der Fixzinssatz ist Ihnen für die gesamt Laufzeit garantiert. Für den Mikrokredit ist keine Sicherheit notwendig. Sie können mit kleinen Gründungsprojekten oder aber mit Erweiterungsprojekten Ihres bestehenden Unternehmens einreichen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.



Gründerservice der WKÖ
gruenderservice.at

Neuer Leitfaden für Gründerinnen und Gründer
Kostenlose Workshops: Das Gründer-Service der Wirtschaftskammer Wien bietet einen kostenlosen Gründer-Workshop. Anmeldung erforderlich. Auch in den Bundesländern finden Workshops in der jeweiligen Wirtschaftskammer-Bezirksstelle statt.

Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF)
wwff.gv.at

Inits
inits.at

Die Junge Wirtschaft
Die Jungunternehmervertretung der Wirtschaftskammer Österreich unterstützt und berät bei der Unternehmensgründung.

Service "Unternehmensgründung"
Ein Service des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Behördenübergreifende Plattform im Internet
help.gv.at

Bundesministerium für Finanzen
bietet das Selbstständigen-Buch, einen Steuerleitfaden für neu gegründete Unternehmen.

Tipps für UniversitätsabsolventInnen
uniun.at
UNIUN ist eine Initiative des Alumniverbands der Universität Wien und des Außeninstituts der TU Wien und steht für "UNIversitätsabsolventInnen gründen UNternehmen". Ziel:  (angehenden) AkademikerInnen Selbstständigkeit als interessante und sinnvolle Karriere-Alternative aufzuzeigen.

Unternehmerinnenportal der Wirtschaftskammer Österreich
portal.wko.at/

GründerInnenzentrum für Menschen mit Handicap
grueze.at/

Nachfolgebörse
des Gründer-Service der Wirtschaftskammern Österreichs
nachfolgeboerse.at

Hilfreiche Links:
Österreichische Notariatskammer
Die Österreichischen Rechtsanwälte
Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Österreichische Patentanwaltskammer
Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Österreichische Ärztekammer
Österreichische Apothekerkammer

Service der Uni Linz
Online-Service des Instituts für Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung


Infos zu Förderungen

Neugründungsförderungsgesetz
help.gv.at über das Neugründungsförderungsgesetz
Das Neugründungsförderungsgesetz, kurz NeuFöG, hilft Neugründer/inne/n und Betriebsübernehmer/inne/n Gründungskosten sparen

austria wirtschaftsserviceFörderbank des Bundes, zentrale Abwicklungsstelle für die unternehmensbezogene Wirtschaftsförderung
awsg.at

Creative Industries
Departure fördert Unternehmen der Creative Industries
departure.at

Unternehmensgründungsprogramm des Arbeitsmarktservice (AMS)
Förderungen für Gründer

Spezielle Landesförderungen der Bundesländer
Wien wwff.gv.at
Niederösterreich noe.gv.at
Burgenland burgenland.at
Kärnten kwf.at
Oberösterreich ooe.gv.at
Salzburg salzburg.gv.at
Steiermark sfg.co.at
Tirol tirol.gv.at
Vorarlberg vorarlberg.at

Förderdatenbank der WKÖ
Suchmaschine auf portal.wko.at/

SVA Erstinformation

SVA Fachinformationen
Informationen für Betriebsneugründer, Beiträge PV, KV und UV......



Montag, 14. November 2011

Umgang mit Bewerbern

Schizophrenie am Arbeitsmarkt

Firmen werben um gute Leute, reagieren aber zum Teil nicht einmal auf Bewerbungsschreiben - Automatische Antwort sei "Minimum an Respekt"

"Lieber Bewerber, vielen Dank für Ihre Initiativbewerbung. Bitte geben Sie uns noch etwas Zeit, damit wir Ihre Bewerbung prüfen können. Sollten Sie nichts mehr von uns hören, dann suchen wir gerade niemanden für diese Stelle." So etwas in der Art, sagt Lotte Gasser von der GPK Kommunikationsagentur, sollten Firmen formulieren, wenn sie mit Bewerbungen konfrontiert werden. Als absolutes "Minimum an Respekt". Zum Beispiel retourniert via Mail, in Form einer simplen Auto-Reply-Funktion - ohne dass die Ressourcen eines Unternehmens über Gebühr strapaziert werden.

Mehrheit antwortet nicht
Gasser und ihr Team haben im Rahmen der Studie "Career's Best Recruiters" die 500 umsatzstärksten österreichischen Arbeitgeber und ihren Umgang mit Bewerbern untersucht (derStandard.at berichtete). Anhand von vier fiktiven Initiativbewerbungen, die standardisiert an alle Betriebe gingen. Vier unterschiedliche Lebensläufe wurden zu diesem Zweck konstruiert. Das Ergebnis fiel - zumindest aus Sicht der Initiatoren - ernüchternd aus: Bei über der Hälfte (52,7 Prozent) der 2.000 versendeten Bewerbungen gab es keine oder eine verspätete Rückmeldung. Verspätet heißt 72 Stunden nach Einlagen der E-Mail-Bewerbung bzw. 14 Werktage für Reaktionen per Post. Beim Antwortverhalten selbst ergibt sich folgendes Bild: 27 Prozent wurden individuell beantwortet, 20 Prozent in automatisierter Form.

Frage der Einstellung, nicht der Ressourcen
Eine Resonanz, von der viele Jobsuchende träumen, die aber dennoch auf massive Kritik stößt. "Wenn ein Mensch gerade in einer ganz wichtigen, schwierigen Phase seines Lebens ist, nämlich der Jobsuche, dann muss man so respektvoll sein, dass man zumindest mit einem Auto-Reply-Email reagiert", resümiert Gasser das Ergebnis im Gespräch mit derStandard.at. Das funktioniere wie bei einer Abwesenheitsnotiz. Und: "Aus dieser Perspektive ist das nicht viel." Außerdem wurde ja nicht der Greißler ums Eck angeschrieben, sondern die 500 größten Arbeitgeber. Und die, moniert sie, verfügen alle über eigene, recht gut dotierte Personalabteilungen. Zeitproblem hin, Personalmangel her. "Das ist einfach eine Frage der grundsätzlichen Einstellung."

Fällt Firmen auf den Kopf
Jeder Bewerber sei schließlich ein Kunde, sagt die Studienleiterin und zieht einen Vergleich mit dem Onlinehändler Amazon: "Bei jeder Anfrage, und sei sie auch noch so komisch, kommt irgendeine Form der Rückmeldung." Unternehmen seien Marken, die Unmengen an Geld für Werbekampagnen ausgeben, aber bei der simpelsten Form der Kommunikation oft versagen. Eine Ignoranz, die als Arroganz interpretiert wird und letztendlich zum Bumerang werden kann. Etwa über Mundpropaganda, Abeitgeberbewertungsplattformen oder Social Media Kanäle, wo sich artikulierter Unmut schnell potenzieren kann. Zum Imageschaden von Firmen.
Gasser kritisiert das passive Spiel von Unternehmen: "Man reagiert erst auf Dinge, anstatt sie präventiv zu steuern." Eine arbeitsmarktpolitische Schizophrenie, weil man einerseits den Fachkräftemangel beklagt und um die "besten Köpfe" buhlt und andererseits die Grundregeln des Anstands missachtet. "Man muss den Bewerbern Respekt zollen", mahnt sie, das komme auch wieder zurück. "Jedes Unternehmen hat auch eine soziale Verantwortung."

Versicherungen vor Personalfirmen
Wenn man die Daten nach Branchen destilliert, dann ist Unternehmen nicht gleich Unternehmen. So schneiden etwa Versicherungen mit einer Antwortquote von 69 Prozent am besten ab. Auf Platz zwei rangieren Personaldienstleister (60,5 Prozent) vor Betrieben im Energiesektor (57,5 Prozent) und Unternehmensberatungen (56, 3 Prozent). Um unteren, unrühmlichen Ende der Skala finden sich die Bereiche „Anlagen und Maschinenbau" mit 31,8 Prozent, Eisen und Metall mit 35 Prozent und Bau/Holz mit 40 Prozent. Also jene Metiers, die am lautesten schreien, weil sie angeblich kein qualifiziertes Personal finden. Dazwischen reiht sich noch die Medien-, Werbe- und Telekommunikationsbranche mit 39,5 Prozent am drittletzten Platz ein.

Lehrling am besten behandelt
Die vier verschiedenen Initiativbewerbungen (zwei männlich, zwei weiblich) wurden für Jobs verschickt, die es in jedem Betrieb gibt. Ohne persönliche Note und immer mit dem gleichen Text. Für eine Büro-, Praktikum- oder Lehrstelle. Nach diesem Kriterium aufgeschlüsselt bekam der Jungendliche, der sich als Lehrling bewarb, mit 55 Prozent am öftesten eine Antwort. Der Mann mit Magister-Abschluss erhielt von 52 Prozent der Firmen eine Reaktion. Die Bachelor-Absolventin (Praktikumsstelle) und die Maturantin (Vollbeschäftigung) nur von 40 bzw. 41 Prozent.

Akademischer Grad spielt keine Rolle
"Bei der Studie im Vorjahr haben wir Bachelor und Master verglichen", berichtet Gasser noch von einem anderen Aspekt. Im Erstkontakt konnten keine signifikanten Unterschiede bei der Beantwortung festgestellt werden. "Auch nicht zwischen männlichen und weiblichen Bewerbern." Detto bei jenen mit Migrationshintergrund. Von den fiktiven Bewerbern wurden zwei mit türkischen Namen versehen. Die Rücklaufquote war die gleiche, von Diskriminierung könne man nicht reden. Allerdings ließen sich daraus keine Rückschlüsse ziehen, wie die Mechanismen im persönlichen Gespräch, der nächsten Ebene, aussehen. Es wurde auch nicht eruiert, ob die Antwort eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder eine Verweigerung war. "Auch eine Absage wurde als Reaktion gewertet."
Unter die Lupe genommen wurden auch bestimmte Employer Branding Kriterien. Also wie und auf welchen Kanälen sich Unternehmen als gute Arbeitgebermarke positionieren. Die Mehrheit, nämlich 52 Prozent der getesteten Arbeitgeber, hat zum Beispiel keinen Social Media Auftritt. In puncto Rekrutierung von neuen Mitarbeitern sind knapp 13 Prozent der Firmen auf Social Media Plattformen aktiv.

Schlechtes Zeugnis für öffentliche Institutionen
Die öffentlichen Dienstleister wie etwa Ministerien schneiden im Branchenranking der Studie vergleichsweise schlechter ab. "Auf den Bereich Personalauswahl wird hier weniger Wert als in vielen anderen Branchen gelegt", kommentiert Gasser und nennt als Beispiel, dass es oft keine transparente Kommunikation gebe. Weder Anforderungsprofile an Kandidaten noch freie Stellen würden ausreichend kommuniziert. Positiv erwähnt sie hier lediglich das Finanzministerium und das Bundesheer, die offensiv Recruiting betreiben. Das Finanzministerium duelliert sich mit Banken und Versicherungen um gute Leute und beim Bundesheer hat man auch eine klare Vorstellung, wofür es steht. "Wissen die Leute, was auf sie zukommt, dann kommen gleich die richtigen Bewerber." So erspare man sich im Selektionsprozess sehr viel Zeit und Geld.

Transparenz spart Zeit und Geld
Natürlich, räumt Gasser ein, gebe es Unternehmen, die von motivationslosen Bewerbungen, wie sie etwa das AMS verlangt, zugemüllt werden. Um den Müll zu minimieren, müsse die Firma als Marke so gesteuert werden, dass man weniger Schreiben bekommt, dafür aber hochwertigere. Wie? Ein Schlüssel zum Erfolg sei die eigene Homepage: "Bevor sich jemand irgendwo bewirbt, informiert er sich meistens im Internet über die Firma." Hier könne man öffentlich kommunizieren, welche Bewerber man haben will - und welche eben nicht. "Bitte bewerben Sie sich mit diesem Profil nicht, das suchen wir momentan nicht", so Gasser über eine Auslesemöglichkeit: "Wenn ich diese Informationen nicht mitteile, brauche ich mich über die Bewerberflut nicht wundern." Und da komme wieder der Respekt ins Spiel. "Ein gutes Motivationsschreiben kostet viel Zeit." Erspart man sich das, dann profitierten Bewerber und Firma gleichermaßen.

(om, derStandard.at, 15.11.2011)

Mittwoch, 9. November 2011

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen Kosten in Milliardenhöhe

Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland jährlich Kosten von gut sieben bis knapp 30 Milliarden Euro – je nachdem, ob man sich dabei auf arbeitsbedingte psychische Störungen im engen Sinne konzentriert, oder auch körperliche Erkrankungen hinzurechnet, die auf psychische.......

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen Kosten in Milliardenhöhe

 Quelle: http://psychologienachrichten.de

Sonntag, 6. November 2011

Studien belegen Top-Gehälter für Absolventen technischer Universitäten



Absolventen technischer Universitäten verdienen in Österreich auch 2011 von Beginn ihrer Karriere an am meisten. Dies zeigt das „Update: Vergleich der Einstellgehälter von AbsolventInnen 2011“, eine neu publizierte Studie des „Forum Personal“ des Österreichischen Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ). Weder Absolventen wirtschaftlicher Studienrichtungen noch jene technischer Fachhochschulen werden demnach gleich gut entlohnt wie an Unis graduierte Diplom-Ingenieure.

Das erstmals herausgegebene Update der 2010 erstellten Studie stellt die durchschnittliche Erhöhung der Basisgehälter von Berufsanfängern dar und gibt einen Überblick über die Bruttogehälter, die Absolventen der einzelnen Ausbildungstypen von der Berufsschule bis hin zur Universität erhalten. Bereits die Befragung von Personalisten österreichischer Unternehmen für die Vorgängerstudie 2010 hatte die Top-Verdienstmöglichkeiten für Alumni technischer Universitäten belegt. Für den Präsidenten des Vereins „TU Austria“ – des Zusammenschlusses der drei technischen Universitäten Österreichs (TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben) – und Rektor der Montanuniversität Leoben, Wolfhard Wegscheider, manifestiert sich damit einmal mehr die exzellente Qualität der Ausbildung: „Hier wird nicht nur der besondere Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren sichtbar, sondern auch die extrem hohe Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, die auch für einen erfolgreichen Studienabschluss als Dipl.-Ing. einer technischen Universität schon eine große Bedeutung hat", so Wegscheider.

Im Jahr 2011 können Universitätsabgänger technischer Studienrichtungen laut Studie zu Beginn ihrer Karriere mit 2.460 bis 2.710 Euro monatlich rechnen. Sie verdienen damit mehr als ihre Kollegen von Wirtschaftsuniversitäten (2.311 bis 2.531 Euro), rechtswissenschaftlichen Fakultäten (2.356 bis 2.537 Euro), sonstigen universitären Fachrichtungen (2.307 bis 2.527 Euro) oder auch technischen Fachhochschulen (2.382 bis 2.541 Euro).

Zusätzlich wurde abgefragt, welche letzte Ausbildung die Mitarbeiter in den Unternehmen im Jahr 2011 haben sollten und wie sich der Mitarbeiterstand verändern werde. Hier setzt sich der Trend nach einer technischen Ausbildung deutlich fort, betont Studienautor Mag. Armand Kaáli-Nagy.

Samstag, 5. November 2011

Fiktive Bewerbung der Leyla Aktürk

http://www.studium.at/150066-quotaus-sicherheitsgruenden-koennen-wir-ihnen-keine-stelle-anbietenquot
Schöne Beispiele für unqualifizierte und präpotente Personaler:
..... Ein Personaler eröffnete das Gespräch mit: "Die Fragen stelle ich, Sie haben hier nur zu antworten!". Ein anderer wiederum wollte von ihr wissen: "Können Sie überhaupt lesen oder schreiben?". Weitere Fragen, die Leyla an der Ernsthaftigkeit der Bewerbungsgespräche zweifeln ließ: "Sind Sie auch froh, dass es schon Freitag ist?", "Mögen Sie Regen?", "Was tun Sie, wenn es regnet?" sowie: "Würden Sie mit uns die 48-Stunden-Woche einführen?", sorgten bei der Bewerberin für Kopfschütteln. Auch der Beruf der Eltern oder das Ergebnis eines Allergietests wurden thematisiert...........

Montag, 31. Oktober 2011

Berufliche Auszeiten und Urlaub kein Mittel gegen Depressionen

Wer an Depressionen leidet, dem bringt eine Urlaubsreise nicht die erhoffte Erholung.

Die Anzahl der Arbeitnehmer, die wegen Depressionen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, ist in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gestiegen. Oftmals zeichnet sich die Entwicklung der psychischen Probleme bereits lange vor dem eigentlichen Krankheitsausbruch ab und viele Betroffene reagieren mit einem ausgedehnten Urlaub, um die krankmachenden Belastungen für eine Weile hinter sich zu lassen.
Doch Urlaub beziehungsweise eine Auszeit von der Arbeit hilft in der Regel nicht, das Auftreten von Depression zu vermeiden, warnen Experten derStiftung Deutsche Depressionshilfe  wie der Psychiater und Direktor der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Leipzig, Prof. Ulrich Hegerl. Dem Fachmann zufolge sollten Arbeitnehmer, die erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei sich feststellen, keinesfalls in den Urlaub fahren, “denn die Depression reist mit.” Zudem erleben die Betroffenen “den Zustand noch schmerzlicher“, wenn sie “irgendwo in der Ferne” sind, erläuterte Hegerl.
Um die Entwicklung psychischer Erkrankungen zu vermeiden, ist den Experten der Deutschen Depressionshilfe zufolge bei Alarmsignalen wie chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Mattheit, Stimmungsschwankungen und Antriebslosigkeit dringend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Der Gedanke an Urlaub zum Entspannen, drängt sich den meisten Betroffenen beim Auftreten der ersten Anzeichen einer Depression geradezu auf, erläuterten die Experten. Viele Arbeitnehmer mit entsprechenden psychischen Problemen fühlen sich massiv erschöpft und haben das Gefühl, einfach mal richtig ausschlafen zu müssen, um morgens wieder erholt aufzuwachen. So scheint Urlaub die richtige Maßnahme.
Schlafen kann das depressive Gefühl noch verstärken
Doch schlafen hilft den Betroffenen nicht und Urlaub kann das depressive Gefühl noch verstärken, warnte Prof. Ulrich Hegerl. Stattdessen sollte bei ersten Anzeichen einer psychischen Erkrankung dringend ein Arzt hinzugezogen werden, um therapeutische Maßnahmen zur Behandlung der psychischen Probleme einzuleiten. Als eindeutiges Signal ist dabei “das Gefühl des Überfordertseins und der Überlastung” zu bewerten, das Hegerl zufolge sämtliche Depressionserkrankungen begleitet. Hoffnungslosigkeit und das Gefühl vor einem nicht zu bewältigenden Arbeitspensum zu stehen, können laut Hegerl ebenfalls Signale für eine Depression sein.
Hinzu kommen körperliche Symptome wie Ohrensausen beziehungsweise Ohrgeräusche, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen, die ihrerseits auch Folge einer depressiven Erkrankung sein können. Beim Arzt beziehungsweise Therapeuten sollten die Betroffenen daher in jedem Fall ihre körperlichen und ihre psychischen Beschwerden schildern. Wie Prof. Hegerl betonte, macht “eine Depression alle bestehenden körperlichen Beschwerden unerträglich, auch wenn man sie sonst immer als Teil des normalen Lebensalltags akzeptiert hat.”
Depressionen in Deutschland Hauptgrund für Vorruhestand
Welches Ausmaß psychische Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen und Schizophrenie heute bereits eingenommen haben, geht aus den aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, denen zufolge entsprechende psychische Leiden in Deutschland der Hauptgrund für unfreiwilliges vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben sind.
Die Diagnose einer Depression bedeute jedoch nicht, dass die Betroffenen umgehend ihre Arbeit niederlegen sollten, sondern den Depressionspatienten ist nach Ansicht von Prof. Hegerl zu empfehlen, ihren Beruf soweit wie möglich parallel zur Therapie weiter auszuüben. So seien “viele Patienten froh, wenn sie – bei einem deutlich reduzierten Arbeitspensum – im Räderwerk des normalen Berufsalltags bleiben können”, betonte der Experte.
Belastungen durch die Arbeit eher selten der Auslöser für eine Depression
Die Belastungen durch die Arbeit seien zudem eher selten der Auslöser für eine Depression, so Hegerl weiter. Sehr viel häufiger führen Änderungen im Lebensgefüge, wie zum Beispiel der Verlust einer nahestehende Person zu psychischen Problemen, erläuterte der Direktor der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Auch können Hegerl zufolge scheinbar positive Dinge wie eine bestandene Prüfungen oder ein Urlaubsantritt Depressionen auslösen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht anders als die Experten der Stiftung Deutsche Depressionshilfe bei den Arbeitsbedingungen eine wesentliche Einflussgröße in Bezug auf das Auftreten von Depressionen. In einer aktuellen Pressemitteilung fordert DGB-Vorstandsmitglied, Annelie Buntenbach, daher “psychische Belastungen in der Arbeitswelt konsequenter als bisher”  zu bekämpfen.
DGB fordert Verringerung der psychischen Belastungen in der Arbeitswelt
Zu diesem Zweck sei die Einrichtung von “Stresstests für die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen nötig”, so Buntenbach bei Eröffnung der Arbeitsschutzmesse A + A in Düsseldorf. Dem DGB zufolge betrifft “Burn-out nicht nur Fußballtrainer und Schlagersänger, sondern ist ein wachsendes Problem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben.”
Die psychischen Belastungen im Arbeitsumfeld müssen daher “energisch und auf allen Ebenen eingedämmt werden”, so die Aussage des DGB. Als wesentliche Voraussetzung für den Schutz der Beschäftigte vor krankmachenden psychischen Belastungen sehen die Experten des DGB die konsequente Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes durch flächendeckende Stresstests (Gefährdungsbeurteilungen) in den Unternehmen.
Auch ist nach Ansicht des DGB die massive Ausweitung des Niedriglohnsektors problematisch, da dieser in direktem Zusammenhang mit dem drastischen Anstieg der psychischen Erkrankungen stehe. Gerade die junge Generation habe hier mit erheblichen Unsicherheiten zu kämpfen. Die Bundesregierung sei daher aufgefordert, “die Perspektivlosigkeit aus unsicheren, befristeten und schlecht bezahlten Jobs (zu) überwinden”, erklärte der DGB.

Quelle: Heilpraxisnet.de 

Dienstag, 18. Oktober 2011

Fragen um die eigenen Stärken schneller zu erkennen


  • Was habe ich in meinem bisherigen Berufsleben gemacht?
  • Was konnte ich durch mein Können im Unternehmen beeinflussen?
  • Welchen Nutzen hatte mein früherer Arbeitgeber von mir?
  • Welches Profil sollte mein neues Unternehmen suchen, damit ich hineinpasse?
  • Welchen Nutzen kann ich für das neue Unternehmen erwirtschaften?

Samstag, 8. Oktober 2011

Burnout-Syndrom nicht nur am Berufsleben festmachen

Okt 062011
Für einen Zustand körperlicher und emotionaler Erschöpfung, der umgangssprachlich als Burnout (engl. to burn out: ausbrennen) bezeichnet wird, gibt es verschiedene Ursachen, die nicht nur am Arbeitsleben festgemacht werden dürfen.
“Das ‘Ausgebranntsein’ ist im Grunde nur das Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung oder Störung. Darunter können sich unterschiedliche ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie eine Depression, eine Sucht- oder eine Angststörung verbergen”, betont Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld. “Wichtig ist, dass man genau unterscheidet, ob das Burnout eine Stressreaktion auf ungünstige Konstellationen und Verhaltensweisen im Berufsleben oder Ausdruck einer psychischen Erkrankung ist.”
Äußere Faktoren im Job wie Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, Überforderung oder mangelnde Wertschätzung, die als Risikofaktoren für einen Burnout gelten, begünstigen zwar die Entstehung von Erkrankungen, sie sind jedoch in der Regel nicht alleine die Ursache.
Ursache etwa unbehandelte Angsterkrankungen oder Depressionen
Menschen, die beispielsweise unter unbehandelten Angsterkrankungen oder Depressionen leiden, sind im Berufsleben besonderen krankheitsbedingten Belastungen ausgesetzt. “So sind eine schnelle Ermüdbarkeit, Konzentrationsprobleme und Antriebslosigkeit typische Begleiterscheinungen einer Depression, wodurch sich Betroffene im Job schnell überfordert fühlen können und auch einen stärkeren Leistungsdruck verspüren. Das Berufsleben ist dann oftmals nur Projektionsfläche für andere, tiefer liegende Probleme oder Erkrankungen”, ergänzt der niedergelassene Nervenarzt.
Neben psychischen Erkrankungen kann auch eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur oder Persönlichkeitsstörung eine anhaltende Stresssituation und damit die Symptome eines Burnouts fördern. “Bei Personen, die hohe Ansprüche an sich selbst haben und große Schwierigkeiten damit, sich Schwächen einzugestehen, können sich ungünstige Verhaltensmuster im Berufsleben entwickeln, die in einer chronischen Stresssituation münden. Betroffene sind dann oft nicht in der Lage Arbeit abzugeben, neigen zu Übereifer, Perfektionismus und Zwanghaftigkeit sowie dem Wunsch, alles selbst machen zu wollen. Diese Verhaltensweisen können besonders im Berufsleben mit der Zeit zu einem Überlastungssyndrom führen”, führt Dr. Bergmann aus.
Organische Erkrankungen und Störungen in Erwägung ziehen
Auch organische Erkrankungen und Störungen können die Symptome eines Burnouts hervorrufen. Dazu zählen beispielsweise Eisenmangel, eine Schilddrüsen- oder eine Nebennierenunterfunktion sowie ein Schlaf-Apnoe-Syndrom. Im Rahmen einer umfassenden psychiatrischen und körperlichen Untersuchung, kann der tatsächlichen Ursache eines Burnouts auf den Grund gegangen werden.
“Gelingt es Betroffenen nicht, sich durch ausgleichende Tätigkeiten wie Sport oder Entspannungsmethoden ausreichend zu entlasten und ein ausbalanciertes, zufriedenes Leben zu führen, sollten sie bei Burnout-Beschwerden unbedingt ein Psychiater oder Nervenarzt zu Rate ziehen. Auch wenn der Hausarzt keine organischen Ursachen finden kann, sollte der Weg zu einem psychiatrisch-tätigen Arzt führen.”

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

Samstag, 1. Oktober 2011

Handytarife für Mensche mit kleinem Einkommen

Mit 1.9. 2011 können Kunden, mit sozialer und/oder körperlicher Hilfsbedürftigkeit die vom Bund einen Zuschuss zu den Fernsprechentgelten bekommen, diesen auch auf ihren bestehenden sowie die neuen Vertrag bekommen.
Der Telekommunikationszuschuss hat eine Höhe von € 12,- brutto (€ 10,- netto) und wird monatlich auf der Rechnung als Gutschrift angezeigt.

Weitere Informationen unter http://www.orf-gis.at/Service/zuschuss.html


Samstag, 17. September 2011

Auf die Verpackung achten

16. September 2011 17:26

Bei Bewerbungen ein Foto mitzuschicken ist üblich - Nicht so üblich ist es, das Foto sorgfältig auszuwählen

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Naheliegend wäre, dass Bewerber diese Chance auch bei potenziellen Arbeitgebern nützen. Die Realität sieht aber anders aus. Fast 90 Prozent der Bewerbungsunterlagen enthalten ein ungeeignetes Foto. Zu diesem Ergebnis ist Imageberaterin Astrid Leopold gekommen. Insgesamt analysierte sie knapp 500 Bewerbungen für unterschiedliche Positionen - vom Lehr- bis zum Hochschulabschluss.

Die häufigsten Fehler sind dabei schlampige Frisuren, unpassende Outfits oder ein zu strenger Blick. "Es kommt aber auch vor, dass Bewerber ein Urlaubsfoto anhängen oder ihr Porträt aus einem Gruppenbild herausschneiden und andere Personen darauf noch erkennbar sind", sagt Leopold. Schlechte Bildqualität und schlampige Kleidung sind weitere Möglichkeiten um keinen guten Eindruck zu hinterlassen. Die meisten Fehler wären jedenfalls ohne größerem Aufwand vermeidbar.

Ein Zeichen des Respekts
Entscheidend sei, dass man mit dem Foto einen sympathischen Eindruck hinterlässt. Ein geeignetes Porträt würde auch zeigen, dass sich der Bewerber Mühe gemacht hat und nicht gleich das erstbeste Foto genommen hat. Ordentliche Bewerbungsunterlagen seien, so Leopold, aber auch ein Zeichen des Respekts dem Empfänger gegenüber. Im Freizeitlook könne nur schwer Seriosität im Beruf transportiert werden. Vor allem Jobeinsteiger würden oft vergleichbare Lebensläufe haben, und oft würde das Foto den entscheidenden Ausschlag geben, ob jemand zum Bewerbungsgespräch eingeladen werde oder eben nicht.

Damit Diskriminierungen aufgrund des Aussehens vermieden werden, sind Bewerbungsfotos in den USA oder in England tabu. Rund 15 Prozent würden, der Erhebung zufolge, auch in Österreich auf ein Foto verzichten. Doch solange es in Österreich üblich sei, bei Bewerbungen ein Porträtfoto beizulegen, würden diese Bewerber die Chance auf einen positiven ersten Eindruck leichtfertig verspielen.

Leopold rät den Jobsuchern, daran zu denken, dass mit der Bewerbung ein Produkt, nämlich ihre Arbeitskraft, verkauft werden soll. "Auch das beste Produkt wird in einer schlechten Verpackung nur schwer einen Käufer finden."

(Gudrun Ostermann, DER STANDARD, Printausgabe, 17./18.9.2011)

Samstag, 10. September 2011

Berechnungsprogramme auf www.bmf.gv.at

Mit den Steuerberechnungsprogrammen können Sie online Ihre Steuer berechnen. Zwei Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung: ein allgemeiner Brutto/Netto Rechner sowie eine detaillierte Lohnsteuer- und Einkommensteuerberechnung.

https://www.bmf.gv.at/Steuern/Berechnungsprogramme/_start.htm

Diverse Hilfseinrichtungen - Soziale Anlaufstellen

Amber-Med
Amber-Med ist eine Einrichtung für Menschen ohne Versicherungsschutz, dazu
gehören sowohl MigrantInnen und AsylwerberInnen als auch ÖsterreicherInnen.
Neben medizinischer und sozialer Beratung wird auch Krisenintervention und
Kurzzeit-Psychotherapie angeboten.

CBIF
Im Centrum für binationale und interkulturelle Paare und Familien gibt es
psychosoziale Unterstützung für in Österreich lebende Menschen anderer Herkunft
und deren Familienangehörige. Im Verein kann man in Krisensituationen und
aufgrund anderer Belastungen fremdsprachige Beratung in Anspruch nehmen.

ESRA
Das psychosoziale Zentrum ist eine Beratungs- und Behandlungseinrichtung für
jüdische MigrantInnen und die jüdische Wiener Bevölkerung. Dort wird unter anderem
Krisenintervention in mehreren Sprachen angeboten.

FEM / MEN
Das Institut für Frauen- und Männergesundheit bietet in den Frauen- und
Männergesundheitszentren muttersprachliche Gesundheitsangebote und Beratung
sowie Psychotherapie. Das Gesundheitszentrum für Frauen, Eltern und Mädchen ist
unter anderem für seelische Probleme und Schwierigkeiten, denen man sich nicht
mehr gewachsen fühlt, Anlaufstelle. Im Männergesundheitszentrum gibt es speziell
für Migranten und Flüchtlinge psychologische Beratung, unter anderem auch
Krisenintervention. Die psychologische Beratung ist mehrsprachig und auf maximal
10 Einheiten begrenzt.

Hemayat
Das Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende arbeitet mit durch Folter
und Krieg traumatisierten Menschen aus allen Ländern. Es gibt ein
psychotherapeutisches Angebot mit einem Schwerpunkt in der Krisenintervention,
neben Deutsch auch in Türkisch. Außerdem gibt es im Verein DolmetscherInnen für
unterschiedliche Sprachen.

Miteinander lernen
Der Verein ist eine Beratungseinrichtung, die neben Bildungsberatung auch
Psychotherapie anbietet. Die Zielgruppe besteht vorwiegend aus Frauen, Familien
und Kinder aus der Türkei. Die Beratung ist unterteilt in eine Familienberatung,
welche unter anderem bei migrationsspezifischen und psychischen Problemen
unterstützt, eine Frauenservicestelle mit Schwerpunkten auf Scheidung/Trennung,  Gewalt oder Beziehungsproblemen, eine Gesundheitsberatung (u.a. für somatische
und psychische Beschwerden) sowie Erziehungsberatung und Elternschule. Die
Beratungssprachen sind vorwiegend Deutsch, Türkisch und Englisch.

Orient Express
Dieser Verein betreibt eine mehrsprachige Frauen- und Familienberatungsstelle
sowie Frauenservicestelle für Frauen aus der Türkei und arabischsprachigen
Ländern. Dort wird zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie beispielsweise
Gewalt, Scheidung, Zwangsverheiratung oder Generationenkonflikte, Unterstützung –
auch in Form von Krisenintervention – angeboten.

Peregrina
Das Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für Immigrantinnen richtet sich an
Frauen und Mädchen ab 16 Jahren. Neben Rechts- und Sozialberatung besteht die
Möglichkeit der Krisenintervention im Rahmen von psychologischer Beratung und
Therapie. Schwerpunktbereiche sind migrationsbedingte Krisen und Traumata,
psychische und psychosomatische Beschwerden, psychosoziale Krisen, familiäre,
partnerschaftliche und Generationenkonflikte.

Dienstag, 6. September 2011

Burnout bei Studenten: Absturz der Überflieger

Es schleicht sich an, verdüstert das Leben und trifft oft die besonders Ehrgeizigen: das Burnout-Syndrom. Tausende Studenten leiden darunter, auch weil der Bachelor-Stress sie zermürbt, warnen Psychiater. Was hilft wirklich gegen die neue Volkskrankheit - Pillen, Therapie oder einfach durchhalten?

Burnout bei Sudenten: Absturz der Überflieger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL

Sonntag, 4. September 2011

Lücken im Lebenslauf erklären

Lücken im Lebenslauf werden von Personalisten nicht gerne gesehen. Aber nicht jede Pause vom Berufsalltag muss zum Karrierestolperstein werden. Entscheidend ist, bei der Wahrheit zu bleiben und beispielsweise eine ungewollte Arbeitslosigkeit nicht als beabsichtigte "Auszeit" zu kaschieren.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich einfach ein Jahr frei zu nehmen, den Job zu kündigen und nach genügend Erholung eine neue berufliche Herausforderung zu suchen? Auch wenn der finanzielle Hintergrund stimmt, bleibt oft trotzdem die Angst, dass sich eine Pause negativ auf die weitere Karriere auswirken könnte. Doch das muss nicht sein. "Ein Jahr Auszeit ist generell nichts Schlimmes. Sie ist natürlich im Kontext des Lebenslaufes zu sehen, wie diese da hineinpasst, und ob sie schlüssig begründet ist", sagt Friederike Stern, Personalverantwortliche bei der OMV. Doch Pause ist nicht gleich Pause. Wer sich dagegen in einer Phase der Arbeitslosigkeit erstmal auf die faule Haut legt und keinen guten Grund dafür hat, hat es beim Wiedereinstieg schwerer.

Batterien wieder aufladen

Monika Kerck begründet den Schritt, ihren Arbeitsplatz in einer PR-Agentur für eine berufliche Auszeit an den Nagel gehängt zu haben, so: "Ich habe mich gefühlt, als wäre ich mit meinen Kräften am Ende, als ob meine Batterien einfach leer wären. Arbeiten bis in die Nacht, immer öfter auch am Wochenende, und trotzdem war da nie das Gefühl, ich hätte jetzt alles erledigt."

"Die Auszeit war definitiv die richtige Entscheidung. Selbst Leuten, die damals nicht wussten, dass ich gekündigt habe, ist aufgefallen, dass ich plötzlich so glücklich wirke und endlich wieder viel lache. Es war so, als wäre eine große Last endlich verschwunden", sagt Kerck. Nach rund einem Jahr ohne Job freut sie sich jetzt wieder, eine neue berufliche Herausforderung angenommen zu haben.

Nicht jede Jobpause kommt gut an

Die Motive, einige Zeit nicht zu arbeiten, sind unterschiedlich. "Die Gründe reichen vom Ausstieg aus einer jahrzehntelangen Routine, Burnout bis hin zu beruflicher Neuorientierung", sagt Personalistin Stern. Aber nicht immer kommt eine berufliche Pause bei Personlisten gut an. "Wer ein Burnout hatte, ist weiterhin gefährdet. Auch der Versuch, in die Selbstständigkeit zu wechseln und dabei zu scheitern, fällt negativ auf", sagt Charlotte Eblinger, Geschäftsführerin bei der Personalberatung Eblinger & Partner.

Eblinger rät jedem, sich schnellstmöglich nach einer neuen Position umzusehen. "Die Suche nach einem neuen Job ist ein Projekt, für das man pro Tag höchstens eine Stunde verwenden muss. Das müsste auch in einer beabsichtigten Auszeit möglich sein. Ansonsten droht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren."

Personalistin Stern sieht das ähnlich. Je länger ein Arbeitnehmer der Arbeitswelt fern bleibt, umso schwieriger wird in aller Regel die Rückkehr. "In der Zwischenzeit haben sich oft Prozesse, Technologien und Strategien geändert", warnt sie. Aus einem weiteren Grund rät Eblinger davon ab, sich mit der Neuorientierung zu viel Zeit zu lassen. Denn manche Personalisten sind der Ansicht, dass die besten Bewerber nicht lange am Arbeitsmarkt sind: "Wer also lange suchen muss, kann nicht begehrt sein."

Arbeitslosigkeit nicht als Auszeit tarnen

Fest steht: Warum auch immer eine Lücke im Lebenslauf entstanden ist - sie wird von den Personalbeauftragten hinterfragt. "Wir erkennen an der Reaktion des Bewerbers, ob die Antworten gelogen oder nachvollziehbar und authentisch sind. Ausreden werden dabei nicht akzeptiert", erklärt Eblinger.

"Manche gönnen sich zwischen zwei Jobs auch drei Monate Pause und verschlafen dann den richtigen Moment, um wieder berufstätig zu sein. Es folgt eine ungewollte Ausdehnung der Auszeit, was wiederum eine richtige Lücke im Lebenslauf bedeutet", warnt Eblinger: "Viele versuchen dann ihre Arbeitslosigkeit zu kaschieren, indem sie aus ihr im Lebenslauf eine so genannte Auszeit machen." Von solchen Schönheitskorrekturen sollten Jobanwärter aber die Finger lassen. Fliegt der Schwindel nämlich auf, wirft das von vornherein ein schlechtes Licht auf den Bewerber.

Weiterbildungskurse belegen

Keine negativen Erfahrungen hat hingegen Monika Kerck mit Personalverantwortlichen gemacht, wenn ihre Pause zum Thema wurde. Kein Wunder. Denn Kerck tat in ihrer Auszeit alles, um beruflich up-to-date zu bleiben. Die Reaktionen waren daher überraschend positiv. "Nur etwa die Hälfte der Personalisten hat mich auf die Lücke im Lebenslauf angesprochen. Wenn ich erzählt habe, dass ich während meiner Auszeit auch Grafikkurse besucht habe, kamen nie negative Reaktionen", so Kerck. Eher im Gegenteil: "Die Personalverantwortlichen fragten interessiert nach und vor kurzem hat mir jemand sogar erzählt, dass er ebenfalls schon eine Auszeit gemacht hat."

Der häufigste Grund für eine Unterbrechung im Lebenslauf ist eine Babypause. Aber auch in diesem Fall sollte man sich rechtzeitig auf einen Wiedereinstieg vorbereiten, obwohl das laut Eblinger die wenigsten machen. "Ich persönlich fände es toll, wenn die Betreuung der Kinder soweit organisiert ist, dass die Rückkehr an den Arbeitsplatz ohne schlechtes Gewissen klappt", sagt Eblinger. Denn erst nach Arbeitsantritt zu bemerken, dass auf die Tagesmutter kein Verlass ist oder der Kindergarten um 17 Uhr schließt, ist laut Eblinger zu spät.

Wiedereinstieg nach Babypause gut planen

Eine fachliche Vorbereitung hält sie für überbewertet, wenn man zum Beispiel nur zwei Jahre pausiert hat. "Wer zehn Jahre zuhause war, braucht wahrscheinlich eine Umschulung, da nützt auch das Lesen von Fachzeitschriften nichts", so Eblinger. Kinderbetreuung ist jedenfalls laut Eblinger einer der wenigen Gründe, die zwar nicht überall gerne gesehen, aber wenigstens von allen verstanden werden.

Quelle:
http://karriere-journal.monster.at/lebenslauf-anschreiben/lebenslauf/lucken-im-lebenslauf-erklaren/article.aspx