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Mittwoch, 31. Dezember 2014

Mutter Goethes Neujahrsrezept

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber
von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus
einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn
und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus
hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen
Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse reichlich mit Liebe
übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit
Sträußchen kleinster Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit und
einer guten, erquickenden Tasse Tee.

Samstag, 21. Februar 2009

was wir nie vergessen sollten..........

„Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
Heiße Magister, heiße Doktor gar
Und ziehe schon an die zehen Jahr
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum – …

„ (Goethe, Faust I, Nacht)