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Mittwoch, 16. Oktober 2019

TIPP: Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?

Auf diese Frage werden Sie nur eine zufrieden stellende Antwort geben können, wenn Sie sich gut vorbereitet haben, sich also intensiv mit dem Unternehmen und dem Stellenangebot auseinander gesetzt haben. Ihr Gegenüber sollte niemals das Gefühl bekommen, dass Sie sich schon bei unzähligen anderen Firmen beworben haben und es Ihnen nur um Geld, Prestige oder eine höhere Position geht.

Beispiel für eine mögliche Antwort: "Weil meine bisherige berufliche Entwicklung mich darauf vorbereitet hat, die Aufgaben eines XXX bei Ihnen zu übernehmen. So habe ich bereits ... (Beschreibung relevanter Tätigkeiten)." Oder "Mir gefallen die Philosophie und das Auftreten Ihres Unternehmens, weil (... eingehen auf die Philosophie des Unternehmens....). Ich glaube, dass ich mich hier sehr wohl fühlen würde und meine Fähigkeiten hier am besten zum Tragen kämen."

Vermeiden Sie aber Schmeicheleien und geben Sie sich auf keinen Fall gleichgültig („weiß nicht“, „hat sich halt so ergeben“ ...).


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Montag, 30. September 2019

TIPP: Wie sind Sie mit ihren ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten klar gekommen?

Selbstverständlich sind Sie generell sehr gut mit allen ausgekommen. Schließlich arbeiten Sie auch gerne im Team und gehen grundsätzlich auf Vorschläge, Aussagen und auch Anweisungen ein.

Übertreiben Sie es jedoch nicht mit dem Eigenlob und damit, wie umgänglich und freundlich Sie grundsätzlich sind.



Stellen Sie klar, dass es in einem Unternehmen natürlich ab und zu zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Verweisen Sie jedoch darauf, dass es dabei nur um fachliche Problemfelder ging und die kleinen Auseinandersetzungen immer schnell geklärt waren. Problem- und Konfliktlösungsfähigkeit sind schließlich immer gern gesehen.


Ein „Nein, niemals“ kann auch als „ich kann mich nicht durchsetzen und habe deshalb immer klein beigegeben“ interpretiert werden.


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Donnerstag, 11. April 2019

Skurrile Fragen im Bewerbungsgespräch

Bewerbungen: "Welches Küchenwerkzeug wären Sie?"

Ein US-Jobportal hat die verrücktesten Fragen gesammelt, die Bewerber ertragen müssen: "Wie viele Kühe gibt es in Kanada?"


Quelle: http://derstandard.at/1358304169790/Bewerbungsgespraeche-Welches-Kuechenwerkzeug-waeren-Sie


Weitere skurrile Fragen:
http://derstandard.at/1378248893859/Jobfragen-Sie-wissen-schon-wie-alt-Sie-sind

Hier ist ein Auszug:
  • Wie glücklich sind Sie und warum? (Airbnb)
  • Sie könnten ein Lied bei "American Idol" singen: Welches wäre das? (Red Frog Events)
  • Sind Sie eher ein Jäger oder Sammler? (Dell)
  • Sie sind auf einer Insel: Welche drei Dinge würden Sie sich bringen lassen? (Yahoo)
  • Wenn Sie aus einer Box mit Getreideflocken wählen: Welche wären Sie und warum? (Bed Bath & Beyond)
  • Warum ist ein Tennisball so flaumig? (Xerox)
  • Was schätzen Sie an der Menschheit am wenigsten? (ZocDoc)
  • Glauben Sie an Big Foot? (Norwegian Cruise Line)
  • Wie würden Sie Yelp verwenden, um die Anzahl amerikanischer Unternehmen herauszufinden? (Factual)
  • Wie ehrlich sind Sie? (Allied Telesis)
  • Wie viele Pizzastücke werden pro Jahr in den USA gegessen? (Goldman Sachs)
  • Wenn Sie 80 Jahre alt wären: Was würden Sie Ihren Kindern erzählen? (Mc Kinsey)
  • Welche Farbe wären Sie in einer Buntstiftebox und warum? (Urban Outfitters)
  • Wie funktioniert das Internet? (Akamai)
  • Wenn ein Film über Ihr Leben produziert werden würde: Wer würde Sie spielen und warum? (Single Plattform)
  • Was war das letzte Geschenk, das Sie jemanden überreichten? (Gallup)
  • Wie viele Schneeschaufeln wurden letztes Jahr in den USA verkauft? (Taser)
Quelle: http://derstandard.at/1389857717392/Jobfragen-Warum-ist-ein-Tennisball-so-flaumig



Wenn Sie sich trauen, dann antworten Sie mit folgender Frage:

Welche Zahl im Alphabet ist Ihre Lieblingsfarbe?





Mittwoch, 3. April 2019

TIPP: Bewerbungsgespräch - Wie alt sind Sie? Sind Sie nicht zu alt/zu jung?

Wenn Sie nach Ihrem Alter gefragt werden, bedeutet das in der Regel, dass Sie für Ihre angestrebte Tätigkeit als zu alt oder zu jung befunden werden. Als allgemeine Regel dabei gilt, dass Sie darauf hinweisen, dass sich Ihr Alter nicht zum Nachteil, sondern in gewisser Hinsicht zum Vorteil auswirken würde.
Sind Sie bereits älter, so können die Befürchtungen dahingehend sein, dass Sie nicht flexibel genug sind, dass Sie nicht unter einem/einer jüngeren Vorgesetzten arbeiten wollen und dass Sie bald in Pension gehen werden.
Sie sollten alle diesbezüglichen Zweifel zerstreuen und die Vorteile Ihres Alters anführen:
  • dass Sie über viel Berufserfahrung besitzen und viele Veränderungen innerhalb der Branche / des Berufes erlebt und mitgetragen haben und daher wahrscheinlich flexibler als ein junger Mensch sind,
  • dass Sie ein reifer Mensch mit gesundem Hausverstand sind,
  • dass Sie viele Stress-Situationen erlebt haben und Sie daher nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringt,
  • dass Ihnen Verantwortungsgefühl und Firmenloyalität wichtig sind und dass man auf Sie zählen kann.
  • dass Sie sich bester Gesundheit erfreuen, und dass Sie es gewohnt sind, nicht beim ersten Niesen gleich daheim zu bleiben,
  • dass Sie in geordneten, stabilen familiären Verhältnissen leben und Sie nicht mehr durch Liebeskummer, durchfeierte Nächte etc. aus der Bahn geworfen werden
  • dass KundInnen normalerweise älteren Personen mehr vertrauen.
Sind Sie sehr jung, so kann der/die ArbeitgeberIn befürchten, dass Sie keine Erfahrung, wenig Verantwortungsbewusstsein haben, womöglich nur kurze Zeit bleiben werden, Sie Ihre Ausbildung fortsetzen wollen, oder dass Sie unzuverlässig sind und häufig zu spät oder überhaupt nicht an Ihrem Arbeitsplatz erscheinen werden.
Versuchen Sie ihn/sie zu überzeugen, dass die Zweifel unbegründet sind, und verweisen Sie auf einige Vorteile, die die Anstellung eines jungen Menschen mit sich bringt:
  • rasche Auffassungsgabe und Lernbereitschaft,
  • sehr frisches Wissen der neuesten Technologien,
  • kräftig, guter Gesundheitszustand,
  • Bereitschaft zur Übernahme neuer Aufgabenbereiche und Suche nach Selbstbestätigung,
  • Dankbarkeit für Kritik und Verbesserungsvorschläge, da Sie noch viel zu lernen haben.

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Montag, 19. November 2018

TIPP: Was würde Ihre Familie zum Umzug wegen einer neuer Stelle sagen?



Wenn Sie im Vorstellungsgespräch diese Frage gestellt bekommen, dann erzählen Sie vielleicht stolz, Ihr/e PartnerIn hätte Sie auf die Stellenanzeige aufmerksam gemacht.
Fehlt Ihnen etwa die Eigenmotivation?!

Oder Sie kündigen bei einem Ortswechsel an, dass Sie am Wochenende pendeln wollen.
Wie lange wollen Sie den Stress auf sich nehmen?

Womöglich zerreiben Sie sich zwischen Junggesellenhaushalt, Autobahn und Beziehungskrise
Für die Arbeit bleibt kaum Energie!


Was könnten Sie antworten: 
Signalisieren Sie immer, dass Ihre Familie hinter Ihnen steht. Dass Sie die Konsequenzen bereits intensiv besprochen haben.


Foto: (c) Pixabay

Montag, 26. März 2018

TIPP: Auch Sie sollten im Bewerbungsgespräch Fragen stellen!

Fragen sind das Symbol für Eigeninitiative, Selbstbewusstsein und signalisieren eine professionelle Einstellung. Gute Fragen zu stellen, ist deshalb Ihre Pflicht. Die folgenden Fragen dürfen und sollten Sie stellen. Sie sind natürlich allgemein gehalten. Bei Ihrer Bewerbung sollten Sie dann freilich noch ein paar Fragen zum jeweiligen Arbeitgeber stellen, die mehr ins Detail gehen:

Welchen Herausforderungen muss sich derzeit Ihre Firma stellen?
Welche Ziele will die Firma in der näheren Zukunft erreichen?
Beabsichtigt Ihr Unternehmen demnächst neue Produkte auf den Markt zu bringen?

Warum wird diese Position ausgeschrieben (neue Stelle oder ist jemand ausgeschieden)?

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Aufgaben/Herausforderungen dieser Stelle?
Mit welchen Kompetenzen ist die Stelle ausgestattet?
Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
Zu welcher Abteilung werde ich gehören?
Wie viele KollegInnen werde ich in der Abteilung haben?
Wie groß ist die Abteilung in der ich eingesetzt werde?
Können Sie mir etwas über meine unmittelbaren KollegInnen sagen?
Welche Schnittstellen zu anderen Abteilungen/Standorten in der Firma hat die Abteilung?

Wer wird mein/e Vorgesetzte/r sein?
Und wie würden Sie den Führungsstil der/s direkten Vorgesetzten beschreiben?
Welche Entwicklungsmöglichkeiten erwarten mich in dieser Abteilung?
Welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten bietet das Unternehmen?
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten werden vom Unternehmen unterstützt?

Wie sind meine Arbeitszeiten, Überstundenregelungen, Urlaubsregelungen?
Gibt es Arbeitsbekleidung oder Bekleidungsvorschriften?
Wann wird der erste Arbeitstag sein?
Kann ich bitte meinen Arbeitsplatz sehen?

Und besonders wichtig:
Wie geht es im Bewerbungsverfahren weiter?
Wer wird mein/e nächste/r AnsprechpartnerIn sein?
Wann denken Sie, werden Sie eine Entscheidung treffen?
Was sind die nächsten Schritte?
Wann darf ich mit einer Antwort von Ihnen rechnen oder mich bei Ihnen melden?

Stellen Sie bitte aber nicht alle Fragen! Konzentrieren Sie Sich auf einige wichtige Fragen aus diesen Vorschlägen!

Interessanter Artikel dazu auf karrierebibel.de und hier auf karriere.at

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Samstag, 28. Oktober 2017

Tipp: Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?


Auf diese Frage im Vorstellungsgespräch werden Sie nur eine zufrieden stellende Antwort geben können, wenn Sie sich gut vorbereitet haben, sich also intensiv mit dem Unternehmen und dem Stellenangebot auseinander gesetzt haben.

Ihr Gegenüber sollte niemals das Gefühl bekommen, dass Sie sich schon bei unzähligen anderen Firmen beworben haben und es Ihnen nur um Geld, Prestige oder eine höhere Position geht.


Mögliche Antwort: "Weil meine bisherige berufliche Entwicklung mich darauf vorbereitet hat, die Aufgaben eines XXX bei Ihnen zu übernehmen. So habe ich bereits ... (Beschreibung relevanter Tätigkeiten)."

Oder "Mir gefallen die Philosophie und das Auftreten Ihres Unternehmens. Ich glaube, dass ich mich hier sehr wohl fühlen würde und meine Fähigkeiten hier am besten zum Tragen kämen."

Vermeiden Sie aber Schmeicheleien und geben Sie sich auf keinen Fall gleichgültig („weiß nicht“, „hat sich halt so ergeben“ ...).

In diesem Zusammenhang kommt auch oft die Frage, bei wie vielen Unternehmen Sie sich schon beworben haben. Der/die GesprächspartnerIn will damit herausfinden, ob das Unternehmen für Sie die erste Wahl oder nur eine „Notlösung“ ist.

Natürlich wird es oft der Fall sein, dass Sie schon einige Bewerbungen hinter sich haben. Um so wichtiger ist es zu signalisieren, dass Sie gut über das Unternehmen Bescheid wissen und echtes Interesse an der Stelle haben.

Montag, 23. Oktober 2017

TIPP: Warum wollen Sie eigentlich Ihren Arbeitgeber wechseln?


Gejammer über den Arbeitsmarkt und die Ungerechtigkeiten der Welt hängen den Personalchefs zum Halse raus. Verwenden Sie diese Frage lieber zu Ihrem Vorteil: Machen Sie deutlich, dass Sie explizit auf eine Chance wie die angebotene Stelle gewartet haben.

Antworten Sie lieber nicht so: „Sie wissen ja wie das ist. XYZ haben keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt. Höchstens ein Praktikum ist heutzutage noch drin."

Bessere Antwort: „Mein Ziel war es immer als XYZ in einer großen Unternehmensberatung tätig zu sein. In diesem Bereich kann ich meine Stärken voll entfalten und mich auch durch meine Fremdsprachenkenntnisse und XXXXX Erfahrungen am besten einbringen. Daher bewerbe ich mich nicht auf jede Stelle, sondern fokussiere ganz klar Unternehmen in diesem Berufsfeld."

Freitag, 6. Oktober 2017

TIPP: Gehaltsverhandlungen im Bewerbungsgespräch



Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen? Was möchten Sie verdienen?

Selbst die versiertesten BewerberInnen kommen bei dieser Frage ins Schwitzen. Kein Wunder, denn von der richtigen Antwort hängt einiges ab. Hopp oder Top: Das Wissen um den eigenen Marktwert ist notwendig für das berufliche Weiterkommen. Gut ist es daher, wenn Sie sich im Vorfeld bereits darüber informieren, wie hoch die kollektivvertraglich festgelegte Entlohnung für diese Arbeit ist, was üblicherweise für so eine Position bezahlt wird, welches Gehaltsschema die Firma hat.

Bereiten Sie sich also gut auf die Frage vor, welches Gehalt Sie erwarten.

Um Ihren Gehaltswunsch zu ermitteln, berücksichtigen Sie alle Bezüge Ihrer bisherigen (letzten) Position einschließlich geldwerter Vorteile wie Dienstwagen, betriebliche Altersversorgung, Überstundenbezahlungen, Provisionen, Prämien, Sozialleistungen (verbilligter Mittagstisch, verbilligte Einkaufsmöglichkeiten …). Die Summe sollte 5 bis 20 % über Ihrem letzten Gehalt liegen bzw. an den marktüblichen Gehältern und Ihrem Leistungsvermögen orientiert sein. Auskünfte über übliche Gehälter erfährt man über die Berufsverbände. Informationen über die aktuellen Kollektivverträge erhalten Sie von Ihrer Gewerkschaft oder im Internet.

Wer zu viel verlangt, verspielt möglicherweise seine Karriere. Wer zu wenig verlangt, wird von den Unternehmen häufig als unglaubwürdig oder schlecht informiert eingeschätzt und signalisiert außerdem mangelndes Selbstbewusstsein, macht sich gar verdächtig. Erfahrene Personal¬verantwortliche dürfte schnell an der Kompetenz dieses/r BewerberIn zweifeln.

Im ersten Vorstellungsgespräch steht die Gehaltsfrage meistens noch nicht im Mittelpunkt. Dennoch werden Sie gegen Gesprächsende wahrscheinlich nach Ihren Gehaltsvorstellungen befragt. In einem weiteren Gespräch wird dann zumeist über das genaue Gehalt verhandelt.

Oft werden Gehaltsthemen in einer zu frühen Phase des Gespräches (oft sogar schon am Telefon) angeschnitten. Beantworten Sie diese Frage erst, wenn Sie genau Ihr Aufgabengebiet, Ihre Position, Ihre Verantwortung etc. wissen. Sollte dies noch nicht der Fall sein, fragen Sie nach.

Sollten Sie über die vorhin angeführten Details bereits Bescheid wissen, können sich natürlich mit einigen ausweichenden Gegenfragen noch weiter an die Sache herantasten:
Ich nehme an, Sie haben ein fixes Gehaltsschema …..
Was haben denn Sie für diese Position veranschlagt?

Letztendlich wird es in den allermeisten Fällen an Ihnen liegen, einen ersten Betrag einen Rahmen (von – bis) nennen zu müssen.

Sagen Sie dann den Betrag mit fester Stimme, ohne Einschränkung, Relativierung oder Rechtfertigung. Auf Wunsch erläutern und begründen Sie Ihre Gehaltsvorstellung.

Wer bei der Frage nach dem Gehalt keine klare Antwort geben kann, zeigt dem Gegenüber: Ich bin mir nicht so richtig sicher - entweder, ob ich den Job überhaupt packen kann oder ob ich meine eigenen Fähigkeiten und meinen Marktwert kenne.

Flexibilität ist ein weiterer Bonus, der Bewerber an das Ziel "Wunschgehalt" bringen kann. Statt auf der geforderten Summe zu beharren, besteht auch die Möglichkeit, Alternativen anzubieten. Ein Teil des Gehaltes könnte zum Beispiel durch einen Firmenwagen ersetzt werden, durch Erfolgsprämien, durch Sozialleistungen oder durch Zuschüsse für Familien.

Denkbar ist es natürlich auch, für die Probezeit auch ein "Probegehalt" zu vereinbaren, dass dann später automatisch angepasst wird.

Ganz wichtig: Nennen Sie den Betrag bitte immer in Bruttobeträgen por Jahr aus. Nur in „unteren Etagen“ ist es üblich, von Bruttobeträgen pro Monat zu sprechen.

Ausschlaggebend für Ihre Gehaltswünsche darf auf keinen Fall Ihre persönliche Situation sein. Ein Arbeitgeber zahlt Sie nicht dafür, weil Ihre Miete, Ihre Alimentationszahlungen, Ihre Kreditrück¬zahlungen so hoch sind. Die Bezahlung ist die Gegenleistung für Ihre Arbeitsleistung.
Sollten Sie nicht auf das Gehalt angesprochen werden, müssen Sie spätestens, wenn Sie den Zuschlag für den Job bekommen, dieses Thema anschneiden.

Bei aller Bedeutung der Gehaltsfrage sollten BewerberInnen aber nicht den Eindruck vermitteln, dass es Ihnen in erster Linie ums Geld geht, sondern dass Sie gerne in diesem Unternehmen arbeiten möchten, weil Sie hier ein Aufgabengebiet gefunden haben, dass ganz Ihren Vorstellungen, Qualifikationen und Wünschen entspricht.

Donnerstag, 10. August 2017

Was sind Ihre langfristigen Ziele?

Der/die InterviewerIn möchte damit herausfinden, ob Sie ernsthaft vorhaben, diese Tätigkeit länger auszuüben oder ob Sie diesen Arbeitsplatz nur als Übergangslösung betrachten und womöglich bald damit unzufrieden sein werden.

Sie sollten also versuchen, ihn/sie von Ihrer Absicht, längere Zeit bei der Firma zu bleiben, zu überzeugen, was Sie sicher vorhaben, wenn Sie mit Ihrer Tätigkeit zufrieden sind. Wenn Sie von vornherein wissen, dass es in der Firma viele Aufstiegsmöglichkeiten gibt, sagen Sie, dass Sie hoffen, ein/e wertvolle/r MitarbeiterIn der Firma zu werden und auch im Laufe der Zeit mehr Verantwortung und Kompetenzen übertragen zu bekommen. Seien Sie aber vorsichtig mit dieser Äußerung, da sie sehr leicht so interpretiert werden könnte, dass Sie schon jetzt mit der Stelle, um die Sie sich bewerben, unzufrieden sind.

Ähnliches gilt, wenn Sie eine ganz bestimmte Position als Ihr Ziel nennen, wie z.B. einmal ChefIn der Vertriebsabteilung zu werden. Ihre Erklärung kann leicht fehlinterpretiert werden und künftige Kompetenzstreitigkeiten erwarten lassen. Was Sie hier betonen müssen ist, dass Sie die Firma sehr schätzen und dass Sie hoffen, ein/e geschätzte/r MitarbeiterIn der Firma zu werden.

Beschränken Sie sich bei Ihrer Antwort auf berufliche Ziele. Es ist irrelevant, dass Sie in zwei Jahren den New York-Marathon laufen wollen oder dass Sie in spätestens fünf Jahren verheiratet sein wollen.

Sollten Sie explizit nach privaten Zielen gefragt werden, so sind Sie vorsichtig mit all jenem, was große private Veränderungen betrifft, die sich auf berufliche Dinge auswirken könnten (Hausbau – Sie werden Ihre Kraft nicht voll und ganz der Firma zur Verfügung stellen können, Übersiedlung – der Arbeitsweg wird Ihnen dann zu weit sein etc.)

Wichtig ist also, dass Sie erwähnen, dass Sie die Firma sehr schätzen, dass Sie die Tätigkeit, die Sie ausüben werden, gerne machen, dass Sie in diesem Gebiet gerne wohnen und dass Sie keine Pläne haben, die Sie veranlassen könnten, den Arbeitsplatz nach kurzer Zeit zu verlassen.


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TIPP - Bewerbung - Warum wollen Sie Ihre derzeitige Firma verlassen / den Arbeitsplatz wechseln?



Bei dieser Frage geht es Ihrem zukünftigen Arbeitgeber bzw. dem Personalisten darum zu erfahren, ob Sie ein Mitarbeiter oder Mitarbeiterin mit Durchhaltevermögen sind.

Auch Schwierigkeiten mit Vorgesetzten und KollegInnen können Gründe für eine Kündigung sein. Wenn dies der Fall ist, so erwähnen Sie dies besser nicht. Man könnte damit rechnen, dass es mit Ihnen auch in der zukünftigen Position im Unternehmen wieder Schwierigkeiten geben wird.

Geben Sie einen vernünftigen Grund an, der weder vermuten lässt, dass es schwierig ist, mit Ihnen umzugehen, noch dass Sie lediglich auf mehr Geld und Prestige aus sind.

Eine gute Antwort könnte sein: „Ich schätze meinen momentane Arbeit sehr. Ich habe dort sehr viel für meine berufliche Entwicklung lernen können. Für mich ist es aber nun wichtig, meine Berufserfahrungen in einem anderen Kontext, mit neuen Aufgaben und in einer neuen Firma einzusetzen. Ich möchte jetzt, mit den fünf Jahren Berufserfahrung, die ich gesammelt habe, einen Karrieresprung machen und mich weiterentwickeln."

Damit drückt der Bewerber oder die Bewerberin dem derzeitigen Arbeitgeber ihren/seinen Respekt aus. Der GesprächspartnerIn im Vorstellungsgespräch stuft sie/ ihn dadurch als solidarisch gegenüber Unternehmen und Vorgesetzten ein und überträgt dieses Verhalten auf mögliche zukünftige Situationen, in denen der/die BewerberIn zum neuen Arbeitgeber Stellung nehmen soll.

Üben sie niemals Kritik an ihrem derzeitigen Unternehmen! Anstatt sich über den Arbeitgeber zu beschweren, ist es ratsam, die eigenen Erfahrungen und Ziele zu unterstreichen



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Sonntag, 21. Mai 2017

TIPP: Warum haben Sie so häufig die Firma gewechselt?

Haben sie als Bewerber häufig ihre Stellen gewechselt, dann sollten sie einige Punkte im Bewerbungsgespräch beachten. Der/Die Interviewerin könnte sonst annehmen, dass sie die neue Firma aus denselben Gründen verlassen werden, wie sie es früher gemacht haben.

Sollten sie in den letzten Firmen jeweils länger als 5 Jahre geblieben sein, dann sind die Wechsel etwas leichter zu argumentieren.

Es ist auf jeden Fall günstig einige Male zu betonen, dass sie die Firmen und den Job mochten und auch gern mit den Kollegen/innen und Mitarbeiter/innen gearbeitet haben. Eine Selbstverständlichkeit ist, dass sie niemals etwas Schlechtes über die früheren Firmen, Vorgesetzten usw. sagen dürfen. Ungünstige Begründungen sind auch, wenn sie ein schlechtes Verhältnis mit den Eigentümern/dem Vorstand anführen.

Mögliche Wechselgründe, die sie anführen können sind:

Sie haben keine persönlichen Wachstums- oder Entwicklungsmöglichkeiten mehr gesehen.

Diese Einschränkung der Entwicklungsmöglichkeiten kann auch durch eine Veränderung der Firmenpolitik, Strategie oder durch eine bevorstehende Übernahme oder Verkauf begründet sein.

Auf Grund von wirtschaftlichen Problemen oder Restrukturierungsmaßnahmen wurde Personal eingespart, da sie der letzte waren, der gekommen ist, mussten sie auch als erster gehen.


Argumentieren sie mit der angestrebten, neuen Position, dass diese eine interessantere Herausforderung bietet, als die gute alte Stelle. Die neue Stelle gibt ihnen die Chance beispielsweise zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung, sie können hier Neues gestalten und erreichen, was in der alten Stelle nicht mehr möglich ist.


Wenn Sie relativ kurze Zeiten in den bisherigen Firmen waren, dann müssen Sie vorsichtiger argumentieren.

Versuchen sie Verständnis zu signalisieren, dass es Befürchtungen gibt, dass sie auch diesmal nur kurz bleiben werden. Argumentieren sie damit, dass sie natürlich jeweils länger bleiben wollten, aber als sie sich für Firma XY entschieden haben, konnten sie nicht absehen/hatten sie nicht die Information, dass xxxxxx eintreten würde.Wichtig ist, dass sie die Antwort möglichst kurz halten und nicht versuchen krampfhaft sich zu rechtfertigen. Sie sollten auch wieder die alten Firmen wertschätzend positiv beschreiben.


Sie wurden gekündigt?

Wenn sie gekündigt wurden, sind am einfachsten wirtschaftliche Gründe in einem schrumpfenden Markt oder in der Krise zu argumentieren. Führen sie auch an, dass sie dort wichtige Erfahrungen in den Bereichen XYZ sammeln konnten.


Bei allen Formulierungen ist zu beachten, dass ihre Antworten sachlich und möglichst ohne große Emotionen formuliert werden. Dass der Job nichts für sie war, dass die Kündigung das Beste ist, was ihnen passieren konnte, sind Formulierungen, die sie vermeiden sollten. Das provoziert die Frage, warum sie nicht selbst gekündigt haben und aktiv gehandelt haben.

Vermeiden sie Gründe für ihre Kündigung zu „konstruieren“, die einem Realitätscheck nicht standhalten können.

Dienstzeugnisse und Referenzschreiben mit entsprechend positiven Formulierungen sind natürlich sehr nützlich.

Sonntag, 7. Mai 2017

TIPP. Frage - Wenn Sie noch einmal von vorne anfangen könnten?

Wenn Ihnen diese Frage im Vorstellungsgespräch gestellt wird, zählen Sie bloß nicht die Stationen Ihres Lebenslaufes auf, die Ihnen peinlich sind.

„Wenn Sie noch einmal ganz von vorne anfangen könnten, was würden Sie wieder genauso machen, und was würden Sie anders machen?" 


Die Frage klingt harmlos und verführt dazu, munter drauflos zu plappern. Genau das sollten Sie aber besser nicht tun! Mit dieser Frage soll auf versteckte Art und Weise ihre Motivation getestet werden. Machen Sie Ihren Job aus innerer Überzeugung oder sind Sie nur aus Zufall oder Kalkül in der Branche gelandet?

Diese Antwort sollten Sie besser nicht geben:
„Also, ich würde mich nicht mehr auf die Typen vom Arbeitsamt verlassen. Heutzutage ist man als Techniker doch nichts wert. Ich würde auf jeden Fall einen kaufmännischen Beruf lernen, dann könnte ich jetzt ruhiger in die Zukunft sehen."

Wenn Sie aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, dass Sie Techniker geworden sind, weil Ihnen das Arbeitsamt das damals geraten hat, verraten Sie, dass Sie sich von finanziellem Kalkül und Prestige-Gründen haben leiten lassen. Mit dieser Antwort wird Ihnen kein Personalverantwortlicher abnehmen, dass Sie Ihren Job mit Motivation machen. Damit haben Sie Ihre Chancen verspielt.

 Eine bessere Antwort:
„Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Vielleicht würde ich beim nächsten Mal schneller in die Fortbildung zum Werkmeister gehen. Andererseits möchte ich die Erfahrungen als Mechatroniker im Handwerk auch nicht missen. Gerade im Bereich der Fehlersuche habe ich dort viel gelernt, was mir heute noch bei der Anleitung von Produktionsteams hilft."

Ein cleverer Bewerber bleibt in seiner Antwort ausgewogen und realistisch. Er schickt vor, generell sehr zufrieden zu sein, macht dann eine kleine Einschränkung („vielleicht würde ich beim nächsten Mal schneller ..."), aber sieht zugleich auch wieder die Vorteile des Weges, den er gewählt hat, in dem er die wertvollen Erfahrungen, die ihm heute zugutekommen, beschreibt.

Samstag, 25. Februar 2017

TIPP - Bewerbungsgespräch: Wieso haben sie in dem Fach … lediglich durchschnittliche bis schlechte Zensuren erhalten? Frage für Lehrlinge, Absolventen

Jeder hat an der einen oder anderen Stelle eine schlechte Note im Zeugnis. Diese Tatsache alleine ist jedoch noch nicht problematisch. Während des Vorstellungsgespräches wird man immer wieder versuchen den Bewerber unter Druck zu setzen, um zu sehen, wie er in einer stressigen Lage reagiert.
Dabei kommt es auch darauf an, dass die Antwort, wieso man gerade in Mathe oder Englisch schlechte Zensuren erhalten hat, plausibel ist. Aber geben Sie nicht anderen die Schuld!

Oftmals ist es klug in diesen Punkte relativ offen zu sein. Nicht jeder kann ein Mathegenie sein.

Wichtig ist, dass man sieht, dass der Bewerber trotz vorhandener Schwächen bereit ist daran zu arbeiten, um sich sowohl beruflich als auch persönlich weiterzuentwickeln.

Freitag, 24. Februar 2017

TIPP: Bewerbungsgespräch - Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber wechseln?


Gejammer über den Arbeitsmarkt und die Ungerechtigkeiten der Welt hängen den Personalchefs zum Halse raus. Verwenden Sie diese Frage lieber zu Ihrem Vorteil: Machen Sie deutlich, dass Sie explizit auf eine Chance wie die angebotene Stelle gewartet haben.

Beschreiben Sie lieber welche Chancen Sie im neuen Unternehmen sehen, welche Stärken Sie dort zum Vorteil des Unternehmens einsetzen können und welche Erfahrungen und Fähigkeiten Sie mitbringen und hier nun die besten Voraussetzungen sehen, um sich weiterzuentwickeln.


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Mittwoch, 18. Januar 2017

TIPP: Warum sind sie der/die Richtige für die angebotene Stelle?

Diese Frage gehört zum absoluten Standardrepertoire der meisten Personalentscheider. Dementsprechend gut vorbereitet sollten Sie auch sein.
Machen Sie klar, dass Sie genau wissen, worauf es bei der Stelle ankommt. Es versteht sich jedoch von selbst, dass Sie nicht die in der Stellenanzeige bzw. dem Stellenprofil genannten Anforderungen aufzählen sollten mit dem Hinweis, dass diese alle auf sie zutreffen.

Schlechte Antwort:
„ Viel mehr kann ich Ihnen jetzt über mich auch nicht mehr sagen. Ich habe ja schon die Ausführungen zu meinen bisherigen Aufgaben gemacht. Es ist nun einmal so, dass ich nicht der Einzige bin, der Erfahrung in dieser Branche mitbringt."

Analyse
Wenn Sie hier kapitulieren und zeigen, dass Sie nicht in der Lage sind, dem Personalverantwortlichen ihre Qualifikation und Eignung mit Begeisterung und Motivation zu vermitteln, haben Sie Ihre Chancen verspielt. Außerdem macht diese resignierende Art und Weise der Antwort deutlich, dass es um Ihre Soft Skills wie Belastbarkeit und Kommunikationsstärke in der Praxis nicht sehr gut bestellt ist.

Gute Antwort:
„Weil ich umfassende und langjährige Erfahrungen im internationalen Einkauf mitbringe. Neben dem internationalen Einkauf kenne ich den Zulieferermarkt sehr gut. Bei meinem letzten Arbeitgeber habe ich durch eine bessere Zuliefererintegration die Produktionskosten senken können. Außerdem habe ich massive Einsparungen im Einkauf realisiert. Diese Erfolge würde ich gerne in Ihrem Unternehmen wiederholen."

Analyse
Ein/e clevere/r BewerberIn nutzt die Gelegenheit, dem Gesprächspartner ganz souverän und gelassen zu zeigen, dass er weiß, was er beruflich kann. Am besten machen Sie Ihre Qualifikation anhand von Beispielen konkret. Verweisen Sie auf Ihre Erfahrungen und Qualifikationen und schildern Sie konkrete Beispiele Ihrer Berufspraxis, die zu den Anforderungen der neuen Stelle passe n und wie Sie die Aufgabenstellungen bewältigt haben.

Zum Schluss betont der/die BewerberIn idealerweise noch mal, dass er mit Freude für dieses Unternehmen arbeiten würde.

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Samstag, 31. Dezember 2016

TIPP - Frage nach Stärken und Schwächen

Stärken und Schwächen sollten immer mit einer Begründung bzw. einem Beispiel unterstrichen werden. Geben Sie ruhig auch Schwächen zu. Kein Mensch ist ohne Schwächen und Sie würden unglaubwürdig erscheinen, wenn Sie keine hätten. Meist ist man erst einmal etwas sprachlos, wenn man mit der Aufforderung konfrontiert wird, von seinen Schwächen zu berichten. Denken Sie nicht zu "tief" - in der Regel reicht es dem Arbeitgeber aus, wenn er erkennen kann, dass er es mit einem reflektierten Gegenüber zu tun hat. Zählen Sie aber keine Schwächen auf, die Sie ins "berufliche Aus" manövrieren könnten.

Wenn Ihnen die Frage nach Stärken gestellt wird, erwähnen Sie jene positiven Seiten, die für diese Stelle am wichtigsten sind: 


Ihre Kenntnisse, Erfahrungen, Zuverlässigkeit, Ihr Pflichtbewusstsein, Ihre Effizienz, Ihr Organisationstalent, Ihre Kommunikationsfreudigkeit, etc. 

Wenn Sie Schwächen nennen, tun Sie dies nur in Verbindung mit Stärken oder versuchen Sie, die positiven Aspekte Ihrer Schwächen hervorzuheben.
Nennen Sie Schwächen, die für die angestrebte Position nicht relevant ist oder eigentlich sogar eine Stärke ist. 
Erwähnen Sie eine eher harmlose Schwäche und stellen Sie dar, wie Sie bereits an dieser Schwäche gearbeitet haben. 

Ein recht guter Trick ist es auch, über eine Schwäche zu sprechen, die man eigentlich schon überwunden hat: „Früher habe ich mich nicht getraut...", "Mittlerweile fällt es mir leichter..., denn ich habe gelernt, dass..." usw.

Beispiele für Schwächen 

Bei einer angestrebten Position in der Buchhaltung: "Manche meinen, ich wäre etwas übergenau oder pingelig.“ Zusatz: „ Aber aufgrund meiner Strukturiertheit habe ich noch bei keiner Terminarbeit Verzögerungen gehabt."
Wenn Sie z.B. als Alleinsekretärin oder in einer Einzelkämpfer-Position angestellt werden sollen: „Ich tu’ mir schwer mit delegieren. Wenn ich’s selber erledige, weiß ich, dass es ordentlich gemacht ist.“
Wenn ein Job erst später am Tag beginnt und „Nachtschichten“ zu erwarten sind: „Meine Schwäche ist, dass ich absolut kein Morgenmensch bin. Ich komm erst so gegen .... Uhr auf Touren.“ Aber Vorteil: „Dafür kann ich dann, wenn’s sein muss, die halbe Nacht durcharbeiten.“

Schwäche: Direktheit 
„Ich bin manchmal zu direkt und offen im Gespräch. Mit meiner Vorliebe für klare Worte habe ich früher mitunter Kollegen und Mitarbeiter vor den Kopf gestoßen. Heute achte ich besser darauf, dass ich den richtigen Zeitpunkt und die richtige Situation wähle, um meine Meinung zu äußern.“

Schwäche: Zurückhaltung 

„Es kommt vor, dass ich zurückhaltend wirke. Wenn ich zum Beispiel konzentriert eine Aufgabe durchdenke, fällt es mir schwer, gleich in eine Diskussion einzusteigen. Ich weiß aber, dass es manchmal unumgänglich ist, schnell Position zu beziehen. Durch die Sicherheit, die ich während meiner Berufsausübung erworben habe, gelingt mir dies mittlerweile sehr viel leichter als früher.“

Schwäche: Zu wenig Lob 
„Es fällt mir in manchen Situationen auf, dass auch ich dazu neige, zu wenig zu loben. Eigentlich finde ich es schade, dass mir Lob nicht lockerer von den Lippen geht. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass man Lob genauso gezielt einsetzen muss wie Kritik.“
Achten Sie auch darauf, dass Sie bei der Frage „Nennen Sie mir drei Stärken und drei Schwächen von Ihnen!“ nicht alle Ihre Schwächen aufzählen. Nennen Sie immer drei Ihrer Stärken, aber nur eine Schwäche. Weitere Schwächen sollten erst auf Nachfrage zugegeben werden.



Wo liegen Ihre Stärken?

Hierbei geht es um eine Gratwanderung zwischen Selbstbewusstsein und der Fähigkeit zur Selbstkritik. Also: Nicht zu sehr auf den Putz hauen, aber auch das Licht nicht unter den Scheffel stellen. 
Vorbereitung:
Machen Sie sich schon vorab eine Liste mit allen Vorzügen, die Ihnen einfallen und die auf Sie zutreffen. Suchen Sie sich anschließend die drei Stärken aus, die Ihrer Meinung nach für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben am wichtigsten sind. Behalten Sie jedoch auch noch einige andere im Hinterkopf, falls Ihr Gesprächspartner noch einmal nachhakt.

Bemühen Sie sich, die genannten Stärken auch zu begründen bzw. zu belegen. Geben Sie konkrete Beispiele oder Hinweise auf Erfolge im Rahmen Ihrer bisherigen Tätigkeit.

Beispiel: „Ich habe meine Firma erfolgreich auf dem osteuropäischen Markt etablieren können. Bei Entwicklung der Strategie und der Leitung des Projektes haben mir meine Erfahrungen im Marketingbereich und meine gute Kommunikationsfähigkeit sehr geholfen. Es ist mir gelungen, ein fähiges Team aufzubauen und mittlerweile über fast drei Jahre erfolgreich zu leiten. Besonders wichtig war mir dabei stets, dass die verschiedenen Bereiche übereinander informiert sind. Um eine bessere Zusammenarbeit zu gewährleisten habe ich daher eine neue Schnittstelle eingeführt. "

Beispiele für Stärken


Stärke: Konfliktbereinigung

„Zu meinen Stärken gehört, dass ich unterschiedliche Interessen in Ausgleich bringen kann. So habe ich mehr als einmal dafür gesorgt, dass sich Vertreter einzelner Abteilungen zu einer Besprechung zusammengefunden haben, um Missverständnisse auszuräumen.“

Stärke: Strukturiertes Arbeiten 
„Zu meinen Stärken gehört meine strukturierte Arbeitsweise. Die Positionierung eines neuen Produktes auf dem Markt habe ich durch sorgfältige Marktanalysen vorbereitet und die Ergebnisse mit Kundenbefragungen abgesichert.“

Stärke: Belastbarkeit 

„Ich bin belastbar. Auch momentan bewältige ich ein umfangreiches Aufgabengebiet in der Produktionssteuerung, das einen sehr hohen persönlichen und zeitlichen Einsatz von mir erfordert.“

Mittwoch, 28. Dezember 2016

TIPP - Würden Sie bitte ihren Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen zusammenfassen?

Viele Vorstellungsgespräche beginnen mit einer derartigen Frage. Ihr Gegenüber bietet Ihnen damit eine Möglichkeit, Ihre Nervosität abzulegen und einfach ein wenig zu erzählen. Vermeiden Sie jedoch, zu quasseln und unstrukturiert irgendwelche Stationen Ihres Lebens aufzuzählen und diese am besten noch durcheinander zu wirbeln.

Auch wichtig: Legen Sie nicht zu viel Wert auf die genauen Daten. Es handelt sich bei dem Gespräch nicht um eine mündliche Prüfung, bei der es um Faktenwissen geht. Und erzählen Sie nicht allzu viel zu unwichtigen Stationen Ihres Lebens (z.B. Wehrdienst/Zivildienst). Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Erzählen Sie von jenen Stationen Ihres Berufslebens, wo Sie jene Erfahrungen und Qualifikationen erworben haben, die wichtig sind für die Stelle in der neuen Firma.


Montag, 26. Dezember 2016

TIPP: Vorstellungsgespräch - Erzählen Sie etwas über sich!

Das Unternehmen bzw. Ihr gegenüber erwartet von Ihnen eine strukturierte Darstellung Ihres Werdegangs bzw. ein Kurzprofil. Beides sollten Sie bereits vor dem Gespräch vorbereitet haben. 

Starten Sie bei Ihrer letzten beruflichen Station. Schildern Sie bevorzugt jene Aufgaben, die auch bei der neuen Stelle gefragt sind. Gehen Sie auf diese Bereiche besonders ein. Erzählen Sie prägnant jene Aufgaben, die wichtig für die Entscheidung sind, ob Sie für die neue Postion der/die Richtige sind.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu weit ausschweifen.

Auch wenn Sie im Lebenslauf sehr ausführlich und informativ waren, werden Ihnen Fragen zu Ihrer Person und Ihrem beruflichen Werdegang gestellt werden. Einmal, um die Angaben im Lebenslauf zu prüfen, zum anderen um Ergänzungen vornehmen zu können und zum dritten: weil der oder die GesprächspartnerIn ihr Wissen aktualisieren will (vielleicht hat er oder sie die Unterlagen nur flüchtig oder schon vor Wochen gelesen und kann sich nur ungenau erinnern, vielleicht hat er oder sie an dem Tag mehrere Gespräche und möchte Sie nicht verwechseln...).

Wenn nun Ihr Gegenüber sagt „Erzählen Sie mir etwas über sich selbst“, möchte er/sie etwas über Sie persönlich und über Ihre Qualifikation und Ihre Berufspraxis erfahren. Stützen Sie sich bei der Antwort auf die Angaben zu Ihrer Person im Lebenslauf. 

Beginnen Sie auf jeden Fall mit Ihrer beruflichen Seite: 
  • Was haben Sie bislang beruflich gemacht.
  • Welche Ausbildungen haben Sie.
  • Welche Tätigkeiten führen Sie gerne aus.
  • Was können Sie gut. Worin liegen Ihre Stärken.
  • Betonen Sie Ihr starkes Interesse und Ihre Freude an der Arbeit.
Sie sollten in der Lage sein, über sich, Ihren beruflichen Werdegang, Ihre Leistungsmotive und Ihre Ziele einige Minuten frei sprechen zu können. Es empfiehlt sich, schon vorher eine Gliederung vorzubereiten. Diese wird Ihnen helfen, die wichtigsten Punkte in Ihrer freien Rede nicht zu vergessen und über unwichtige Nebensächlichkeiten nicht zu lange zu referieren. Achten Sie hier bitte auf eine klare und sinnvolle Strukturierung. 


Erst in zweiter Linie erzählen Sie über persönliche, private Dinge. 

Am besten Sie warten damit bis Sie dazu aufgefordert werden. Halten Sie sich dabei aber eher kurz und prägnant!

Hobbys und Interessen: 
Erzählen Sie über Dinge, die irgendwie mit Ihrer angestrebten Tätigkeit in Zusammenhang stehen, wie z.B. Zeichnen, Modellbau, Kleider entwerfen, Auto reparieren (für kreative, handwerkliche Tätigkeiten). Erwähnen Sie aber auch andere Hobbys, die nichts mit Ihrem Beruf zu tun haben, wenn Sie damit Ihre aktive Seite betonen, wie z.B. moderate sportliche Betätigungen (Sportarten, die ein hohes Verletzungsrisiko oder Zeitverpflichtungen mit sich bringen, sollten hier eher unerwähnt bleiben).

Clubs und Vereine: 
Erzählen Sie von Clubs und Vereinen, denen Sie angehören, vor allem, wenn diese in einem beruflichen Zusammenhang stehen. Sie dokumentieren damit auf jeden Fall, dass Sie ein sozialer Mensch sind. Vorsicht, wenn Sie damit signalisieren könnten, dass der Zeitaufwand für Ihre Vereinstätigkeit hoch ist, bzw. dass es sich bekannter Weise um sehr „gesellige“ (=trinkfreudige) Zusammenkünfte handelt.

Persönliche Stabilität: 
Erwähnen Sie etwas über sich selbst, das auf persönliche Stabilität und Vertrauenswürdigkeit schließen lässt. Wenn Sie ein Haus besitzen, wenn Sie schon lange in einem Gebiet wohnen, eine langjährige Partnerschaft haben, verheiratet sind, Kinder haben, bedeutet das z.B., dass Sie den Wunsch haben, in dem Gebiet auch weiterhin zu bleiben. Erzählen Sie auch, warum es Ihnen dort so gut gefällt.

Familie (Eltern und Ehemann/-frau, Kinder): 
Beschreiben Sie kurz Ihre familiäre Situation und Ihre Familienmitglieder, so dass es etwas Positives über Ihre Herkunft und Ihre Berufswahl aussagt. Sollten Sie kleine Kinder haben, betonen Sie, dass es im Bedarfsfall (Ferien, Krankheit) Personen in Ihrem unmittelbaren Umfeld gibt, denen Sie die Kinder anvertrauen können (Großeltern, andere Verwandte, FreundInnen, NachbarInnen etc.).


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Donnerstag, 4. August 2016

Gesprächsstrategie im Bewerbungsgespräch - Beispiele erzählen

Wenn sie im Bewerbungsgespräch erfolgreich sein wollen, dann erzählen sie Beispiele über Situationen aus ihrem Berufsleben.

Diese Strategie können sie verwenden, wenn sie nach Stärken oder Schwäche gefragt werden, aber auch wenn sie über ihre beruflichen Stationen erzählen sollen.

Machen sie daraus keine lieblose Aufzählung mit Jahreszahlen, sondern garnieren sie die einzelnen Stationen mit griffigen Beispielen, wie sie in kniffligen Situationen agiert haben. Damit werden ihre Erzählungen plastischer und lassen so viel besser erkennen, wo ihre Stärken liegen. In der Königsklasse spielen sie, wenn sie Beispiele finden, die auch für das neue Unternehmen von besonderer Relevanz sind.

Diese Strategie können sie also bei ihren soft skills genauso verwenden, wie bei ihren beruflichen Stationen. So können sie einen Eindruck hinterlassen, der sie von den anderen BewerberInnen abhebt. Weil wer sonst hat genau ihre Erfahrungen gemacht?