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Mittwoch, 3. April 2013

Unterschied zwischen Burnout und Depression

Burnout und Depression – zwei Bezeichnungen für dieselbe Erkrankung? Fast scheint es so, wenn man sich Aufzählungen von Symptomen betrachtet. Schlafschwierigkeiten, Veränderungen im Appetitempfinden, steigendes Verlangen nach Alkohol und Nikotin, körperliche Symptome und Funktionsstörungen wie chronische Muskelverspannung, Magen- und Verdauungsprobleme, Herz- und Kreislaufprobleme, Müdigkeit und im seelischen Bereich anhaltende und sich wiederholende depressive Stimmungen, diffuse Ängste und Rückzug von Freunden und Familie – das alles können Indikatoren für eine Burnout-Entwicklung, aber auch für eine Depression sein.

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Innerhalb der Fachwelt wird immer wieder vor einer Verharmlosung einer schweren, nicht selten zum Tode durch Suizid führenden Erkrankung wie der Depression durch die Verwendung des Konzepts “Burnout” gewarnt. Es besteht aber auch durchaus die Chance, mit Hilfe des gesellschaftlich zunehmend akzeptierten Burnout-Modells das Krankheitsbild der Depression von der Stigmatisierung zu befreien. So wird vielleicht die breite Diskussion von “Burnout” in der Öffentlichkeit dazu beitragen, dass Depressionen früher diagnostiziert und erfolgreich behandelt werden.

Quelle:
http://blog.heiligenfeld.de/unterschied-zwischen-burnout-und-depression/

Freitag, 28. September 2012

Spaß im Job kann "bestes Antidepressivum" sein

Wenn sie weder über- noch unterfordert, so Psychiater Detlef E. Dietrich - Menschen leiden unter Verdichtung von Aufgaben

Berlin - Depressionen sind ein Volksleiden, doch bei vielen Patienten werden sie nicht erkannt. Der Europäische Depressionstag am kommenden Montag (1. Oktober) will auf die lange tabuisierte Krankheit aufmerksam machen und Verständnis für die Betroffenen wecken.
Angehörige oder Freunde sollten aufhorchen, wenn jemand über Wochen über mehrere typische Symptome wie Schlafstörungen, Energiemangel oder innere Unruhe klagt, sagte Prof. Detlef E. Dietrich, Ärztlicher Direktor des Ameos Klinikums Hildesheim, im Gespräch mit der APA. Der Psychiater ist Koordinator des 9. Europäischen Depressionstages für Deutschland.


Quelle: derstandard.at 28.09.2012

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Wenn jemand deprimiert ist.......

Hier finden Sie ein paar gute Hinweise, was Sie als Angehörige/r oder FreundIn tun können.
Aber beachten Sie, dass Sie niemals der/die Therapeut/in sein können und professionelle fachliche Hilfe (Arzt/TherapeutIn) unbedingt notwendig ist.

Wenn jemand deprimiert ist....

Samstag, 8. Oktober 2011

Burnout-Syndrom nicht nur am Berufsleben festmachen

Okt 062011
Für einen Zustand körperlicher und emotionaler Erschöpfung, der umgangssprachlich als Burnout (engl. to burn out: ausbrennen) bezeichnet wird, gibt es verschiedene Ursachen, die nicht nur am Arbeitsleben festgemacht werden dürfen.
“Das ‘Ausgebranntsein’ ist im Grunde nur das Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung oder Störung. Darunter können sich unterschiedliche ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie eine Depression, eine Sucht- oder eine Angststörung verbergen”, betont Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld. “Wichtig ist, dass man genau unterscheidet, ob das Burnout eine Stressreaktion auf ungünstige Konstellationen und Verhaltensweisen im Berufsleben oder Ausdruck einer psychischen Erkrankung ist.”
Äußere Faktoren im Job wie Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, Überforderung oder mangelnde Wertschätzung, die als Risikofaktoren für einen Burnout gelten, begünstigen zwar die Entstehung von Erkrankungen, sie sind jedoch in der Regel nicht alleine die Ursache.
Ursache etwa unbehandelte Angsterkrankungen oder Depressionen
Menschen, die beispielsweise unter unbehandelten Angsterkrankungen oder Depressionen leiden, sind im Berufsleben besonderen krankheitsbedingten Belastungen ausgesetzt. “So sind eine schnelle Ermüdbarkeit, Konzentrationsprobleme und Antriebslosigkeit typische Begleiterscheinungen einer Depression, wodurch sich Betroffene im Job schnell überfordert fühlen können und auch einen stärkeren Leistungsdruck verspüren. Das Berufsleben ist dann oftmals nur Projektionsfläche für andere, tiefer liegende Probleme oder Erkrankungen”, ergänzt der niedergelassene Nervenarzt.
Neben psychischen Erkrankungen kann auch eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur oder Persönlichkeitsstörung eine anhaltende Stresssituation und damit die Symptome eines Burnouts fördern. “Bei Personen, die hohe Ansprüche an sich selbst haben und große Schwierigkeiten damit, sich Schwächen einzugestehen, können sich ungünstige Verhaltensmuster im Berufsleben entwickeln, die in einer chronischen Stresssituation münden. Betroffene sind dann oft nicht in der Lage Arbeit abzugeben, neigen zu Übereifer, Perfektionismus und Zwanghaftigkeit sowie dem Wunsch, alles selbst machen zu wollen. Diese Verhaltensweisen können besonders im Berufsleben mit der Zeit zu einem Überlastungssyndrom führen”, führt Dr. Bergmann aus.
Organische Erkrankungen und Störungen in Erwägung ziehen
Auch organische Erkrankungen und Störungen können die Symptome eines Burnouts hervorrufen. Dazu zählen beispielsweise Eisenmangel, eine Schilddrüsen- oder eine Nebennierenunterfunktion sowie ein Schlaf-Apnoe-Syndrom. Im Rahmen einer umfassenden psychiatrischen und körperlichen Untersuchung, kann der tatsächlichen Ursache eines Burnouts auf den Grund gegangen werden.
“Gelingt es Betroffenen nicht, sich durch ausgleichende Tätigkeiten wie Sport oder Entspannungsmethoden ausreichend zu entlasten und ein ausbalanciertes, zufriedenes Leben zu führen, sollten sie bei Burnout-Beschwerden unbedingt ein Psychiater oder Nervenarzt zu Rate ziehen. Auch wenn der Hausarzt keine organischen Ursachen finden kann, sollte der Weg zu einem psychiatrisch-tätigen Arzt führen.”

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

Samstag, 6. August 2011

Unterschiede zwischen Burnout und Depression

Burnout und Depression unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten:

  • Burnout tritt fast immer im Zusammenhang mit beruflichem Stess auf. Depressionen hingegen treten in den unterschiedlichesten Lebenssituationen auf.

  • Im Burnout fühlt man sich kraftlos, ausgelaugt und müde. Diese Gefühle werden aber auch häufig noch von Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit, manchmal auch von Agressivität begleitet. Depressive fühlen sich lustlos, antriebslos und ziehen sie stark zurück.

  • Im Burnout gibt es zeitweise auch Tage, wo eine positive Stimmung auftaucht und weitgehende Beschwerdefreiheit möglich ist. Bei Depressionen ist man jedoch meist mehr oder weniger depressiv.

  • In fortgeschrittenen Phasen des Burnouts lassen sich jedoch Burnout und Depression kaum mehr unterscheiden. Viele Burnout-Erkrankte entwickeln mit Fortdauer auch eine Depression („Stressdepression“). Hier ist unbedingt ein Arzt, Pyschotherapeut oder Psychiater mit den Schwerpunkten Burnout-Syndrom und Depression aufzusuchen!

Achten Sie bei der Wahl Ihres Arztes oder Psychotherapeuten darauf , dass diese auf Burnout spezialisiert sind! Häufig werden Patienten mit einem Burnout von einem Arzt zum anderen „weitergereicht“ ohne dass eine wirkungsvolle Hilfe erfolgt. Darum wenden Sie sich besonders dann an Burnout-Spezialisten, wenn Sie bereits Burnout-Symptome entwickelt haben, aber von Ärzten immer wieder als gesund bezeichnet werden.


Mein Angebot zum Thema Burnout


Sonntag, 3. Juli 2011

Unterschiede zwischen Burnout und Depressioin

Die klinischen Burnout-Stufen

zwölf Phasen im Verlauf des Burnout-Syndroms, identifiziert von Herbert Freudenberger und Gail North. Die Reihenfolge kann auch anders als die nachfolgende sein:

  1. Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen
  2. Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
  3. Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  4. Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
  5. Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  6. Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz und Geringschätzung Anderer
  7. Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  8. Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  9. Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu Anderen, das Leben verläuft zunehmend „mechanistisch"
  10. Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen (Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und Drogen)
  11. Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  12. Erste Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Merkmale der depressiven Episode (ICD-10):

"Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden, leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von sogenannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen."


http://www.franz-bauer.at/burnout/index.html

Dienstag, 18. Januar 2011

Wenn der psychische Schmerz siegt

Mehr als 90 Prozent der Suizide geschehen im Verlauf einer psychischen Erkrankung - der Leidensdruck treibt Menschen unfreiwillig in den Tod - Es gibt aber Hilfe

In Österreich nehmen sich jährlich fast 1.300 Menschen das Leben, wobei die Zahl seit 1987 kontinuierlich sinkt. In den allermeisten Fällen sind es psychische Erkrankungen die dazu führen, dass der Suizid als letzter Ausweg gesehen wird. "Ein Mensch, der sich psychisch und körperlich gesund fühlt und einigermaßen sozial eingebettet ist, nimmt sich nicht das Leben", erklärt Reinhold Fartacek, Ärztlicher Direktor und Leiter des Sonderauftrages Suizidprävention an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg.

Völlig negative Weltsicht

Schwere psychische Leiden wie Depression, Schizophrenie, Substanzabhängigkeit oder Persönlichkeitsstörungen sind sogar in mehr als 90 Prozent der Fälle die Basis für einen Suizid. Die häufigste Form einer solchen Erkrankung ist die Depression. "Sie ist von einer völlig negativen Weltsicht geprägt", erklärt Fartacek. "Gesunde Menschen können abwägen, was für oder gegen eine Sache spricht. Genau dazu ist ein depressiver Mensch nicht in der Lage, er kann nur noch die negativen Perspektiven sehen." Damit verbunden entsteht letztendlich auch der Eindruck, nie wieder gesund werden zu können, weder durch antidepressive Medikamente noch durch Psychotherapie. Diese Sinnlosigkeitsgedanken können bei depressiven Menschen zu der Überlegung führen, dass es besser wäre, nicht mehr zu leben.

Keine Erklärung für psychischen Schmerz

Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) leidet jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens zumindest einmal an einer klinisch schweren Depression. Eine akute Suizidgefährdung besteht aber nur für einen geringen Prozentsatz der Betroffenen. "Dazu kommt es, wenn die Situation immer enger erlebt wird und der damit verbundene psychisch erlebte Schmerz so unerträglich wird, dass der Gedanke kommt: Ich könnte mir das Leben nehmen, denn egal was nachher kommt, es kann nur besser sein als der jetzige Zustand", so der Arzt.

Hinzu kommt, dass es für diesen starken Schmerz keine Erklärung gibt, er kommt aus heiterem Himmel und macht die Betroffenen völlig ratlos. "Dass man keine Begründung für sein Leiden findet, macht die Situation ausweglos", erklärt Fartacek. Dass ein Suizid endgültig ist, ist vielen jedoch nicht klar. Sie möchten häufig aus einer aktuell als unerträglich wahrgenommenen Situation flüchten. "Das Tragische ist, dass man in dieser Situation nicht sehen kann, dass die Probleme vorübergehend sind, wieder vergehen."

Mit Lebenskrise gekuppelt

Manchmal tritt eine Depression im Rahmen einer Lebenskrise auf. Jeder Mensch durchlebt im Laufe seines Lebens Krisen, etwa durch den Tod von wichtigen Personen oder andere Verlusterlebnisse. In der Regel können solche schwierige Phasen ohne professionelle Hilfe durchgestanden werden, selbst ein Ausweg oder Neubeginn gefunden werden. Hat ein Mensch aber die Disposition, depressiv zu reagieren oder Alkohol oder Drogen schädlich zu gebrauchen, kann es im Laufe von Krisen zu psychischen oder auch körperlichen Erkrankungen kommen, welche wiederum zu Suizidgedanken führen können.

Depressive ziehen sich zurück

Aus welchen Gründen auch immer ein Mensch depressiv ist: Für eine mögliche Suizidgefährdung gibt es Anzeichen, die vom unmittelbaren Umfeld wahrgenommen werden können. Dazu gehört das plötzliche völlige Abschotten von der Außenwelt. "Es kann ein Warnsignal sein, wenn sich ein Mensch, der immer mitten im Leben gestanden hat, Humor zeigte, sich am sozialen Leben beteiligte, plötzlich völlig zurückzieht, nicht reagiert, auch wenn aktiv Kontakt aufgenommen wird", weiß Fartacek. Sehr häufig kommt es auch zu Schlafstörungen in Verbindung mit depressivem Erleben wie quälender innerer Unruhe. Während bei betroffenen Frauen eine depressive Verstimmung meist gut erkennbar ist, zeigen sich Männer nicht selten gereizt, unruhig oder abweisend.

Stationäre Behandlung

Beim Erkennen einer Depression oder anderen psychischen Erkrankungen kommt dem Hausarzt oft eine Schlüsselposition zu. Er gilt als wesentlicher Vermittler zu fachärztlicher und psychotherapeutischer Hilfe. Ein großer Teil von Depressionen lässt sich ambulant durch Medikamente und Besuche bei Facharzt und Psychotherapeut behandeln. Im Falle schwerer Depressionen besteht die Möglichkeit einer stationären Behandlung. "Das betrifft vor allem Menschen die die Fähigkeit verloren haben einen normalen Alltag zu meistern oder in einer sehr schweren Lebenskrise stecken", so Fartacek.

Hilfe für depressive Menschen

Die stationäre Behandlung an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg verfügt sowohl über Betten als auch über Tagesklinikplätze. Ein Aufenthalt dauert im Schnitt zwei bis drei Wochen, die Therapiemethode ist in beiden Fällen nahezu dieselbe: Ein Behandlungsteam aus Arzt, Psychotherapeut und Pfleger kümmert sich um den Patienten, neben täglichen Einzelgesprächen gibt es Gruppentherapien und genaue körperliche und psychische Untersuchungen.

Während dieser relativ kurzen Zeit gelte es, sehr strukturiert zu arbeiten und einen genau geplanten Ablauf einzuhalten, was nur in Zusammenarbeit mit dem Patienten funktioniere, erklärt Fartacek. "Letztlich ist unser Ziel, dass ein Patient beim Verlassen der Station ein Gefühl dafür hat, wie die Depression bei ihm entstanden ist, was es mit dieser Erkrankung auf sich hat, wie die Behandlung weitergeht und was es braucht, um wieder stabil zu werden."

Quelle: Maria Kapeller, derStandard.at, 18.1.2011