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Sonntag, 7. April 2019

Die EntscheiderInnen-orientierte Bewerbung

Sie wollen zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden?

Dann gestalten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben und Lebenslauf!) so, dass Sie den entscheidenden Personen die Arbeit möglichst leicht machen.

1. Schritt:
Analysieren Sie die Anforderungen der Stelle auf die entscheidungsrelevanten Größen.
Was ist von besonderer Bedeutung für die ausgeschriebene Stelle?
Von welchen Qualifikationen und Erfahrungen hat das Unternehmen den meisten Nutzen?
Wer sind die Personen im Unternehmen, die entscheiden, ob Sie eingestellt werden oder nicht?
Welche Interessen verfolgen diese Personen im Unternehmen? Was ist diesen Personen besonders wichtig?

2. Schritt:
Bereiten Sie die Bewerbungsunterlagen so auf, dass Ihre entscheidungsrelevanten Erfahrungen und Qualifikationen sofort und klar ersichtlich sind (gilt für das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf und Success Stories, die Sie mitsenden).
Bereiten Sie konkrete Beispiele vor, womit Sie beweisen und überzeugen können, dass Sie alles was entscheidungsrelevant ist, mitbringen!

3. Schritt:
Auch im Bewerbungsgespräch fokussieren Sie auf die relevanten Größen in Ihrer Argumentation!

4. Schritt:
Sie haben Ihr Ziel erreicht und haben den neuen Job!



Donnerstag, 28. März 2019

Das erwarten Recruiter von einem Lebenslauf



Bewerber unterschätzen oft die Erwartungen, die an ihren Lebenslauf gestellt werden: Eine Studie hat untersucht, wo sich Recruiter und Kandidaten in ihren Erwartungen bereits treffen und an welchen Stellen es noch hakt:

https://www.karriere.at/blog/erwartungen-an-den-lebenslauf.html



Dienstag, 3. Oktober 2017

TIPP: Soll ich Hobbys im Lebenslauf anführen?

Was man in seiner Freizeit tut, geht einer Firma grundsätzlich nichts an - es sei denn, die Freizeit­beschäftigung ist dazu geeignet, sich irgendwie auf den Beruf auszuwirken (sportliche Aktivitäten in einem Bewerbungsgespräch für einen Verkaufsjob in einem Sportgeschäft).

Es wird die Frage nach dem Privatleben aber oft gestellt, um das Bild von den/der BewerberIn abzurunden. PersonalistInnen möchten herausfinden, ob Sie ein geselliger/sozialer Mensch sind (die Freizeit mit anderen Menschen verbringen), ob Sie aktiv sind und etwas unternehmen (oder Sie in Ihrer Freizeit mit sich selber nichts anfangen können, als fernzusehen).

Aber auch, wie viel Zeit Sie eventuell mit Freizeitaktivitäten gebunden haben und Sie daher z.B. keine Über­stunden­bereitschaft haben. Oder man will wissen, ob gar die Gefahr besteht, dass Sie Ihre Vereinstätigkeit in den Arbeitsalltag hereinbringen (häufige Privattelefonate, Anwerben von KollegInnen während der Dienstzeit, Erledigungen von Vereinstätigkeiten wie Kopieren, E-Mails versenden etc. im Job).

Signalisieren Sie also, dass Sie ein aktives Freizeitverhalten haben, das aber nicht in den Beruf hineinreicht, und dass Sie einiges tun, um sich gesund und fit zu halten. Erwähnen Sie dabei eher moderate Sportarten und lassen Sie Ihre Ambitionen für Fallschirmspringen, Drachenfliegen oder Autorennfahren unerwähnt. 

Stellen Sie sich darauf ein, über eine Freizeitaktivität sprechen zu können, bei der Sie sich gut auskennen. Nichts peinlicher als Ihre Ambitionen in der Gartenarbeit zu erwähnen – weil Sie annehmen, damit Pluspunkte sammeln zu können – und bei weiteren Fragen keine einzige Pflanzenart nennen zu können.



Freitag, 29. September 2017

TIPP: Welches Format sollen die Datumsangaben im Lebenslauf haben?


Geben Sie Datumsangaben bei Ihrem beruflichen Werdegang oder bei Schul-/Ausbildungen in der Form MM/JJJJ an.

Die Monate sind wichtig, weil manche Recruiter/Personalisten sonst vermuten, dass Sie Lücken verschleiern wollen.

Beispiel:
2015 - 2016 Leiter Logistik, Musterfirma, PLZ Ort

Das könnte eine Beschäftigung von Dezember 2015 bis Jänner 2016 gewesen sein.
Aber auch von Jänner 2015 bis Dezember 2016.

Sie können als LeserIn vermuten, ob es nun zwei Monate oder zwei Jahre waren.

Daher geben sie immer die Monate und Jahre an:
03/201 - 11/2016 Leiter Logistik, Musterfirma, PLZ Ort

So können keine Unklarheiten entstehen!


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Freitag, 11. August 2017

Mein Beratungsangebot - Karriere- und Führungskräftecoaching / Outplacement

BEWERBUNGSCOACHING

Sie wollen sich optimal auf Ihre Bewerbung vorbereiten?
Dann wählen Sie mein Bewerbungscoaching!
Im BewerberInnen-Coaching gebe ich Ihnen wichtige Hinweise und Tipps, wie Sie sich auf Ihre spezielle Bewerbung möglichst gut vorbereiten. Als Ergebnis besitzen Sie perfekte Bewerbungsunterlagen. Sie sind optimal auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet und kennen die Antworten auf die gängigsten Fragen im Bewerbungsgespräch.



KARRIERE-COACHING




Aufbauend auf beruflichen und privaten Erfolgen werden wir im Karriere-Coaching die wesentlichen Bausteine für Ihr erfolgreiches Berufsleben ausarbeiten.
Wir definieren und priorisieren Ihre erfolgsorientierten, realistischen Karriere-Ziele, die alle wesentlichen Lebensbereiche berücksichtigen.
Gemeinsam erstellen wir optimale Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Bewerbungsschreiben).


FÜHRUNGSKRÄFTE-COACHING

Sie wollen Ihr Potenzial als Führungskraft optimal ausschöpfen?

Dann ist Führungskräfte-Coaching für Sie der richtige Weg!

Reflektieren Sie Ihr Führungsverhalten und erweitern Sie Ihr Verhaltensepertoire.

Ergebnis:
Optimale Bewältigung Ihrer beruflichen Anforderungen!



OUTPLACEMENT

Dieses Angebot richtet sich an Unternehmen, die Ihren MitarbeiterInnen, von denen sie sich aus unterschiedlichen Gründen trennen müssen, den Weg zu einem neuen Arbeitsplatz durch professionelle Einzel-Outplacement-Beratung erleichtern wollen.

Gezielte und individuelle Beratung in allen Bewerbungsphasen, schaffen die Voraussetzung, erfolgreiche neue Berufswege zu beschreiten, um eine adäquate Position bei einem anderen Unternehmen zu erobern. Sie werden durch eine professionelle Outplacement-Beratung bei Ihren MitarbeiterInnen in bester Erinnerung bleiben.

Mein Angebot richtet sich besonders an Führungskräfte aus dem unteren und mittleren Management und Spezialisten.


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Impressum

Samstag, 27. Mai 2017

Tipps für einen optimalen Lebenslauf

Inhalte und Aufbau:
Nach Ihren persönlichen Daten stellen Sie in strukturierter, gut lesbarer Form Ihre beruflichen Stationen und Ihren Ausbildungsweg dar. Ein professionelles Foto positionieren Sie rechts oben.

Beginnen Sie mit den aktuellsten beruflichen Erfahrungen ( MM/JJJJ - MM/JJJJ, Stellenbezeichnung, Firma, wichtigste Aufgaben/Tätigkeiten). Konzentrieren Sie sich auf jene Tätigkeiten, die Sie gewinnbringend bei der neuen Stelle verwenden können).

Führen Sie Ihren Ausbildungsweg an, beginnen Sie wieder mit der letzten Ausbildung. Nennen Sie auch die wichtigen fachspezifischen Aus- und Weiterbildungen.

Hobbys/Interessen brauchen Sie nur dann anführen, wenn Sie einen Bezug zur neuen Firma oder Stelle haben. In letzter Zeit gibt es die Tendenz, dass zur Abrundung des Persönlichkeitsprofils
eines/r Bewerbers/in Hobbys gewünscht werden.

Wie lange darf der Lebenslauf sein?
Viele Bewerbungsratgeber sagen, dass ein Lebenslauf nicht länger als 2 Seiten sein darf. Viel wichtiger als diese Beschränkung ist aber, dass alle entscheidungsrelevanten Inhalte im Lebenslauf gut strukturiert dargestellt werden.

Bei einem Berufsanfänger wird sicherlich ein einseitiger Lebenslauf Platz genug für alle wichtigen Informationen bieten. Aber je länger ihr Berufsleben ist, je umfangreicher ihre Ausbildungen sind, umso länger wird auch der Lebenslauf werden.

Als Faustregel gilt: Zwei Seiten für jeweils zehn Jahre Berufserfahrung
Kein/e Personalist/in, der/die Sie am Ende der zweiten Seite Ihres Lebenslaufs für einen tollen Bewerber/in hält, wird das Dokument beim Anblick einer dritte Seite verärgert aus der Hand legen.

Daher achten sie viel mehr darauf alle für den neuen Arbeitgeber/in wichtigen Daten bestens aufzubereiten (Umkehrschluss: Alles was für die Entscheidung, ob sie der/die Richtig sind nicht relevant ist, können sie weglassen!).






Donnerstag, 25. Mai 2017

Kreative Bewerbungs-Beispiele

Eigene Plakate oder Videos: Ein Motivationsschreiben muss nicht immer nur ein Word-Dokument sein. Ein Überblick über andere Arten, sich in Szene zu setzen.

....Heimische Personalberater sind gegenüber diesen Formaten eher skeptisch......

Quelle: http://karrierenews.diepresse.com/home/bewerbungstipps/unterlagen/1342067/index?_vl_backlink=/home/bewerbungstipps/index.do

Bewerbung per Video?
Für Film und Fernsehen oder eine Position in der Kreativwirtschaft durchaus tauglich, kann dieses Medium für die Bewerbung um eine Managementposition völlig kontraproduktiv sein. Wie Kandidaten-Videos bei Unternehmern, Personalberatern und HR-Managern ankommen.

Quelle: http://karrierenews.diepresse.com/home/bewerbungstipps/unterlagen/1280274/Bewerbung-per-Video?from=suche.intern.portal


Eine Video-Bewerbung per Vine – also dem neuen Twitter-Videotool ist natürlich auch eine interessante Variante (das Ganze dann verbunden mit ihrem XING-/LinkedIn-Profil).

Twitter: 140 Zeichen sind zwar mehr, als man meint. Für einen Lebenslauf reicht das in der Regel aber nicht (oder es ist noch ein sehr kurzes Leben).

Quelle: http://karrierebibel.de/tweet-bewerbung-twittern-sie-ihren-lebenslauf-mit-gozaik/



Noch mehr kreative Bewerbungen
auch hier gibt es interessante Beispiele

Ebenso hier http://karrierebibel.de/lebenslauf-design/
und hier
https://www.jobisjob.de/blog/2017/02/kreative-bewerbung-2016/?platform=hootsuite


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Impressum

Sonntag, 25. Dezember 2016

TIPP - Sinnvolle Gliederung Ihres Lebenslaufs






  • Angaben zur Person/persönliche Daten/Foto
  • Kompetenzprofil/Zusammenfassung/Management Summary
  • Beruflicher Werdegang/Praxis/Berufserfahrung
  • Weiterbildung/Zusatzqualifikationen
  • Ausbildung/Schulausbildung/Berufsausbildung
  • Spezielle Kenntnisse/Fähigkeiten
  • Hobbys, Interessen



  • Es gibt viele Möglichkeiten einen Lebenslauf zu gliedern. Das wichtigste Kriterium ist aber immer, den EntscheiderInnen im Bewerbungsprozess alle relevanten Informationen möglichst übersichtlich aufzubereiten. Daher empfehle ich auch eine erste Seite mit Kernkompetenzen und einer kurzen, prägnanten Beschreibung Ihrer Person und Ihrer Stärken.

    Siehe auch:

    Donnerstag, 14. Juli 2016

    Gibt es den EINEN Lebenslauf, der optimal für ALLE Bewerbungen ist?

    In meiner alltäglichen Beratungpraxis werde ich immer wieder mit dem Wunsch meiner KundInnen konfrontiert den optimalen Lebenslauf zu erarbeiten.

    Gibt es überhaupt EINEN optimalen Lebenslauf? 

    Ich habe EINEN aus einem ganz bestimmten Grund GROSS geschrieben. Es kann sicherlich für EINE ganz KONKRETE Bewerbung den optimalen Lebenslauf, die optimalen Bewerbungsunterlagen geben. Aber dieser EINE Lebenslauf, der für eine ganz spezielle Stellenausschreibung erarbeitet wurde, ist nicht notwendigerweise auch für weitere Stellenausschreibungen optimal.

    Auf den Bewerbungsberatermarkt gibt es Anbieter, die für einige hundert Euro einen "optimalen" Lebenslauf verfassen. Sie brauchen nur einen vorhandenen Lebenslauf, Dienstzeugnisse und einen Fragebogen mit biografischen Daten beantworten und an den Berater senden und bald halten sie per Mail eine überarbeitetet Version. Sie dürfen sich auch ein Layout aus einer vorgegebenen Auswahl aussuchen.

    Die so erstellten Lebensläufe sind sicherlich von der Optik, der Wortwahl und der grundlegenden Struktur sehr schön anzusehen.

    Es stellt sich aber nun die Frage, sind so erstellte Lebensläufe (manche Berater erstellen mit dieser Vorgangsweise sogar Motivations-/Bewerbungsschreiben) tatsächlich für eine konkrete Stelle optimal sind.

    Dazu müssen wir eine grundsätzliche Frage beantworten: Nach welchen Kriterien kann ich beurteilen, ob Bewerbungsunterlagen optimal sind?

    In meinem Blogeintrag über "Die entscheiderInnen-orientierte Bewerbung" habe ich ausgeführt, welche Schritte man beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen durchlaufen sollte, wenn man zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden möchte.

    Die Bewerbungsunterlagen sind die Eintrittskarte in das neue Unternehmen!

    Dahinter steckt die Idee, dass es den entscheidenden Personen so leicht wie möglich gemacht werden muss zu erkennen, dass sie perfekt auf die ausgeschriebene Stelle passen. Die einzigen Entscheidungsgrundlagen dazu sind ihre Bewerbungsunterlagen.

    Wie können wir nun Einfluss auf diese Entscheidung nehmen?

    Wenn wir in den Bewerbungsunterlagen möglichst konkret auf die speziellen Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle eingehen, die konkreten Verhältnisse des Unternehmens berücksichtigen und auf die konkreten Bedingungen eingehen, dann erfüllt eine Bewerbung, also Lebenslauf und Bewerbungsschreiben inkl. weiterer Anlagen, die Kriterien einer optimalen Bewerbung.

    Diese Anforderungen kann ein Lebenslauf, der ohne zugrunde liegender konkreter Ausschreibung erstellt wurde, ex definitionem niemals erfüllen. Ein Anzug von der Stange passt auch nicht jedem Träger. Aber auch der maßgeschneiderte Anzug für den Opernball, passt nicht für die Gartenparty.

    Muss ich nun für jede Bewerbung alles neu schreiben?

    Auf jeden Fall ist es ein MUSS das Bewerbungsschreiben für jede Stellenausschreibung NEU zu schreiben. Natürlich können sie einzelne Passagen (zur Ausbildung, Schluss) wieder verwenden. Aber alle anderen Teile des Bewerbungsschreibens sind neu zu formulieren.

    Immer mit dem Ziel: 
    Bringe ich die richtige Qualifikation und Berufserfahrung mit, um dem neuen Unternehmen optimalen Nutzen zu bringen (der natürlich höher sein muss, als mein gewünschtes Gehalt)?

    Eine Übersicht der Kernelemente einer Bewerbung (speziell im C-Level-Management) finden sie in meinem LinkedIn-Beitrag "Wie kann ich als C-Level-ManagerIn meine Erfolge und Kernkompetenzen in der Bewerbung darstellen?" und hier im Blogeintrag "Bewerbungstipps für Führungskräfte".

    .

    Muss auch der Lebenslauf IMMER neu geschrieben werden?

    Auch der Lebenslauf, es steckt schon im Wort "Leben" drinnen, lebt mit jeder neuen Bewerbung mit. Auch hier sind die bereits genannten Prinzipien der entscheiderInnen-orientierten Bewerbung zu beherzigen.

    Die Grundstruktur (Persönlichen Daten, Berufserfahrung, Ausbildung usw.) kann natürlich immer gleich bleiben, auch das Layout. Wenn sie dabei meine "Tipps für einen optimalen Lebenslauf" befolgen, wird ihr Lebenslauf die wichtigsten Erfolgskriterien erfüllen.

    Auch inhaltlich können sie umfangreiche Vorarbeiten leisten, In meinem Blogeintrag "Inserate als Basis für eine maßgeschneiderte Bewerbung" habe ich einen Weg beschreiben, wie sie für ihre gewünschte Stelle eine gute Basis (Bausteine) für die Bewerbungsunterlagen erarbeiten können.

    Die erarbeiteten Bausteine, das sind vor allem die Beschreibungen ihrer konkreten Tätigkeiten in früheren bzw der aktuellen Stelle, MÜSSEN aber auf die ausgeschriebene Stelle adaptiert werden.

    Lassen sie sich auch hier von diesen Frage leiten: 
    Was ist für das suchende Unternehmen wichtig?
    Welchen Nutzen/Mehrwert bringe ich aufgrund meiner Erfahrungen und Qualifikationen dem suchenden Unternehmen?
    Mit welchen Lösungsstrategien habe ich Erfolge erzielt, die auch für das suchende Unternehmen interessant sind?

    Wenn sie mit ihren Bewerbungsunterlagen Erfolg haben wollen, dann versenden sie nur maßgeschneiderte Bewerbungen!


    Es gibt NICHT den EINEN optimalen Lebenslauf oder das EINE optimale Bewerbungsschreiben!






    Samstag, 16. Mai 2015

    Inserate als Basis für maßgeschneiderte Bewerbungsunterlagen

    In Inseraten (im Internet oder in Zeitungen) werden von den ausschreibenden Firmen die Anforderungen an die Stelle oder Tätigkeit meist ziemlich genau beschrieben. Finden Sie nun heraus wo sich das Anforderungsprofil möglichst genau mit Ihrem Qualifikationsprofil deckt.

    Formulieren Sie daraus das Angebot, welches Sie diesem Unternehmen unterbreiten können.
    Heben Sie besonders jene Punkte hervor, die direkt im Inserat gewünscht werden.

    Schlüsselwörter finden
    In Inseraten finden Sie aber auch die Schlüsselwörter und Begriffe, die Sie im Bewerbungsschreiben und im Lebenslauf verwenden müssen, damit Sie auch tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Das trifft umso mehr auf Unternehmen zu, die ihren Bewerbungsprozess automatisiert haben und eine erste Vorauswahl automatisch getroffen wird. Wenn Sie hier nicht die relevanten Begriffe entweder im Online-Formular eingegeben oder in Ihrem Lebenslauf und Bewerbungsschreiben verwendet haben, dann landen Ihre Unterlagen im Datenmüll. Aber auch wenn Menschen in der ersten Welle vorsortieren, wer in die engere Wahl kommt, spielen die Schlüsselbegriffe eine entscheidende Rolle.

    Wie kommen Sie nun zu den richtigen Schlüsselbegriffen?
    Dazu brauche Sie nur die Inserate genau analysieren. Versetzen Sie sich in die Rolle von potenziellen Arbeitgebern, damit Sie ihre Bedürfnisse in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle möglichst gut verstehen können.
    Suchen Sie sich Inserate, die am besten Ihrem Berufsziel entsprechen. Das muss eine Stelle sein, deren Aufgabenstellungen Sie tatsächlich beherrschen, wo Sie praktische Erfahrungen mitbringen (die Sie schriftlich belegen können), passende Qualifikationen und Ausbildungen mitbringen. Um passgenaue Schlüsselbegriffe für Ihren Bewerbungsunterlagen ausarbeiten zu können, suchen Sie sich mindestens 10 passende Inserate.

    Erstellen Sie sich nun eine Tabelle:
    Stellenbezeichnung
    häufigster Schlüsselbegriff für Qualifikationen | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    zweithäufigste Schlüsselbegriff für Qualifikationen | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    ..........

    häufigste Aufgabenstellung | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    zweithäufigste Aufgabenstellung | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    .........

    häufigste Soft Skills  | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    zweithäufigste Soft Skill  | Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis
    .........

    Überprüfen Sie nun die Einträge in den Spalten Anforderungen und Aufgaben, ob Sie mindestens 80% davon erfüllen. Achten Sie besonders auf die Muss-Kriterien ("erwarten wir unbedingt", "auf jeden Fall", "mindestens", .....). Wenn Sie diese Schwelle überschritten haben, dann bewerben Sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die richtigen Stellen.
    Sie müssen nicht 100% erfüllen, es sind sich auch die Arbeitgeber bewusst, dass kaum jemand am Arbeitsmarkt alles Anforderung und gewünschten Erfahrungen mitbringt.

    Nun aber der Schritt mit dem Sie sich für Ihren Unterlagen, die wesentlichen Schlüsselbegriffe ausarbeiten. Gehen Sie für alle gesammelten Inserate die Qualifikationen durch, die alle gemeinsam haben. Wählen Sie dann die Beschreibung/Formulierung für diese Schlüsselbegriffe, die für alle am besten passt. Beginnen Sie mit dem häufigsten Begriff und arbeiten Sie sich bis zu jenen Begriffen durch, die nur selten verwendet werden.

    Machen Sie das gleiche für die Berufserfahrungen und Aufgabenstellungen, die in den Inseraten genannt werden. Danach haben Sie eine zweite Liste mit Begriffen, die die Aufgaben am besten beschreiben. Notieren Sie nun in der Spalte "Konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis", möglichst konkrete Beispiele/Beschreibungen von Aufgabenstellungen aus Ihrem Berufsalltag.

    Sie wissen nach diesem Schritt, was für die potenziellen Arbeitgeber an Anforderungen und Berufserfahrungen am wichtigsten ist. Damit haben Sie jene Begriffe, die sie unbedingt in Ihrem Lebenslauf und Bewerbungsschreiben verwenden müssen. Sie haben aber auch konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Berufsalltag, die Sie in den Bewerbungsunterlagen verwenden können.

     Bei einer konkreten Bewerbung MÜSSEN sie dann  Adaptierungen auf Basis der konkreten Ausschreibung vornehmen. Sie haben dann eine Baukasten an Begriffen, der immer wieder neu zusammengestellt und auf das aktuelle Stellenprofil angepasst werden muss.

    Ergänzen Sie Ihre Liste noch um Kompetenzen und Erfahrungen, die auch relevant sind für die ausgeschriebenen Stellen, aber noch nicht angeführt sind.

    Analog können Sie auch für Soft Skills vorgehen, erarbeiten Sie auch dafür eine konkrete Liste mit den häufigsten Begriffen und konkreten Beispielen für Ihre Person (z.B. Teamfähigkeit - im Projekt XY war ich für die Koordination verantwortlich).

    Die Auflistung der konkreten Berufserfahrung kann auch sehr nützlich in Bewerbungsgesprächen sein, wenn Sie über Ihre Ausbildung und Berufserfahrung erzählen sollen, aber auch wenn Sie nach Erfolgen (oder Misserfolgen) gefragt werden, dann können Sie konkrete Beispiele nennen und verlieren sich nicht in sinnlosen Allgemeinplätzen, die kein Recruiter hören will.

    Zusammenfassung:
    1. Suchen Sie 10 passende Inserate
    2. Schreiben Sie die geforderten Qualifikationen gereiht nach Häufigkeit in eine Liste
    3. Schreiben Sie die Aufgaben gereiht nach Häufigkeit in eine Liste
    4. Schreiben Sie die Soft Skills  gereiht nach Häufigkeit in eine Liste
    5. Suchen Sie den jeweils am besten passenden Begriff pro Aufgabe und Qualifikation
    6. Suchen Sie konkrete Beispiele aus Ihrer Berufspraxis
    7. Verwenden Sie diese Bausteine im Lebenslauf und Bewerbungsschreiben




    Dienstag, 11. November 2014

    Bewerbungsmuster - Vorlagen

    Im folgenden hat arbeits-abc.de einige Bewerbungsmuster zusammengestellt, mit denen Berufseinsteiger und Jobsuchende den erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt erreicht haben. Erarbeitet wurden die Exemplare in enger Zusammenarbeit mit dem Bewerber, wodurch jede für sich Individualität und Persönlichkeit ausstrahlt. Auch wenn die Versuchung lockt eine Mustervorlage für den Eigengebrauch Wort für Wort zu übernehmen, raten wir Ihnen dringendst davon ab! Lassen Sie sich inspirieren und erarbeiten Sie mit Zeit, Geduld und Mühe Ihr eigenes, individuelles Anschreiben. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg.

    Bewerbungsmuster

    Von A wie Assistentin bis Z wie Zahnarzthelferin

    Weitere Vorlagen auf www.bewerbungsanschreiben.info und auf http://bewerbung-muster.eu

    oder hier 

    Tipps für Einleitungssätze und Vorlagen für verschiedene Berufe finden Sie hier. 

    130 Bewerbungsschreiben-Vorlagen:
    http://www.bewerbungsratgeber24.de/bewerbungsschreiben.html



    .

    Samstag, 4. Oktober 2014

    Braucht ein CxO bei einer Bewerbung ein Anschreiben?

    Auch für einen CxO (CEO, CTO, COO, ....) ist es wichtig bei einem Stellenwechsel sich (persönliche) Klarheit über die neue Aufgabe zu verschaffen. Hier gilt besonders die Maxime, dass die Erfolgs- und Handlungsorientierung im Fokus steht.

    Auf maximal einer Seite muss herausgearbeitet werden, worin der spezielle Mehrwert für das Unternehmen liegt, wenn Sie die neue Führungsposition einnehmen.

    • Mit welchen Erfolgen können Sie eindeutig zeigen, dass Sie für das Unternehmen das Beste leisten werden.
    • Stellen Sie Ihre Branchenerfahrungen kurz und prägnant dar.
    • Arbeiten Sie die Kenntnisse der Märkte und Ihre Vernetzung heraus.
    • Zeigen Sie, dass  Innovations-, Strategie- und Handlungsorientierung Ihre Erfolgsfaktoren sind.

    Eine detaillierte Darstellung Ihrer bisherigen Erfolge arbeiten Sie bei den einzelnen Stationen im Lebenslauf heraus. Damit haben Sie Unterlagen zur Hand, die sowohl bei den Entscheidungsträgern im neuen Unternehmen, als auch bei Headhuntern, eine hervorragende Basis für Ihren nächsten Karriereschritt sind!


    Mittwoch, 30. April 2014

    Freeware für kreative Lebensläufe

    Wenn Sie sich gegen einen traditionellen, textbasierten Lebenslauf entscheiden, finden Sie im Internet reichlich Hilfe und Anregungen. Sie suchen nach einer Stelle in einer kreativen Branche? Dann sollten Sie diverse Strategien ausprobieren:

    vizualize.me. Dieses Programm verzaubert Ihre Vergangenheit im Handumdrehen zu einer ansprechenden Infografik. Wählen Sie Farben und Schriftarten, und schon haben Sie einen wirksamen, informativen Lebenslauf, der herausragt!

    cvgram.me. Die Hintergrundfarben und die Schriftsetzung sind hier nicht so interessant wie bei vizualize.me, aber die Diagramme zur Veranschaulichung Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sind wirklich beeindruckend. Mit diesem Programm können Sie also auch einen visuell ansprechenden Lebenslauf erstellen.

    re.vu. Dies ist ein Programm, mit dem Sie mühelos und einfach einen professionellen und überzeugenden Lebenslauf erstellen können. Sie können aus vorgestalteten Motiven, Hintergrundmustern und Funktionen auswählen. Dies ist nicht unbedingt revolutionär, aber definitiv ein ganzes Stück kreativer als das gute, alte Word-Dokument!

    doyourbuzz.com. Dies ist vermutlich einem traditionellen Lebenslauf am ähnlichsten, ohne dass Sie auf Links, Bilder und Videos verzichten müssen. Ihr textbasierter Lebenslauf wird digitalisiert und natürlich auch suchmaschinenoptimiert.

    Samstag, 12. April 2014

    Die wichtigsten Regeln für eine optimale Bewerbung

    Mit Ihren Bewerbungsunterlagen haben Sie eine (!) Chance sich bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber als neue/r Mitarbeiter/in vorzustellen.

    Daher müssen Sie alle Informationen in strukturierter Form in Ihren Unterlagen verpacken, die es dem Empfänger ermöglichen zu entscheiden, warum Sie für das Unternehmen einen Mehrwert stiften können.

    Bewerbungsschreiben:
    Versetzen Sie sich in die Lage der/des Lesers/in! Beschreiben Sie auf Basis, der in der Ausschreibung formulierten Anforderungen, warum Sie diese erfüllen und wo Sie die relevanten Qualifikationen und Erfahrungen erworben haben, welchen Nutzen Sie für Ihren neuen Arbeitgeber bringen werden.

    Lebenslauf:
    Nach Ihren persönlichen Daten stellen Sie in strukturierter, gut lesbarer Form Ihre beruflichen Stationen und Ihren Ausbildungsweg dar. Ein professionelles Foto positionieren Sie rechts oben.

    Beginnen Sie mit den aktuellsten beruflichen Erfahrungen ( MM/JJJJ - MM/JJJJ, Stellenbezeichnung, Firma, Aufgaben/Tätigkeiten). Konzentrieren Sie sich auf jene Tätigkeiten, die Sie gewinnbringend bei der neuen Stelle verwenden können).

    Führen Sie Ihren Ausbildungsweg an, beginnen Sie wieder mit der letzten Ausbildung. Nennen Sie auch die wichtigen fachspezifischen Ausbildungen.

    Hobbys/Interessen brauchen Sie nur dann anführen, wenn Sie einen Bezug zur neuen Firma oder Stelle haben.

    Zeugnisse:
    Hängen Sie das Dienstzeugnis (evtl. Zwischenzeugnis) der letzten Firma an.
    Bei den Ausbildung fügen Sie die Abschlusszeugnisse der letzten höchsten Ausbildung und für die Stelle relevante Zeugnisse an. Nicht alle Zeugnisse anhängen! Nur die wichtigsten!

    Mail:
    Die meisten Bewerbungen werden heute per Mail verschickt. Schreiben Sie in den Mailtext nur einen kurzen Verweis auf die Bewerbung im Anhang und wie Sie am besten erreichbar sind (Telefonnummer, Zeiten).

    In den Anhang (max. 3MB) kommen die Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien.


    Wenn Sie diese Regeln konsequent befolgen, dann steigen die Chancen für eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch beträchtlich!

    Freitag, 5. April 2013

    Bewerbung per Twitter

    140 Zeichen sind zwar mehr, als man meint. Für einen Lebenslauf reicht das in der Regel aber nicht (oder es ist noch ein sehr kurzes Leben).

    Quelle: http://karrierebibel.de/tweet-bewerbung-twittern-sie-ihren-lebenslauf-mit-gozaik/

    Montag, 16. Januar 2012

    Der Lebenslauf als buntes Datenkonvolut

    Mit Tools wie Visualize.me können Bewerber ihren Lebenslauf als Infografik darstellen. Allerdings ist der Service ausbaufähig.
    http://derstandard.at/1326249065212


    Auf hongkiat.com gibt es einige interessante Beispiele für kreative Lebensläufe.
    Wenn Sie also in einem kreativen Beruf arbeiten und Ihren Design-Ideen bei einer Bewerbung freien Lauf lassen wollen, dann lassen Sie sich nicht bremsen.

    Sollten Sie jedoch in einer konservativen, traditionellen und seriös auftretenden Branche arbeiten, dann empfehle ich Ihnen bei einer klassischen Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf zu bleiben. Stecken Sie in solchen Branche Ihre Kreativität in die Gestaltung der Texte.

    Tools für (Lebenslauf-)Grafiken

    Nicht jeder Jobsuchende ist ein ausgebildeter (Info-)Grafiker. Ansprechende Diagramme zu erstellen, kann deshalb sehr zeit- und arbeitsaufwändig werden. Muss es aber nicht! Im Netz gibt es inzwischen eine ganze Reihe nützlicher Tools, um beispielsweise aus seinem Online-Profil bei einem sozialen Netzwerk wie Linkedin oder Facebook eine Infografik seines bisherigen Werdegangs zu machen oder aber das persönliche Stärken-Schwächen-Profil in ein Kuchendiagramm zu verwandeln. Exemplarisch seien dazu die folgenden kostenlosen Tools kurz vorgestellt:

    Visualize.me verwandelt die Linkedin-Bio in eine ganz passable Infografik. Farben und Designs sind begrenzt wählbar. Das Ergebnis lässt sich – etwa per Screenshot – schnell kopieren und in den Lebenslauf integrieren.

    Re.vu macht aus Ihrem Werdegang bei Linkedin eine animierte Kurzbiografie in Form einer bunten Timeline. Das Design lässt sich manuell verändern, Informationen können weggelassen oder hinzugefügt werden. Dafür lässt sich die Grafik schlecht kopieren und in den eigenen Lebenslauf einfügen. Besser: Sie geben den Link zu dem Ergebnis an.

    Visual.ly wiederum erlaubt Ihnen, mithilfe des dort sogenannten Social-Media-Infografik-Generators Ihr Facebook- oder Twitter-Profil binnen weniger Klicks in eine veritable Infografik zu verwandeln. Das ist allerdings eher eine Lebenslauf-Ergänzung für Spezialisten, die sich im Bereich Medien und Social Media bewerben wollen.

    What about me? hingegen lässt sich mit Facebook, Twitter und Youtube verknüpfen und erstellt aus den dort vorhandenen Daten ein grafisches Profil über wichtige Freunde, besonders aktive Zeiten, Interessen. Diese überwiegend privaten Informationen sind weniger für die Bewerbung geeignet – dafür halten Sie einem ganz plastisch vor Augen, welches Bild Außenstehende bekommen könnten, die diese Social-Media-Profile besuchen und beobachten.

    SkillPie ermöglicht in wenigen Schritten eine persönliche Übersicht der eigenen Fähigkeiten (Skills) zu erstellen und in ein Tortendiagramm (Pie) zu verwandeln. Im Gegensatz zu einer einfachen Auflistung der jeweiligen Stärken werden diese hierbei zusätzlich prozentual gewichtet. Auch Informationen wie absolvierte Praktika oder Auslandserfahrungen können ergänzt werden.

    Resumup sieht nicht nur besonders schick aus, sondern analysiert die die zuvor zugänglich gemachten Linkedin-Profildaten auch. Heraus kommt dabei nicht nur ein bunter Zeitstrahl bisheriger Stationen, sondern auch eine Art Persönlichkeitsprofil – etwa ob man eher extrovertiert ist, stetig, neugierig oder effizient. Diese Informationen sind natürlich editierbar, bevor man Sie in seinen Lebenslauf einfügt.



    Sonntag, 4. September 2011

    Lücken im Lebenslauf erklären

    Lücken im Lebenslauf werden von Personalisten nicht gerne gesehen. Aber nicht jede Pause vom Berufsalltag muss zum Karrierestolperstein werden. Entscheidend ist, bei der Wahrheit zu bleiben und beispielsweise eine ungewollte Arbeitslosigkeit nicht als beabsichtigte "Auszeit" zu kaschieren.

    Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich einfach ein Jahr frei zu nehmen, den Job zu kündigen und nach genügend Erholung eine neue berufliche Herausforderung zu suchen? Auch wenn der finanzielle Hintergrund stimmt, bleibt oft trotzdem die Angst, dass sich eine Pause negativ auf die weitere Karriere auswirken könnte. Doch das muss nicht sein. "Ein Jahr Auszeit ist generell nichts Schlimmes. Sie ist natürlich im Kontext des Lebenslaufes zu sehen, wie diese da hineinpasst, und ob sie schlüssig begründet ist", sagt Friederike Stern, Personalverantwortliche bei der OMV. Doch Pause ist nicht gleich Pause. Wer sich dagegen in einer Phase der Arbeitslosigkeit erstmal auf die faule Haut legt und keinen guten Grund dafür hat, hat es beim Wiedereinstieg schwerer.

    Batterien wieder aufladen

    Monika Kerck begründet den Schritt, ihren Arbeitsplatz in einer PR-Agentur für eine berufliche Auszeit an den Nagel gehängt zu haben, so: "Ich habe mich gefühlt, als wäre ich mit meinen Kräften am Ende, als ob meine Batterien einfach leer wären. Arbeiten bis in die Nacht, immer öfter auch am Wochenende, und trotzdem war da nie das Gefühl, ich hätte jetzt alles erledigt."

    "Die Auszeit war definitiv die richtige Entscheidung. Selbst Leuten, die damals nicht wussten, dass ich gekündigt habe, ist aufgefallen, dass ich plötzlich so glücklich wirke und endlich wieder viel lache. Es war so, als wäre eine große Last endlich verschwunden", sagt Kerck. Nach rund einem Jahr ohne Job freut sie sich jetzt wieder, eine neue berufliche Herausforderung angenommen zu haben.

    Nicht jede Jobpause kommt gut an

    Die Motive, einige Zeit nicht zu arbeiten, sind unterschiedlich. "Die Gründe reichen vom Ausstieg aus einer jahrzehntelangen Routine, Burnout bis hin zu beruflicher Neuorientierung", sagt Personalistin Stern. Aber nicht immer kommt eine berufliche Pause bei Personlisten gut an. "Wer ein Burnout hatte, ist weiterhin gefährdet. Auch der Versuch, in die Selbstständigkeit zu wechseln und dabei zu scheitern, fällt negativ auf", sagt Charlotte Eblinger, Geschäftsführerin bei der Personalberatung Eblinger & Partner.

    Eblinger rät jedem, sich schnellstmöglich nach einer neuen Position umzusehen. "Die Suche nach einem neuen Job ist ein Projekt, für das man pro Tag höchstens eine Stunde verwenden muss. Das müsste auch in einer beabsichtigten Auszeit möglich sein. Ansonsten droht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren."

    Personalistin Stern sieht das ähnlich. Je länger ein Arbeitnehmer der Arbeitswelt fern bleibt, umso schwieriger wird in aller Regel die Rückkehr. "In der Zwischenzeit haben sich oft Prozesse, Technologien und Strategien geändert", warnt sie. Aus einem weiteren Grund rät Eblinger davon ab, sich mit der Neuorientierung zu viel Zeit zu lassen. Denn manche Personalisten sind der Ansicht, dass die besten Bewerber nicht lange am Arbeitsmarkt sind: "Wer also lange suchen muss, kann nicht begehrt sein."

    Arbeitslosigkeit nicht als Auszeit tarnen

    Fest steht: Warum auch immer eine Lücke im Lebenslauf entstanden ist - sie wird von den Personalbeauftragten hinterfragt. "Wir erkennen an der Reaktion des Bewerbers, ob die Antworten gelogen oder nachvollziehbar und authentisch sind. Ausreden werden dabei nicht akzeptiert", erklärt Eblinger.

    "Manche gönnen sich zwischen zwei Jobs auch drei Monate Pause und verschlafen dann den richtigen Moment, um wieder berufstätig zu sein. Es folgt eine ungewollte Ausdehnung der Auszeit, was wiederum eine richtige Lücke im Lebenslauf bedeutet", warnt Eblinger: "Viele versuchen dann ihre Arbeitslosigkeit zu kaschieren, indem sie aus ihr im Lebenslauf eine so genannte Auszeit machen." Von solchen Schönheitskorrekturen sollten Jobanwärter aber die Finger lassen. Fliegt der Schwindel nämlich auf, wirft das von vornherein ein schlechtes Licht auf den Bewerber.

    Weiterbildungskurse belegen

    Keine negativen Erfahrungen hat hingegen Monika Kerck mit Personalverantwortlichen gemacht, wenn ihre Pause zum Thema wurde. Kein Wunder. Denn Kerck tat in ihrer Auszeit alles, um beruflich up-to-date zu bleiben. Die Reaktionen waren daher überraschend positiv. "Nur etwa die Hälfte der Personalisten hat mich auf die Lücke im Lebenslauf angesprochen. Wenn ich erzählt habe, dass ich während meiner Auszeit auch Grafikkurse besucht habe, kamen nie negative Reaktionen", so Kerck. Eher im Gegenteil: "Die Personalverantwortlichen fragten interessiert nach und vor kurzem hat mir jemand sogar erzählt, dass er ebenfalls schon eine Auszeit gemacht hat."

    Der häufigste Grund für eine Unterbrechung im Lebenslauf ist eine Babypause. Aber auch in diesem Fall sollte man sich rechtzeitig auf einen Wiedereinstieg vorbereiten, obwohl das laut Eblinger die wenigsten machen. "Ich persönlich fände es toll, wenn die Betreuung der Kinder soweit organisiert ist, dass die Rückkehr an den Arbeitsplatz ohne schlechtes Gewissen klappt", sagt Eblinger. Denn erst nach Arbeitsantritt zu bemerken, dass auf die Tagesmutter kein Verlass ist oder der Kindergarten um 17 Uhr schließt, ist laut Eblinger zu spät.

    Wiedereinstieg nach Babypause gut planen

    Eine fachliche Vorbereitung hält sie für überbewertet, wenn man zum Beispiel nur zwei Jahre pausiert hat. "Wer zehn Jahre zuhause war, braucht wahrscheinlich eine Umschulung, da nützt auch das Lesen von Fachzeitschriften nichts", so Eblinger. Kinderbetreuung ist jedenfalls laut Eblinger einer der wenigen Gründe, die zwar nicht überall gerne gesehen, aber wenigstens von allen verstanden werden.

    Quelle:
    http://karriere-journal.monster.at/lebenslauf-anschreiben/lebenslauf/lucken-im-lebenslauf-erklaren/article.aspx