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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Bleibeführer

Das Vorbild für das Broschüreprojekt stammt aus Zürich. Im Rahmen der WienWoche wurde die "Bleibeführer_in" mit vielen hilfreichen Adressen präsentiert Wien - Wer in Wien neu ist, freut sich über Tipps und Tricks für die Stadtbenutzung. Wer in Wien neu ist, aber auf der Flucht oder als Migrant, also fast ohne Geld mit der Existenzgründung beschäftigt, braucht Rat der besonderen Art. Wo gratis schlafen, wo billig essen, wo sich informieren, wie man an Arbeit, Wohnung und Ausbildung kommt? Fragen wie diese soll die "Bleibeführer_in" beantworten: eine vom Kulturprojekt WienWoche herausgegebene Broschüre, die Mittwochabend in der Wiener Location Planet 10 vorgestellt wurde.

http://bleibefuehrerinwien.blogspot.co.at/

Samstag, 10. September 2011

Diverse Hilfseinrichtungen - Soziale Anlaufstellen

Integrationsfond
Sprachkurse, Deutschkurse (Habib)

Amber-Med
Amber-Med ist eine Einrichtung für Menschen ohne Versicherungsschutz, dazu
gehören sowohl MigrantInnen und AsylwerberInnen als auch ÖsterreicherInnen.
Neben medizinischer und sozialer Beratung wird auch Krisenintervention und
Kurzzeit-Psychotherapie angeboten.

CBIF
Im Centrum für binationale und interkulturelle Paare und Familien gibt es
psychosoziale Unterstützung für in Österreich lebende Menschen anderer Herkunft
und deren Familienangehörige. Im Verein kann man in Krisensituationen und
aufgrund anderer Belastungen fremdsprachige Beratung in Anspruch nehmen.

ESRA
Das psychosoziale Zentrum ist eine Beratungs- und Behandlungseinrichtung für
jüdische MigrantInnen und die jüdische Wiener Bevölkerung. Dort wird unter anderem
Krisenintervention in mehreren Sprachen angeboten.

FEM / MEN
Das Institut für Frauen- und Männergesundheit bietet in den Frauen- und
Männergesundheitszentren muttersprachliche Gesundheitsangebote und Beratung
sowie Psychotherapie. Das Gesundheitszentrum für Frauen, Eltern und Mädchen ist
unter anderem für seelische Probleme und Schwierigkeiten, denen man sich nicht
mehr gewachsen fühlt, Anlaufstelle. Im Männergesundheitszentrum gibt es speziell
für Migranten und Flüchtlinge psychologische Beratung, unter anderem auch
Krisenintervention. Die psychologische Beratung ist mehrsprachig und auf maximal
10 Einheiten begrenzt.

Hemayat
Das Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende arbeitet mit durch Folter
und Krieg traumatisierten Menschen aus allen Ländern. Es gibt ein
psychotherapeutisches Angebot mit einem Schwerpunkt in der Krisenintervention,
neben Deutsch auch in Türkisch. Außerdem gibt es im Verein DolmetscherInnen für
unterschiedliche Sprachen.

Miteinander lernen
Der Verein ist eine Beratungseinrichtung, die neben Bildungsberatung auch
Psychotherapie anbietet. Die Zielgruppe besteht vorwiegend aus Frauen, Familien
und Kinder aus der Türkei. Die Beratung ist unterteilt in eine Familienberatung,
welche unter anderem bei migrationsspezifischen und psychischen Problemen
unterstützt, eine Frauenservicestelle mit Schwerpunkten auf Scheidung/Trennung,  Gewalt oder Beziehungsproblemen, eine Gesundheitsberatung (u.a. für somatische
und psychische Beschwerden) sowie Erziehungsberatung und Elternschule. Die
Beratungssprachen sind vorwiegend Deutsch, Türkisch und Englisch.

Orient Express
Dieser Verein betreibt eine mehrsprachige Frauen- und Familienberatungsstelle
sowie Frauenservicestelle für Frauen aus der Türkei und arabischsprachigen
Ländern. Dort wird zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie beispielsweise
Gewalt, Scheidung, Zwangsverheiratung oder Generationenkonflikte, Unterstützung –
auch in Form von Krisenintervention – angeboten.

Peregrina
Das Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für Immigrantinnen richtet sich an
Frauen und Mädchen ab 16 Jahren. Neben Rechts- und Sozialberatung besteht die
Möglichkeit der Krisenintervention im Rahmen von psychologischer Beratung und
Therapie. Schwerpunktbereiche sind migrationsbedingte Krisen und Traumata,
psychische und psychosomatische Beschwerden, psychosoziale Krisen, familiäre,
partnerschaftliche und Generationenkonflikte.

KAMA
KAMA organisiert Kurse, die von AsylwerberInnen, MigrantInnen und Asylberechtigten geleitet werden und gegen eine freie Spende von der breiten Öffentlichkeit besucht werden können.

Auslaender.at
ist dazu gedacht, Personen die aus dem Ausland kommen und in Österreich Wohnen, Arbeiten oder Studieren möchten, Informationen zu diesen Themen zu geben.

Samstag, 13. August 2011

Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen

Migrant.at

Die arbeitsmarktpolitische Beratungseinrichtung des Beratungszentrums für Migranten und Migrantinnen (ehemaliger Verein zur Betreuung von AusländerInnen) besteht seit September 1983 und konnte durch die besondere Unterstützung des damaligen Sozialministers, Alfred Dallinger, mit zwei MitarbeiterInnen geschaffen werden. Auf Anregung und unter Mithilfe der VereinsmitarbeiterInnen wurden in der Folge weitere Beratungseinrichtungen für ausländische ArbeitnehmerInnen und ihre Familien auch in anderen Bundesländern gegründet. Seit Jänner 1993 betreibt das Beratungszentrum eine eigene frauenspezifische Einrichtung. Im November 2004 wurde durch Übernahme von Agenden des ehemaligen Wiener Integrationsfonds das Betreuungsangebot erweitert.

Tätigkeiten / Aktivitäten
Arbeitsmarktpolitische Betreuungseinrichtungen
Europäischer Migrationsdialog
http://www.migrant.at/



Terra - Beratungszentrum für ältere Migrantinnen und Migranten (Sozial Global)

Terra bietet älteren MigrantInnen in vielen Bereichen Hilfe und Unterstützung an. Bei Fragen zur Pension, Wohnen und Aufenthalt, Gesundheit, Arbeit sowie Aus- und Weiterbildung stehen wir gerne zur Verfügung.
Sie erhalten Informationen über Angebote und Leistungen der Stadt Wien, Pflege und Betreuung, Beihilfen und vieles mehr. Wir geben einen Überblick über die verschiedensten Einrichtungen und Institutionen, die für Ihr persönliches Anliegen notwendig sind.
Wie erreichen Sie uns?

Sie finden uns in der Windmühlgasse 26 im 6. Bezirk in Wien. Bitte rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Unsere Leistungen sind kostenlos.
Terminvereinbarungen

Für Terminvereinbarungen stehen wir in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 09:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer: +43 (1) 581 07 17 zur Verfügung. Sie können uns auch schreiben: terra@sozial-global.at

Terra – navenda şewîrmendî jî bo koçberên pîr û kal
Terra- Yaşlı göçmenler danışma merkezi
Terra – savjetovalište za starije migrante



Mittwoch, 20. April 2011

Beratungseinrichtungen für Flüchtlinge und MigrantInnen

Adressen von MigrantInnenorganisationen, Beratungseinrichtungen für Flüchtlinge und MigrantInnen, sowie antirassistischen Initiativen in Österreich


Bewerbungsmöglichkeit beim Integrationsfond:

Dann senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf, GEHALTSVORSTELLUNGEN und Foto per Mail an personal(at)integrationsfonds.at oder per Post an

Österreichischer Integrationsfonds
z.H. Team Personal
Schlachthausgasse 30
1030 Wien

Montag, 10. Januar 2011

Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand

Muslime, die die Integration verweigern, Parallelgesellschaften bilden und ihre Bildungsunwilligkeit "vererben" - Aussagen wie diese stehen im Mittelpunkt des Buchs "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin, das 2010 hohe Wellen geschlagen hat. Berliner Forscher überprüften nun Sarrazins Thesen anhand statistischer Erhebungen und schätzen sie als nicht haltbar ein.

Kategorie: Integrationsdebatte Erstellt am 10.01.2011.

Wurde der einstige Berliner Finanzsenator und Ex-Bundesbankvorstand für seine Aussagen kritisiert, verwies er immer wieder auf die in seinem Buch dargestellten "statistischen Fakten " und den Umstand, dass sie bisher nicht entkräftet worden seien. Dem stellen Naika Foroutan und ihre Kollegen von der Humboldt-Universität Berlin nun Statistiken gegenüber, die sie dem Mikrozensus 2008 und 2009 und 20 Studien deutscher Forschungseinrichtungen zu Muslimen in Deutschland entnahmen. Die Politikwissenschaftler gingen insbesondere auf das Kapitel "Zuwanderung und Integration" in Thilo Sarrazins Buch ein, aber auch auf Äußerungen in Interviews.

Die 70-seitige Analyse "Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand" steht auf der Website des Forschungsprojekts "Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle(HEyMAT)" zum Download bereit.
Thesen mit großer Wirkung

"Besorgniserregend ist, dass die Probleme der muslimischen Migranten auch bei der zweiten und dritten Generation auftreten, sich also quasi vererben, wie der Vergleich der Bildungsabschlüsse zeigt." Es sind Aussagen wie diese, die die Wogen hoch und Sarrazins Buch allein in Deutschland 1,2 Millionen Mal über den Ladentisch gehen ließen. Auch in Österreich blieben die Äußerungen nicht ohne Folge, tauchten sie doch nicht zuletzt auch im Wahlkampf um den Wiener Landtag immer wieder auf.

Und es sind Aussagen wie diese, die die Forscher in ihrem Dossier herausgreifen und statistischen Erhebungen gegenüber stellen. Die Ergebnisse scheinen eindeutig: Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge herausgegebene Studie über "Muslimisches Leben in Deutschland" stellt fest, dass - egal aus welchem Land die Eltern kommen - ein Bildungsaufstieg bei der zweiten Generation deutlich erkennbar sei.
Beste Schule für die Kinder

Filtert man nochmals die Türken heraus, die Sarrazin als besonders bildungsunwillig beschreibt, zeigt sich, dass 22,4 Prozent der türkischstämmigen, zwischen 20- und 25-jährigen Deutschen über eine Matura verfügen - während nur vier Prozent der Elterngeneration diesen Schulabschluss vorweisen konnten. Türkische Eltern zeigen sich laut dieser Analyse überdurchschnittlich ehrgeizig, was die Ausbildung ihrer Kinder betrifft: So wünschen sich 80 Prozent, dass ihr Nachwuchs das Abitur macht, während das nur 74 Prozent der deutschen Eltern wichtig ist.

Zwar räumen die Forscher ein, dass sich der Anstieg auch durch das geringe Bildungsniveau der Elterngeneration ergebe, letztlich gehe es aber um die Entwicklung. Und dass es über den Generationenverlauf keine positive Entwicklung gebe, lasse sich statistisch nicht untermauern, heißt es in der Analyse.
Sprache, Kopftuch, Abschottung

"Auch der Umstand, dass sich die Türken und die Araber zu großen Teilen kaum Mühe geben, Deutsch zu lernen, ist ein Ausdruck fehlenden Interesses an der Mehrheitskultur und mangelnder Bildungsbereitschaft", sagt Thilo Sarrazin in einem Interview mit der "Zeit", in seinem Buch äußert er sich ähnlich. Auch diese These glauben die Forscher um Naika Foroutan widerlegen zu können: So stellte das konservative Institut für Demoskopie Allensbach fest, dass "70 Prozent der türkischstämmigen gute bzw. sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache" vorweisen - laut Einschätzung der Interviewer.

Hinsichtlich eines der prägnantesten Symbole des Islams, dem Kopftuch, meinen die Politikwissenschaftler, dass Sarrazin schlicht schlampig gearbeitet habe: Er behauptet in seinem Buch, dass der Anteil an Kopftuch tragenden Frauen unter den Jungen zunehme, dabei habe er seine Quelle, den Religionsmonitor 2008 der Bertelsmann Stiftung, falsch gelesen, so die Forscher. Denn dort wurde nicht abgefragt, wer tatsächlich Kopftuch trägt, sondern nur, ob eine Frau ein Kopftuch tragen sollte. Tatsächlich nehme der Anteil an den Kopf bedeckenden Frauen ab, je jünger die Befragten werden.

Und auch bei der Abschottung von ihrer deutschen Umwelt liegt Sarrazin laut Analyse falsch. Denn laut Befragungen haben mehr als drei Viertel der Interviewten häufig Freundschafts- oder Nachbarschaftskontakte mit Deutschen, Türken wünschen sich am häufigsten deutsche Nachbarn.

Eigenes Bild machen

Die Wissenschaftler belegen ihre Gegenargumente penibel mit Quellen, zahlreiche Abbildungen sollten es dem Leser erleichtern, sich selbst ein Bild zu machen. Letztlich legen sie Wert darauf, dass sie nicht bestehende Probleme der Integration beschönigen, sondern positiven Entwicklungen mehr Öffentlichkeit verschaffen wollen - und da gehöre die Auseinandersetzung mit den polarisierenden Thesen Thilo Sarrazins eben dazu.

Elke Ziegler, science.ORF.at

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Migration

Information, Beratung und Unterstützung für Menschen mit Migrationshintergrund und in Fragen des Zusammenlebens von Menschen in- und ausländischer Herkunft in Wien


Haben Sie Interesse an dieser herausfordernden und vielfältigen Position? Dann senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf, GEHALTSVORSTELLUNGEN und Foto per Mail an personal(at)integrationsfonds.at oder per Post an
Österreichischer Integrationsfonds
z.H. Team Personal
Schlachthausgasse 30
1030 Wien


Siehe auch:
http://www.migrant.at und http://www.sozial-global.at/home/beratung/terra

Donnerstag, 25. November 2010

MIGRA-TRAIN

MIGRA-TRAIN ist ein Ausbildungslehrgang für Personen mit Migrationshintergrund, die zu TrainerInnen im Bildungs- und Arbeitsmarktkontext ausgebildet werden.

In Österreich leben MigrantInnen, die über Ausbildung oder Erfahrung in pädagogischen und sozialen oder juristischen Berufen verfügen. In den Feldern von Beratung und Training, aber auch im Vermittlungsbereich stellt die eigene, reflektierte Migrationserfahrung in Verbindung mit Mehrsprachigkeit mittlerweile eine unabdingbare Kompetenz dar.
MIGRA-TRAIN bietet MigrantInnen im Rahmen eines 10monatigen Lehrgangs die Möglichkeit zu einer Professionalisierung ihrer Fähigkeiten und unterstützt durch Praktika und Netzwerkaktivitäten beim Eintritt in die Ausbildungs- und Beschäftigungslandschaft in Österreich.

Ziel des Lehrgangs ist es, die TeilnehmerInnen des Lehrgangs dazu zu befähigen, als BeraterInnen, TrainerInnen und VermittlerInnen tätig zu sein. Sie sind spezialisiert auf Fragen von Interkulturalität und Diversität. Die Tätigkeitsfelder umfassen Arbeits- und Bildungsmarkt sowie sonstige Beratungsbereiche – auch im behördlichen Umfeld - in denen interkulturelle Fragestellungen auftauchen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

• Methoden der Beratung
• Fachliche Inhalte der Bildungsberatung und Berufsorientierung
• Trainingsmethoden
• Moderation/Seminarplanung
• Kommunikation
• Interkulturalität und Migration
• Flucht und Beratung von Flüchtlingen
• Lernen in der Zweitsprache
• Schreiben von Berichten und Konzepten
• Gender und Diversität
• Berufsethik und Berufsidentität
• Konfliktmanagement
• Einzel- und Gruppensupervision/Reflexion
• Gesetzliche Grundlagen
• Praktische Berufserfahrung in Beratungs- und Trainingseinrichtungen

Der Lehrgang besteht aus über 900 Unterrichtseinheiten, die innerhalb von 10 Monaten angeboten werden.

Inkludiert sind zwei Praktikumsphasen:
Phase 1: Ein Monat Intensivpraktikum an 4 Tagen in der Woche
Phase 2: Fünf Monate lang ein Tagespraktikum an 1 Tag in der Woche

Der Lehrgang schließt mit einer schriftlichen Arbeit und einer Prüfung ab.

Zusätzliche Informationen finden Sie im Download-Infoblatt.

Lehrgangsleitung
Elisabeth Freithofer, MA
Verein Projekt Integrationshaus
Engerthstraße 163
1020 Wien