Sonntag, 12. Juli 2009

Seminar-Scharlatane

Es finden sich immer wieder Angebote von sehr eigenartigen Seminaren für Manager und (angehende) Führungskräfte. Dies reicht vom gemeinsamen Rafting, Hochseilgärten bezwingen, Überlebenstrainings, Pferde führen, Von Lamas Mitarbeiterführung lernen (Sind Mitarbeiter Tiere? Nein, sie werden nur so behandelt), gemeinsam Indianer spielen..........
All diese so tollen und "gefährlichen" Aktivitäten schweißen ein Arbeitsteam zusammen und die Führungsqualitäten werden um Dimensionen verbessert.

So besagt es zumindest die Werbung für solche Seminarangebote, die Grenzerfahrungen vermitteln (sollen). Nur welche Grenzen sind das? Die Grenzen, wie weit der Bogen überspannt werden kann, für wie dumm man Führungskräfte und HR-Verantwortliche verkaufen kann?

Nachhaltige Veränderungen sind, nach meiner bescheidenen langjährigen praktischen und theoretischen Erfahrung nur möglichst nahe am Arbeitsplatz machbar. Auch wenn Ihnen so mancher meiner verehrenswerten Kollegen/Innen etwas Anderes einreden möchte.

Theoretische Inputs in Präsenzseminaren und begleitende Unterstützung am Arbeitsplatz sind einfach die bewährten und erfolgsgarantierenden Rezepte. Leider wird der begleitenden Untersützung viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Jene Seminarteilnehmer, die ich in meinen Projektmanagement-Seminaren hatte, die ich danach auch als Projekt-Coach begleiten durfte, hatten die besten Erfolge.

Aber das Einzige, was ich sagen wollte ist, dass sie nicht jeder Modeströmung nachlaufen sollten, wenn sie HR-Maßnahmen planen.
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