Sonntag, 27. April 2014

Tipps für Bewerber über 45

Als BewerberIn über 45 sind Sie mit Ihren Erfahrungen ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Es gibt einige Studien, die belegen, dass "ältere" MitarbeiterInnen produktiver sind, als "jüngere" MitarbeiterInnen.

Mit dieser Einstellung sollten Sie an die Ausarbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen gehen!

Streichen Sie in Ihrer Bewerbung nicht das Alter hervor, sondern Ihre Qualifikation und Erfahrung.

Das kann gleich auf dem Deckblatt einer Bewerbung geschehen, aber sicher spätestens im Anschreiben/Motivationsschreiben.

Auch im Lebenslauf sollten Sie einen eigenen Block gestalten (Leistungsprofil, Kernkompetenzen, Leistungsbilanz, Wissenspool, ....), dieser Block steht ganz zu Beginn im Lebenslauf.

Ihre persönlichen Daten (mit Alter, Familienstand, ....) stellen Sie dafür ganz ans Ende des Lebenslaufs.

Bei den Weiterbildungen führen Sie nur die relevanten Kurse, Seminare usw. an, aber auch nur jene der letzten 5 Jahre. Frühere Weiterbildungen nur dann, wenn diese für die Stelle von besonderer Bedeutung sind.

Achten Sie auch auf eine sehr gute Qualität des Fotos, welches aber Ihr wahres Alter nicht verschleiern soll!

Verzichten Sie auf die explizite Nennung Ihres Alter in allen Bewerbungsunterlagen! Beschreiben Sie dafür umso aussagekräftiger, welchen Mehrwert/Nutzen Sie bei Ihren früheren Arbeitgebern stiften konnten und beim neuen Arbeitgeber stiften werden!

Suchseite:
http://www.karriere-50plus.at/


Zu den typischen Formulierungsfehlern gehören etwa die vier folgenden Beispiele. Natürlich gibt es noch mehr. Diese zeigen Ihnen aber schon ganz gut, wo Fallstricke und falsche Blickwinkel lauern...
  1. Mit meinen 51 Lebensjahren möchte ich...

    Ziele zu haben, ist nicht verkehrt. Hier aber wird das Alter sogar noch betont. Dreifach falsch! Erstens, weil so womöglich schlafende Hunde geweckt werden; zweitens, weil das Lebensalter keinerlei Qualitätskriterium darstellt; drittens, weil der neue Arbeitgeber nicht die Wohlfahrt ist. Nicht wie Sie sich verwirklichen möchten interessiert, sondern wie das Unternehmen von Ihnen profitiert. Betonen Sie besser das - und streichen Sie beim Korrekturlesen Ihrer Bewerbungsunterlagen alle Formulierungen ohne Aussagekraft.
  2. Ich kann auf 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken...

    Das ist schön, dass Sie das können. Aber der Blickwinkel ist falsch: Sie blicken zeitlich zurück - in Ihre Vergangenheit. Personaler aber blicken nach vorne, sie suchen die künftige Idealbesetzung für eine Stelle und damit jemanden, der diese Herausforderung meistern kann. Erfahrung, die Sie allein in Jahreszahlen messen, sind daher ein denkbar schwaches Argument. Viel wichtiger in Anschreiben und Lebenslauf sind bisherige Erfolge. Sie belegen, wo und wie Sie echten Mehrwert geschaffen haben. Ideal ist, wenn Sie dies sogar durch Zahlen untermauern können. Verzichten Sie daher im Anschreiben auf die Erwähnung der Berufsjahre, die sieht der Personaler sowieso im Lebenslauf. Betonen Sie eher, dass Sie sämtliche sogenannten Muss-Qualifikationen (also alle in der Stellenanzeige verlangten) mitbringen - zu 100 Prozent. Schon 95-Prozent-Kandidaten werden oft aussortiert.
  3. In meiner Laufbahn habe ich meine Lernfähigkeit bewiesen...

    Hinter dieser Formulierung steckt ein gefährlicher Trugschluss: Immer dann, wenn ältere Bewerber glauben, ihr Wissen sei nicht mehr aktuell oder gar veraltet und ihre Qualifikationen nicht ausreichend, weisen sie auf ihre Lernbereitschaft hin - Motto: Den Job kann ich zwar nicht, aber ich würde es gerne lernen. Erliegen Sie bitte nicht dieser Illusion. Offenheit und Lernwille können fehlende Kompetenzen nicht kompensieren. Allenfalls Uniabsolventen wird noch eine gewisse Formbarkeit zugesprochen - und selbst die haben es schwer, wenn Muss-Qualifikationen fehlen. Mit 50plus kann man sich diese Bewerbung sparen. Auch wenn es hart ist: Erwerben Sie diese Kompetenzen entweder oder bewerben Sie sich besser auf eine andere Stelle.
  4. Jetzt möchte ich noch einmal durchstarten...

    Das klingt nach hoch gekrempelten Ärmeln, Top-Motivation, dem Blick nach vorne und zweitem Frühling... denken Sie! Ein Irrtum. Denn es drückt zugleich blumig aus, dass Sie mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden waren und dass Sie vor allem die eigene Karriere im Blick haben. Natürlich ist es wichtig, dass Sie im Anschreiben Ihre Motivation herausarbeiten. Aber was hat der Arbeitgeber davon, dass Sie noch mal durchstarten wollen? Und was, wenn die angestrebte Position doch Vieles beinhaltet, was Sie bisher gemacht haben? Dann stellt man am Ende eine Fachkraft ein, die sich bald schon langweilen und frustrierter sein wird als je zuvor. Statt Durchstarten gibt's eine Bruchlandung. Diesen Verdacht sollten Ältere erst gar nicht nähren.

Quelle:
http://karrierebibel.de/bewerbung-50plus/

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